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glatt rechts: ungleichmäßiges Strickbild

  • Hallo,

    ich stricke seit Jahrzehnten, und heute ist mir (wieder einmal) ein ungleichmäßiges Strickbild bei glatt rechts aufgefallen: Dabei ist der rechte Schenkel des V (bzw. einer Masche) stets schön ausgeprägt und verläuft schräg, während der linke Schenkel fast senkrecht verläuft und diese Hälfte der Masche damit auch deutlich schmaler ist. Insgesamt ist das Erscheinungsbild zwar sehr gleichmäßig, es wirkt aber (gleichmäßig) streifig und nicht schön. Es sieht auch nicht korrekt aus, da die Vs nicht ausgeprägt sind.


    Nun ist mir klar, dass das an unterschiedlich fest gestrickten rechten und linken Maschen liegt. Wobei ich generell fest stricke und den Faden bei rechten wie auch bei linken Maschen immer anziehe.


    Ich habe jetzt verschiedene Dinge getestet: Unterschiedliche Fadenspannung, stricken ohne Faden festziehen, linke Maschen anders stricken (rechte M müssen dann verschränkt gestrickt werden) und selbst mit verschiedenen Nadelstärken bei linken und rechten Maschen. Aber selbst bei einer Differenz von einer ganzen Nadelstärke ändert sich absolut nichts am Erscheinungsbild.


    Langsam fällt mir dazu nichts mehr ein. Das einzige noch: Ich habe den Eindruck, diesen Effekte habe ich nur bei stricken mit Dochtgarnen (ich verwende gerade "Katia Merino Baby"). Das Garn ist sehr dünn und ist eigentlich kein bisschen flusig. Bei Garnen, die wolliger wirken oder sind, ist mir das noch nie so aufgefallen.


    Ich hatte schon gelesen, dass es am Garn liegen kann, weil es anders gedreht wird. Ist das möglich? Das wäre ja sehr ärgerlich :(

  • :(


    (Wobei ich schon froh wäre, wenn es nicht an mir liegt. Sich im Strickverhalten nach Jahrzehnten irgendwie umgewöhnen zu müssen, wäre nicht so toll, und vermutlich auch nicht wirklich von Erfolg gekrönt.)


    Leider wirkt sich das z.B. auch auf die Maschenprobe aus. Ich stricke eh schon fest, und wenn dann das Gestrick in der Breite um 1/4 kürzer wird, als es müsste, macht das weiter reichende Schwierigkeiten...


    Mal schauen, was andere noch dazu meinen.

  • Ich kann dazu nur sagen...Liane ist die Expertin...


    und bei mir ist es auch so, mal mehr, mal weniger...ich dachte es liegt an mir.

    Warum also Deine Maschenprobe nicht stimmt, verstehe ich nicht

    Viele Grüße
    Hedi

  • Zu dem Maschenbildproblem hab ich nichts sinnstiftendes auf Lager. (Ist mir bei dem, was ich stricke so noch nicht bewusst aufgefallen. Das könnte an allen möglichen Faktoren liegen...)


    Zur MaPro: Die ist 'ne Empfehlung.

    Wer die so 1 : 1 hinbekommt: Super.
    Hab ich noch nie geschafft. Ich probier dann rum - da ich recht fest stricke, ohne jetzt den Faden bewusst festzuhalten - ich geh mit der Nadelstärke rauf. Bis mir das Maschenbild und der Griff der Probe gefällt. (In der Regel lande ich 'ne Nadelstärke höher, als die Banderole vorschlägt. Also bei z.B. Nadelstärkenvorschlag 3 - 4 bin ich minimum mit 4,5, eher 5,5 zu gange. Kann aber auch auf 6 und mehr hochgehen, abhängig von Garn und Muster.)


    Und dann rechne ich. Weil... irgendwas passt immer nicht. Entweder Maschenzahl auf 10 cm, oder die Reihenzahl. Oft auch beides.
    Eine Anleitung einfach so nachstricken funzt für mich/bei mir nie*.

    (Selbst beim Sockenstricken bin etwas abseits der Tabellen unterwegs.)


    *Ausnahme: Lace.

    Einmal editiert, zuletzt von Aline ()

  • Bei Merinogarnen ist eine Maschenprobe und diese zu waschen unumgänglich. Merino weitet sich, wenn es gewaschen wird.


    Das hat aber nichts mit dem Maschenbild zu tun, sondern mit der Drehung der Merinowolle.

    2/3 meiner gestrickten Kleidung sind aus Merino, ich liebe dieses Garn und würde nie einen Pullover aus Sockengarn stricken bzw. tragen. :)

    Meine Strickjacken sind teilweise älter als 20 Jahre - stammen aus der ersten Zeit der Patchworkstrickerei - und die werden immer noch getragen und sind garnmäßig total schön.

    Wobei Dochtwolle nicht zu meinen Liebelingswollen gehört - schon gar nicht beim Zus.nähen von Strickteilen :(

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