Overlock auch für festere Stoffe Juki? Janome?

  • Hallo ihr fleißigen Hobbyschneiderinnen, heute war ich das 1. Mal unterwegs um nach einer Overlock-Maschine Ausschau zu halten. Ich war bei zwei Fachhändlern hier in Berlin und habe mir drei Maschinen angeschaut:


    Janome 8002
    Janome Jubilee 60788
    Juki MO-654DE


    Ich habe keine davon zur Probe genäht, hatte auch leider keine Stoffstücke mit und hab mich nicht getraut zu fragen ob ich mal nähen darf :(


    Zur letzt genannten Maschine wurde mit gesagt, dass diese robuster ist, mehr Leistung hat und somit besser auch für dickere Stoffe oder zum z.B. Sweathirt-Nähen geeignet ist. Da ich die Overlock dafür auch gern benutzen möchte, interessiert mich das natürlich sehr.


    Habt Ihr diese Erfahrungen auch gemacht? Könnt Ihr mir was zu den Maschinen sagen oder eigene Erfahrungen mitteilen? Vielleicht gibts ja auch noch andere Maschinen, die ihr mir empfehlen könnt. Mein preisliches Limit sind so 550,-.
    Danke schon mal vorab.
    Silke

  • Ich habe eine Bernina 800DL, und die ist robust, näht auch mehrere Lagen Sweat, bin seit vielen vielen Jahren super zufrieden.


    Vielleicht hilft Dir diese Alternative bei der Auswahl :)



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  • Guten Morgen,


    ich habe schon häufig gelesen (und mein Händler sagte das auch), dass Bernina-Overlocks eigentlich von Juki gebaut werden. Laut einer Vergleichstabelle, die ich im Netz gefunden habe, ist die Bernina 800DL das Pendant zur Juki 654DE...


    Ich habe mal kurz an einer MO-1000 von Juki gesessen und wr erstaunt, wie leise und laufruhig diese Maschine im Vergleich zu der daneben stehenden Babylock enlighten bzw. meiner brother zuhause ist. Allerdings weiß ich nicht, ob das auch für die 654 gilt, die gab es dort leider nicht... Vielleicht achtest Du mal auf die verschiedenen Geräusche, wenn Du noch mal zum Händler hingehst. Und trau Dich ruhig zu fragen, es ist wichtig, dass Du mit der Maschine klar kommst und nicht, dass der Händler schön damit nähen kann.


    LG Silvia

  • Im Normalfall sollte keine Overlockmaschine Probleme mit Sweat haben. Also zumindest meine günstige näht mehrere Lagen Sweat anstandslos, somit sollten die anderen das auch können.
    Ich habe einmal einen sehr festen Beutel aus Markisenstoff genäht. Damit der Stoff (ähnlich wie Canvas) versäubert ist, habe ich alles mit der Overlock versäubert. Mit 4-5 Lagen von diesem Material hatte sie gut zu tun und hat es auch gut geschafft. Das würde ich ihr im Nachhinein nicht mehr zumuten, sonst habe ich irgendwann nicht mehr so viel von ihr. :(
    Aber Sweat ist verglichen dazu kein schweres Material.

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  • Diese juki habe ich zweimal in der naehwerkstatt stehen.
    Man muss selten die fadenspannung korrigieren, dicke lagen wie doppelt buendchen Plus sweat sind problemlos. Und Sie machen sehr schöne rollsaeume.
    Nähen zuverlässig alle Materialien und sind angenehm leise.
    LG
    Ulrike

  • Ich kann nichts zur Maschine sagen aber auch ich würde, bei einem gezielten Overlock-Kauf, Sweat als Probestoff mitnehmen.


    Einlagig zusammennähen geht meist noch. Aber wehe, es kreuzen sich Nähte. Da hast Du plötzlich mal 4-6 Lagen Sweat-Stoff übereinander. Da kommt meine z.B. nicht mehr mit. Wenn dann noch eine Doppellage Jersey oder Bündchen mit ins Spiel kommen, geht nichts mehr.


    Als Gegenpol dann noch einen Chiffon (Rollsaum) und eventuell einen Jersey testen und dann siehst Du sicher schon wo die Stärken der jeweiligen Maschine liegen.


    Ich würde jetzt nicht erwarten, daß eine Maschine mit beiden Extremen perfekt klar kommt. Wäre schön, ist aber bei Nähmaschinen ja auch nicht zu haben... Aber es ist immer gut zu wissen, was man kauft - sofern man das beurteilen kann. (Bei meiner Overlock konnte ich das nicht beurteilen, wußte das aber auch und habe deswegen zur preisgünstigen 200-Euro-Klasse gegriffen. Heute wäre das anders. Aber der Lernprozess war nötig und ich würde es immer wieder genau so machen.)


    LG neko

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  • Aber es ist immer gut zu wissen, was man kauft - sofern man das beurteilen kann. (Bei meiner Overlock konnte ich das nicht beurteilen, wußte das aber auch und habe deswegen zur preisgünstigen 200-Euro-Klasse gegriffen. Heute wäre das anders. Aber der Lernprozess war nötig und ich würde es immer wieder genau so machen.)


    Ich greif mir jetzt mal einfach Dein Zitat raus :D


    Es wird immer gern geschrieben "soll Material XXX ordentlich nähen". Was meint man eigentlich genau damit? Ich denke und schreibe das auch immer so, aber wenn ich mich jetzt so frage, WAS meine Overlock denn da nicht ordentlich macht, kann ich das gar nicht so genau in Worte fassen...
    Es ist wohl am ehesten ein Transportproblem. Bei einer Nähmaschine hat man ja schon mal das Problem, dass sie dicke Stoffe nicht ordentlich näht, weil ihr einfach die Durchstichskraft fehlt. Dieses Problem hatt ich bei meiner Overlock noch nie; wenn es unschöne oder knubbelige Nähte gab, dann an Stellen, wie Du sie beschreibst (Nahtkreuzungen, Bündchen annähen), weil sie den Stoff nicht mehr gut transportiert bekommt und/oder die Lagen zueinander verschiebt (dummerweise auch, wenn ich vorher geheftet habe :mad:). Wenn der Füßchendruck zu locker ist, transportiert die Maschine nicht mehr richtig, ist er zu fest, dann verschieben sich die Lagen. Die Nadeln gehen jedoch immer problemlos durch den Stoff.


    Im Prinzip unterscheiden sich die erhältlichen Modelle technisch doch nicht großartig (wenn wir die Einfädel-/Spannungseigenheiten mal beiseite lassen), es gibt keinen Obertransport oder sonstige Transporthelfer. Sind die Ergebnisse denn dann wirklich unterschiedlich in den verschiedenen Preisklassen oder ist das nur subjektive Wahrnehmung?


    LG Silvia

  • Vielen Dank schon mal für die viele Antworten. Ich werde auf jeden Fall noch mal Probe nähen gehen und mich trauen zu fragen.
    LG Silke

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  • Achso... ja... also ich habe in der Regel mit Fehlstichen zu kämpfen. Und wenn sich über mehrere Stiche keine Naht mehr bildet (Nadeln) spreche ich von 'geht garnichts mehr'.
    Ignoriert man das, gibts als Folge gerne mal Fadensalat und großes Kuddelmuddel. Man sollte es also nicht komplett ignorieren ;) auch wenn sie sich hier und da auch wieder fängt.


    Einzelne Fehlstiche, insbesondere in der Sicherheitsnaht (bei 2 Nadeln die rechte), betrachte ich mit einem Stirnrunzeln und korrigiere das nur, wenn es eine sicherheitsrelevante Stelle ist, die eventuell beansprucht wird.


    Fehlstiche in der Hauptnadel gehen garnicht. Das sieht man von außen.


    Transportprobleme sehe ich hier und da mal auch an den Kreuzungen. Dann wird die Stichlänge unfreiwillig kürzer. Sicher ein Zeichen für Füßchendruck regulieren.


    Technisch müßte eigentlich jede Maschine mit er richtigen Kombination aus Fadenspannung, Füßchendruck und Nadelstärke klar kommen.
    Bei der Durchstichkaft habe ich bei meiner Overlock noch nie Probleme gehabt. Da gabs vorher ganz andere Sorgen, die ein weiternähen unterbunden haben. Das scheinen sie alle gut hinzubekommen. ABER: ein Auge drauf haben schadet trotzdem nicht!


    Geräuschentwicklung ist mMn. nur ein Nebending, das nichts mit tut oder tut nicht zu tun hat. Ich persönlich bevorzuge im Zerifelsfall auch die leisere Maschine, ich mag keinen Krach, das stört *mich*.


    LG neko

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