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Fadenspannung Overlock - Kaputt oder normal?

  • Ich hab da mal eine Frage an diejenigen mit Erfahrung mit Overlocks. Aber nicht mit den Babylocks, die alles selber machen... :D


    Wenn ich an meiner Overlock die Fadenspannung einstelle. (Zahlenwert völlig frei gewählt) Zum Beispiel alle 4 Fäden auf 3 (von 9) und dann mal dran ziehe stelle ich fest: da zieht sich jeder Faden anders schwer. Manche leicht, die linke Nadel richtig schwer... Ein Faden ist mir noch nicht gerissen. Aber links deutlich runterdrehen erhöht die Elastizität doch erheblich...


    Ist das normal oder sollten die Fäden alle gleich straff sein, wenn sie aus ihrer Spannung unten raus kommen? Oder ist das Modellabhängig?


    Ich habe auch schon mal versucht an diese Scheiben dranzukommen um zu sehen ob sich irgendwo was da dazwischen geschoben hat, was da nicht hingehört (putzen). Aber auch das scheint fast ein Ding der Unmöglichkeit zu werden. Ich gebs zu, ich hab versucht die Scheiben mit ihren Federn auszubauen. Bin aber sehr zeitig kläglich gescheitert.


    Auch habe ich keine Möglichkeit gefunden da irgendetwas nachzujustieren. (Bei meiner Nähmaschine habe ich das Zauberrädchen inzwischen gefunden) So als Gedanke, daß sie die Grundspannung der Scheiben verstellt haben könnte.


    Modell: Singer (jajaja, ich weiß, muß aber noch ein Weilchen durchhalten) 14SH654


    Problem verständlich? Hilfe???


    LG
    neko

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    • Offizieller Beitrag

    Meine 4, bzw 3 Fäden stehen nie bei der selben Spannung.
    Schau mal in deiner Anleitung, da stehen bestimmt Ca.-Werte für jeden Nahttyp.
    In diesem Bereich musst du für jeden Faden einzeln einstellen.

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  • Nanne, das isses nicht. Damit komme ich super klar. Es ist die Frage ob sie auf der gleichen Spannungszahl auch gleich straff sein sollten.


    Je nach Stich, Garntyp und Material variieren hier auch die Spannungen für eine Naht. Aber was nützen mir die Vorgaben, wenn die Teile an der Maschine 'falsche' Werte machen?


    Wobei so nebenbei erwähnt: 3-3-3-3 ist die Standard-Jersey-Einstellung :) Und da ist mir der Faden von Nadel ganz links verdächtig zu stramm und die Naht zu unelastisch (der reißt dann nämlich bei Zugbelastung). Aber das kann auch am Jersey liegen und es ist völlig ok, wenn ich die Spannung da auf 1 oder 0.5 runterdrehe, auch wenns so in der Anleitung nicht steht.


    Jetzt bin ich vorher nur noch nie auf die Idee gekommen das mal zu prüfen. Ich weiß also nicht, wie sie sich diesbezüglich am Anfang benommen hat. Sie hat genäht. Okay. Aber auch richtig?


    Aber das kann ich erst dann beurteilen, wenn ich weiß, daß ich mich auf die Zahl am Rädchen verlassen kann. Wenn die lustige Dinge tut, helfen mir auch keine Werte in der Anleitung.


    Ist das verständlich?


    LG
    neko

    • Offizieller Beitrag

    Es ist die Frage ob sie auf der gleichen Spannungszahl auch gleich straff sein sollten.


    Nein, müssen sie nicht, das wollte ich damit sagen, meine Einstellung ist bspw. bei Jersey zwischen 2-3-3-2 und 4-6-6-4, je nach Material und Stichlänge-und Breite

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  • Nanne: d.h. wenn Du sie alle auf 3 stellst und mal an jedem Faden einzeln per Hand ziehst, sind die alle unterschiedlich straff???


    (von mir aus auch auf 5 oder was auch immer, Hauptsache man kann erkennen ob alle in etwa gleich stark gespannt sind oder ob es da deutliche Unterschiede gibt.) Du sollst nicht damit nähen, das macht man dann mit der richtigen Verteilung.


    LG
    neko

  • Es kann durchaus sein, das sich mit der Zeit die Spannungen verändern, angefangen mit Flusen und Fadenresten zwischen den Spannungsscheiben, die man meistens ohne Demontage nicht sieht.
    Oder aber schlichtweg Verschleiß der einzelnen Andruckfedern. Bei einigen Overlocks kann man die Grundspannung wieder kalibrieren, bei Deiner Singer weis ich es nicht. Möglich ist es wahrscheinlich.

    m@rtin
    Erbsus Mechanicus Martinui


    Und täglich frisch: Kluger Leute schlaue Sprüche!


    Das perfekte Alter liegt irgendwo zwischen
    ›junger Ignorant‹ und ›alter Besserwisser‹.

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  • Martin: Okay, Du scheinst mein 'Problem' verstanden zu haben. Dann gehe ich mal mit viel Elan nachputzen. Die ist erst 2 Jahre alt oder so, da würde ich jetzt noch keinen echten Verschleiß der Federn erwarten - oder ist das durchaus häufiger mal der Fall?


    Und auch an Dich die Frage: muß die Spannung immer gleich sein oder darf sie variieren? Ich weiß nämlich nicht, wie das ab Werk war (wer kommt denn auch auf sowas? gleiche Zahl unterschiedlich gespannt?) Es könnte aber hilfreich sein, wenn ich weiß, daß das durchaus normal ist. (Dann such ich mir auch keinen Wolf nach nicht vorhandenen Fusseln irgendwo in den Eingeweiden der Maschine)


    LG
    neko

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  • Genau...und das war bei mir von Anfang an so und steht so auch im Manual.


    Das steht bei Dir im Manual??? *Interessant*. Dann schau ich meiner mal nur ein wenig auf die Finger...Fäden und beobachte mal. Und putze noch einmal mit viel Liebe und Elan durch. Ich habe mich nämlich schon so sehr dran gewöhnt, daß ich sie gar nicht weggeben mag. Auch nicht mal nur kurz zum Service :D


    LG
    neko

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  • Für einen Rollsaum ohne Bauschgarn habe ich auch 2-5-7 (den gibts nur mit 3 Fäden bei mir und ja, den Wert habe ich sogar im Kopf) und da darf dann jeder Faden auch anders straff sein.


    Ich will aber gerade warten/putzen und nicht nähen und dazu muss ich wissen, ob Stärke X bei jedem Faden gleich straff ist oder obs da Unterschiede gibt, die mir nur noch nie aufgefallen sind.


    LG
    neko

  • Ich will jetzt nicht lügen oder was falsches sagen, meine mich aber daran zu erinnern, das die einzelnen Spannungen unterschiedlich sind. Die Nadelfäden zueinander sind gleich, der Oberfaden etwas fester, der Unterfaden etwa um das anderthalbfache der Differenz zu den Nadelfäden leichter. Wären die Spannungen alle gleich(sozusagen alle auf 4) müßte dann 4-4-5-2,5 eingestellt werden. Mit dieser Einstellung werden dann die Anzeigerädchen alle wieder auf Grundkalibrierung von 3 oder 4 (kommt auf die Overlock an) gesetzt. Das heißt, obwohl die Fadenspannungen jetzt in Wirklichkeit verschieden sind, steht in der Anzeige durchgängig 3 oder 4 für alle Fäden. Hoffentlich konnte man das jetzt verstehen:confused:


    Das Reinigen der Spannungsscheiben geht am einfachsten, wenn man einen etwas stärkeren Faden mit Knoten im Abstand von 1-2cm versieht und anschliessend über die ganze Länge mehrmals vor und zurück durch die Spannungsscheiben zieht. manchmal hilft ein winziges Tröpfchen Öl auf diese Knotenkette auch hartnäckige Verschmutzungen und Fadenreste mit raus zu ziehen. Mehr kann ich Dir von hier aus leider im Moment nicht sagen, vielleicht kennt Stefan Deine Singer etwas besser als ich.

    m@rtin
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  • Danke Martin, das hilft mir schon ungemein. Dann klemmt in Nummer 1 scheinbar Dreck irgendwo dazwischen und Nummer 3 darf minimal straffer daherkommen als die daneben. Nummer 4 muss ich mal mit Gefühl hinschauen, die könnte dann aber auch passen.


    Super. Problem gelöst. Wenn Stefan jetzt noch schreibt: Jawoll, ist so. Dann kann ich wieder völlig beruhigt schlafen und mein Teilchen streicheln, anstatt es angenervt einem Techniker in die Hand zudrücken, der am Ende nur milde lächelnd mit den Achseln zuckt und sagt: basst doch. Was hamse denn?


    LG
    neko

  • ...sooo neko...


    ...habe das Service-Manual für die Singer 14SH654 auf meinem Server...da kannst Du auf Seite 27 schauen, wie die Grundeinstellung der Oberfadenspannungen eingestellt werden kann...


    ...und ja...die Grundeinstellung ist schon so, dass alle Oberfäden bei gleicher "Zahl" auch gleiche Spannung haben sollen, wobei das gilt was Martin oben beschrieben hat...das müsste Dir bei Deinem Problem helfen...


    Gruss aus der Schweiz
    Stefan


    P.S. ...auf "Gramm-Angaben" bei der Spannungseinstellung gebe ich nicht viel...ich stelle immer so ein, dass eine (fast)perfekte Naht auf einem Standard-Stoff entsteht...dann stelle ich die "Anzeigen der Einstellräder" bei dieser Fadenspannung auf Mittelstellung...also etwa 4...das entspricht in der Praxis ungefähr den Werten von Martin....so hat man praxisgerechte "Normaleinstellungen"...

    Gruss aus der Schweiz
    Stefan

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  • Oh!!! Es gibt ein Service-Manual!!! :herz: GEIL!!! Das speicher ich mir doch gleich mal weg und studier es heute Abend zusammen mit meiner kleinen Süßen.


    Danke! :herz:
    Damit sollte ich es hinbekommen. Sofern ich keine Ersatzteile brauche. Die Fadenspannung von Nadel 1 und 2 ist nämlich schon mal alles andere als gleich (trotz liebevoll putzen) und die anderen passen auch nicht zum Schema. Da ist irgendwas grob im Argen. Und wenn ich es dann richtig ordentlich verbastelt habe, kann ich sie immer noch zum Service tragen ;)


    Der Praxistipp gefällt mir. Was ist bei Dir ein Normstoff? Baumwolle mit 150g/qm?


    LG
    neko

  • ...die 14SH654 ist "reparaturtechnisch" leider eine "Einweg-Maschine"...nicht dass man sie nicht reparieren könnte...aber Erstzteile wirst Du höchstwahrscheinlich keine bekommen...aber ich denke, dass es keine braucht...ist vermutlich nur eine Einstellungs-Sache...ausser es wäre ein Kunststoff-Teil gebrochen :confused:...kontrolliere aber den Spannungs-Auslösungs-Mechanismus bei Füsschen hoch/tief ganz genau, ob bei "Füsschen tief" auch alle Spannungen sauber "freigeschaltet" sind...oder ob der Mechanismus bei abgesenktem Füsschen immer noch ein wenig die Spannungscheiben löst...


    Gruss aus der Schweiz
    Stefan


    P.S.
    ...Dein vorgeschlagener Baumwollstoff mit 150g/qm eignet sich...damit "schnurpfst" Du 2 Teile aneinander...halt wie immer...und stellst ein, bis Dir die Naht gefällt...dann Anzeigen auf 4...das wäre dann "Normierung à la Neko" ;)

    Gruss aus der Schweiz
    Stefan

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  • Bei meiner Ovi stehen beim "normalen" Locken auch alle Fadespannungen auf 4.;)

    Liebe Grüße
    Anja


    Mit dem Nähen ist es ein bisschen wie mit dem Sex, aus Spaß an der Freude ist es eine tolle Sache, aber für Geld möchte ich es nicht machen.:D

  • ...die 14SH654 ist "reparaturtechnisch" leider eine "Einweg-Maschine"...nicht dass man sie nicht reparieren könnte...aber Erstzteile wirst Du höchstwahrscheinlich keine bekommen...


    Das habe ich so erwartet... Aber ich denke auch, es braucht (noch) keine. Das ist so hinzubekommen. Das angesprochene "Spannungs-Auslösungs-Mechanismus bei Füsschen hoch/tief " könnte tatsächlich hängen. Aber dank Service-Heft finde ich das bestimmt. Danke nochmal.


    LG
    neko

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  • Ich will noch einmal danke sagen. Die 'Einstellschraube' hätte ich so nie gefunden. Ich habe auf der Rückseite nach irgendeinem Stellschräubchen gesucht gehabt...und bin dabei über den Füßchendruck gestolpert ;) (den durfte ich dann auch gleich noch einmal nachjustieren).


    Jetzt passt es sogar alles auch wieder halbwegs mit der Anleitung zusammen.


    Ich stelle fest: Die Aktion hat mir gut getan. Ich habe ein wenig meine Angst vor der Fadenspannung verloren und gehe da jetzt doch deutlich entspannter und flexibler dran. Was? Nicht 3? Sondern 3.25? Wenns der Naht gut tut, kanns ja nicht falsch sein :)


    Außerdem habe ich mich endlich mal ausgiebig mit der Verteilung meiner Fäden in der Maschine auseinandergesetzt. Die Nadeln sind ja klar, nur die Untergreiferfäden, da wußte ich nie, welcher wo her kommt. Jetzt kann ich es mir vielleicht sogar merken. Und wenns mal wieder nicht ganz passt, gleich das richtige Rädchen anfassen.


    Also: Problem gelöst. Thread kann geschlossen werden. Das verlinkte Serviceheft ist ausgesprochen hilfreich! (engl. aber gut bebildert)


    LG
    neko

  • Hallo,
    es kann bei Overlock Maschinen durchaus normal sein, dass obwohl die Spannungsregler auf die gleiche Zahl eingestellt sind, trotzdem eine unterschiedliche Spannung auf dem Faden ist.
    Es kann Werkseitig durchaus so gewollt sein, dass durch die unterschiedlichen "internen"Spannungswerte eben entsprechende Nähte erzielt werden können. Die Ziffern dienen demjenigen als Bedienungserleichterung, ob die Spannung dann strenger oder lockerer gestellt werden kann.

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