Dabei war ich doch voller Enthusiasmus, voller guter Vorsätze. Ich weiß gar nicht was mit mir los ist….
ich glaube, das ist „irgendwie“ –
„ganz normal“.
Es wird bei jeder und jedem von uns ein kleines bisschen anders gewichtet sein, aber es gibt darin so etwas wie universelle Gesetzmäßigkeiten.
- sich von Schnittzeichnungen oder Abbildungen bei Schnitten vorzustellen, wie es nachher an mir selber getragen ist, ist sehr sehr schwierig; das Ergebnis ist immer wieder mal enttäuschend, im Wortsinn, das frustriert
- bei abgenommenen Schnitten von geliebter Kleidung entscheiden oft Kleinwinzigkeiten wie 3 mm mehr Bequemlichkeitszugabe oder (gefühlt) ein halbes Gramm mehr Stoffgewicht pro Quadratmeter über Top oder Flop … (bei Schnitten vermutlich auch, da haben wir aber nicht so den direkten Vergleich, wie es sich für uns beim Tragen anfühlen muss)
- wir sind viel schneller darin, uns hochfliegende Vorstellungen davon zu machen, was eine alles Tolles hinbekommen könnte, als in der tatsächlichen Umsetzung; vor das Erreichen dieses Ziels ist regelmäßig zumindest einmal viel Arbeit gesetzt (und „Schaffa isch a G’schäft und sell ischd a Arbed“) – und meistens hängt es noch nicht einmal allein vom Fleiß ab
Undsoweiter undsofort.
Eine richtig gute Strategie dagegen habe ich auch noch nicht gefunden. Was mir ein bisschen hilft: ich gebe den Sachen, von denen ich denke, dass ich sie so ändern könnte, dass ich sie dann anziehen mag, noch eine Chance (gedanklich; nicht unbedingt in Taten: die Stapel sind seeehhhr hoch). Wenn es dann für mich nicht stimmt, dürfen sie weiterziehen. Manchmal inzwischen auch schon, bevor ich nochmal Arbeit reingesteckt habe. Zum Glück lebe ich so, dass das Verschenke-Board am Gartentor funktioniert.
Liebe Grüße
Schnägge
