Ich bezeichne mich als Lehrling und ich habe mein erstes Kleid zu meinem Abiball im vorigen Jahrhundert genäht. Alles was dann folgte war kein Hobby sondern ein Muß und ich hätte lieber andere Handarbeiten gemacht.
Ich weiß auch nicht, reißt man,zieht man einen Faden oder schneidet man wild oder mit Rollenschneider oder Schere professionell im Stoffladen ab...Ich lerne aber ständig weiter...und freue mich auch, wenn ich mal einen Rat geben kann...wenn er erwünscht ist.
Was ich aber feststelle, je mehr ich mich jetzt "Hobby-mäßig" mit dem Nähen beschäftige, um so höher werden meine Ansprüche und um so unzufriedener bin ich....
Deshalb verblüfft mich immer wieder dieses Selbstbewußtsein, mit dem viele Sachen und viel Halbwissen präsentiert werden. Wenn man nach einer Problemlösung sucht stößt man auf so viel Müll, daß es für Nähanfänger echt schwierig ist,sich nichts "Falsches" anzueignen...
Trotzdem bin ich aber dankbar für diese Welle der vielen "Neunäher"...es hat uns doch eine Menge neuer Stoffe mit wunderschönen Mustern gebracht. Noch vor zehn Jahren gab es kaum Jersey Stoffe in den Läden, heute hat man das Problem....wie komme ich mit nur einem oder zwei Stoffen aus dem Laden.

