Was genau bewirkt der denn tatsächlich in der Praxis?
Ich schreibe hier gerade mal, was ich zu meiner eigenen Frage zum Boxtransport recherchiert habe:
Im Handbuch zur Juki DDL 9000 sind auf S. 62 die verschieden Transport-Möglichkeiten mit deren Vorteilen erklärt, weil die Art des Transportes bei dieser Maschine einstellbar ist. Zum Boxtransport heißt es dort als Erklärung, dass der Vorteil zum einen darin liegt, dass das „bent-needle problem“ nicht auftritt, weil der Transporteur ganz gerade heruntergeht, wenn die Nadel abgesenkt wird. Und zum anderen darin, dass sich die Stichlänge nicht großartig verstellt, wenn die Höhe des Transporteurs verstellt wird. (Was ja in der Werkstatt passieren kann, aber eigentlich nicht passieren sollte, oder?)
Das sind jetzt interessanterweise beides nicht die Vorteile, die ich theoretisch erwartet hätte … Ein zuverlässigeres frühes Greifen des Stoffes behauptet Juki hier gar nicht.
Vor allem geht es anscheinend um eine geringere Wahrscheinlichkeit von Fehlstichen. Das ist bei einer Maschine, die 5000 Stiche pro Minute macht, aber natürlich noch mal etwas ganz anderes als bei einer Haushaltsnähmaschine oder bei einem „Schnellnäher“. Interessanterweise besteht ein Teil der Lösung des Problems offenbar darin die Stichgeschwindigkeit auf die Hälfte (2500 Stiche pro Minute) zu reduzieren.
Vielleicht ist es also gar kein Wunder, dass Juki zum Boxtransport in der Werbung so wenig erläutert. Dann doch lieber die Phantasie der potentiellen Kunden beflügeln ... 