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Wie heißt man Stickerinnen, die Löcher fast unsichtbar zusticken können?

  • Jetzt hoffe ich einmal hier bei den Stickerinnen einen Hinweis auf den richtigen Begriff zu bekommen.


    Ich bilde mir ein früher waren das Kunststickerinnen. Wenn jemand früher, ganz egal, ob mit einem wertvollen Wollmantel oder einem Bettbezug zu der Stickerin kam, dann konnte sie Löcher in diesen Teilen fast unsichtbar reparieren.


    Natürlich weiß ich, dass es davon nicht mehr viel geben wird. Umso überraschter war ich, als ich Kunststickerin in die Websuche eingegeben habe. Sogar drei in meiner Nähe - nur das sind alles nur welche, die Stickarbeiten anbieten, bis hin zu Schützenfahnen, etc. Aber nicht das Ausbessern von Löchern. Ich habe sie angerufen, aber sie konnten mir auch nicht weiterhelfen.


    Wie heißen denn nun diese Stickerinnen, die noch Löcher wirklich fast unsichtbar zusticken können?

    LG rufie

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  • Ich kenne das als "Kunststopfen", kenne aber leider auch niemanden, der es noch beherrscht. Hab aber online welche gefunden.


    LG

    Tina

    Jeder Tag in meinem Leben ist ein weißes Blatt, das nur darauf wartet, beschrieben zu werden ...

    Edited once, last by Stickmami ().

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  • Kunststopfen ist richtig. Gib das mal bei Google ein und du wirst dich wundern.

    Liebe Grüße

    Walter


    Bist Du wütend zähl bis vier, hilft das nicht dann explodier! Wilhelm Busch


  • KunstSTOPFEN!

    Danke, ihr seid genial! Also hatte es etwas mit Kunst zu tun - ist es in meinen Augen auch, aber der zweite Wortteil war anders.


    Dann begebe ich mich nun einmal auf die Suche. Nochmals danke!

    LG rufie

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  • Gerne, in Düsseldorf kamen 3 raus, dann in Neuss und Burscheid und noch eineige im weiteren Umkreis.

    Liebe Grüße

    Walter


    Bist Du wütend zähl bis vier, hilft das nicht dann explodier! Wilhelm Busch


  • Hallo, es gibt noch eine Dame in Frankfurt/M in der Innenstadt und in Remagen. Da schicke ich meine Leute hin. Es ist nur ein "Anlernberuf" es gibt meines Wissens keine richtige Lehre. LG Josefa

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  • Ich habe nun einmal online geschaut und in der Tat einige gefunden. Ich schäme mich, dass ich wieder einmal ein Vorurteil freiem Lauf gegeben habe, denn ich war absolut glücklich eine Kunststopferin in Sachsen gefunden zu haben aus einer Gegend, wo ich weiß, da war Spitze und das Ausbessern von Spitzen sowie Weißware früher eine Hochburg.

    Glücklicherweise hatte die Anbieterin auf der Webseite Beispielsbilder. Also Brandlöcher in Wollmäntel und Blazer und kaputte Spitzen hat sie wirklich hervorragend gestopft. Dann war da aber ein Bild in der Galerie von Weißware, Leinen, und da war ich geschockt. So hätte ich das auch hinbekommen. Im Gegenteil vielleicht sogar noch etwas besser. Also das hätte ich nicht als Beispielsbild in die Galerie aufgenommen.


    Vom jemand in Nürnberg gibt es auch gute Rückmeldung von Kunden, da weiß ich aber nicht, ob man das auch schicken könnte.


    Auf jeden Fall danke für den Begriff, ich bin mir sicher, ich finde jemanden.

    LG rufie

  • Ich bin mit meinem neuen Hosenanzug aus dem "Westpaket" gestürzt(ich war 8).

    Die tolle rote Hose aus Strickstoff hatte ein Loch im Knie und wurde dann auch kunstgestopft .Man hat es noch gesehen,aber kaum.

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  • Ich mische mich mal ein und sage, ich hatte eine Kollegin bei prym,. die hatte das als Ausbildungsberuf - Kunststopferin. Zumindest "früher" muss es das gegeben haben.


    Ich habe vergangenes Jahr aus Neugier und Spaß an der Sache mal eine Laufmasche in der Strumpfhose repassiert und sie ist immer noch (ich trage aber selten welche) in Benutzung. Wer erinnert sich daran, dass man diese abgegeben hatte und dann nach ein paar Tagen (Wochen) wieder bekam?

    Viele Grüße
    Anne


    5. Mose 26 V.17

  • Liebe Anne, da kann ich mich noch gut erinnern. Wir mussten immer in die Stadt fahren und die Strümpfe und nachher Strumpfhosen abzugeben. Wir wohnten auf dem flachen Land.

    LG

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  • oh ja, Laufmaschen repassieren, kenne ich auch noch, meine Schwiegermutter hat das professionell gemacht, ich habe noch ihre Repassiermaschine hier stehen. Hat "damals" eine Masche 10 Pfennige gekostet.

    Aber heute wirft man ja schneller die Strümpfe weg, schade eigentlich.

    Irmi

  • Meine Oma trug noch Seidenstrümpfe mit Strumpfhalter. Die wurden auch repariert wenn sich eine Laufmasche gebildet hat. Meine Mama hatte schon Nylons, die waren billiger als die guten Seidenstrümpfe. Da war das Reparieren zu teuer später.

    Liebe Grüße

    Walter


    Bist Du wütend zähl bis vier, hilft das nicht dann explodier! Wilhelm Busch


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  • Bei uns kostete ja eine Feinstrumpfhose 15 DDR-Mark...ungefähr.

    Aber egal ob Geschenke von der Verwandtschaft oder hier gekauft, zur Reparatur wurde bei uns alles zum DLK (Dienstleistungskombinat) gebracht und nach ca. 14 Tagen konnte man alles wieder abholen-egal,ob Strumpfhosen oder defekte Haushaltsgeräte.

  • Quote

    Meine Oma trug noch Seidenstrümpfe mit Strumpfhalter

    trag ich heute noch...ausschliesslich

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.
    Voltaire
    Gruß
    Nanne

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  • Oh, das kenne ich auch noch. Meine Großtante hat mit ihrem Können die ganze Familie nach dem Krieg ernährt. Ich habe noch so ein besonderes Stopfei von ihr, in das eine hauchdünne "Häkelnadel" untergebracht war und das an einer Seite so eine Rinne hatte, dass man da die Maschen repassieren konnte. Das war wohl für echte Seidenstrümpfe damals.


    Die Großtante selbst hatte noch nicht geheiratet und die eine Schwester, meine Oma, hatte meinen Vater als Kleinkind und der Opa war viele Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft. Die andere Schwester war nierenkrank und da sie durch den Krieg lange Zeit ihr benötigten Medikamente nicht bekam und es ihr schlecht ging, brauchte man Geld für ihre Behandlung.


    Meine Großtante arbeitete in einem Mieder- und Kurzwarengeschäft. Dort haben sie z. B. diese BHs gemacht, wo die Cups aus spiralförmig zusammengenähten Bändern hergestellt wurden. Also diese leichten "Filtertüten"-Formen. Das wurde im Akkord bezahlt. Meine Großtante muss das wohl genial genäht haben, andere eher Richtung Kuhfladen oder Spitzbergen, wie sie das immer nannte. :rofl: Sie verdiente relativ gut damit. Sobald sie zu Hause war, wurden u.a. die Seidenstrümpfe repariert - das war Heimarbeit von dem Geschäft.

    LG rufie

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