Aalso, ich schnittzeichne auch selbst.
Habe jetzt das Kinderröckchen zerlegt. War insofern sehr interessant, als ich genau die Schwierigkeiten nachvollziehen konnte, mit denen meine Mutter zu kämpfen hatte. Der Stoff ist mit einem 40/10er-Kamm gewebt, d.h. vier Fäden auf einen Zentimeter. Es ist durchs Waschen etwas zusammengeschlupft und auch ein ganz klein wenig verfilzt. Trotzdem ist es insgesamt ein Gewebe, das sehr verziehensempfindlich ist.
Ob ich Abnäher mache oder in Bahnen schneide, muss ich sehen. Abnäher sind insofern „haltbarer“, als ich den Stoff dafür nicht zwingend zerschneiden muss. Wird aber vielleicht recht dick.
Und mal sehen, wie weit mir die Stoffmenge reicht.
Das ist auch die vordringliche Frage für Kurve vorn gerade oder geschwungen? Danke jedenfalls für den Hinweis! Aber wenn mir der Stoff nicht reicht, muss ich die Linie geschwungen machen …
Ich werde das Oberteil ebenfalls komplett doppeln. Wahrscheinlich mit einem Bettbezugsdamast in Naturfarbe (also ähnlich beige wie Nessel).
Und ich werde zusätzlich Taillenbänder einarbeiten. Das ist mir beim Waschen und Bügeln des Stoffes aufgegangen. Es wird eine ziemlich schwere Veranstaltung werden.
Insofern: auch kein Teller, sondern die Rockteile in Bahnen.
„Futter für Rock“ ist ebenfalls noch mit Fragezeichen versehen. Ich schrecke ein wenig zurück vor dem noch-mehr-Stoff-dranhängen. Aber dadurch, dass es zwei aufklaffende Röcke übereinander sind, komme ich wahrscheinlich mit einem separaten Unterrock drunter (das hätte ich sogar noch einen. Hab ihn sogar gefunden und schon dazugelegt) auch nicht wirklich weiter.
Wenn diese Art des Verpackens für meinen Körper ein Erfolgsmodell ist, kann ich mir vorstellen, ein baumwollenes Modell für die „Übergangsjahreszeit“ (also hier in Mitteleuropa alles außer Wollwinter und die paar Tage sommerlichen Ausnahmezustands, die wir gelegentlich bekommen) als Extended Version und mit Tellerrock zu machen.
Liebe Grüße
Schnägge
