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Beiträge von Muppet

    ... soweit ich weiß, gibt es den "low shank"- und den "high shank"-Standard.

    Ich kann mir aber nicht merken, welcher der für die Haushalts-Schnellnäher ist :o ...

    die Haushaltschnellnäher sind alle "high shank".

    Aber leider: Montier mal einen "high shank"-Fuß einer Haushaltsnähmaschine an einen Schnellnäher und lass dann ganz vorsichtig (bei ausgeschaltetem Strom mit Handrad!) die Nadel runter. Bei mir landet die Nadel dann zuverlässig um Fuß und würde abbrechen. Die Industrie hat hier offensichtlich einen anderen Standard, bei dem die Nadel etwas anders zum Fuß positioniert ist. Deshalb musste ich mir für die Janome HD9 leider auch noch mal einen höllisch teuren Free-Motion Fuß kaufen, obwohl ich für die Janome MC8900 schon einen hatte.

    ... ich hab noch mal geschaut:
    Bei der Brother ist die Stichplatte tatsächlich auch etwas höher als der Rest des Korpus.

    Aber die Ränder sind so sanft gerundet, dass das überhaupt nicht stört - es war mir bis jetzt ja nicht mal aufgefallen :o ...

    Danke, dass du nachgeschaut hast! :) Bei mir ist es auch so, dass es mich an der HD9 bisher die meiste Zeit nicht stört. Das war jetzt nur, als die umgeklappte Naht, über die ich drüber nähen wollte, in Richtung Stichplatte zeigte, so dass sie an der Stufe etwas hängen blieb.


    Die sanfte Rundung hat auch die HD9. Wäre ja auch ein starkes Stück, wenn da eine harte Kante wäre!

    Das ist es ja, was ich so toll finde bei der Geradstichmaschine: dass man keine Sonderfüßchen-Orgie veranstalten muss, um sein Zeuch feddich zu kriegen 😉.

    Ja, der wichtigste Fuß ist einfach schon dran. :):thumbup: Ich weiß diesen Fuß mehr und mehr zu schätzen und wechsele ihn nur, wenn es wirklich sein muss.


    Die ganzen Influencer bei Youtube machen das natürlich anders, denn die verdienen ja daran. Wenn man sich aber die ansieht, die eher nähen als influencen ;), dann machen die auch fast alles mit dem Standardfuß.

    ich dachte die Stichplatte könnte dicker sein. So wäre das Ersatzteil angenehmer... war nur so eine Idee.

    Bei gleichbleibendem Hub des Transporteurs beeinflusst die Stärke der Stichplatte ja, wie weit der Transporteur am höchsten Punkt über die Stichplatte hinausragt. Das kann man durch Auswechseln der Stichplatte anpassen, wie es ja bei der Janome HD9 und Bernette b08 auch gemacht wird. Der Transporteur soll bei der HD9 so eingestellt sein, dass er 0,9mm über die Stichplatte herausragt mit einer Toleranz von +/- 0,1mm.


    Eine dünnere Stichplatte zu verwenden würde also bedeuten, dass die Maschine dann in die Werkstatt müsste, um den Hub des Transporteurs wieder niedriger einzustellen. In welchem Bereich das möglich ist, kann ich nicht beurteilen.


    Meine bisherige Hypothese, warum die Stichplatte überhaupt heraussteht, ist Präzision bei der Fertigung: Wenn man die Stichplatte entfernt, sieht man, dass das Gehäuse darunter zur Begradigung ausgefräst ist. Würde man die Stichplatte mit der Arbeitsfläche exakt bündig machen wollen, bräuchte das eine sehr hohe Präzision bei dieser Ausfräsung. Sonst würde es leicht so aussehen, als wenn die Stichplatte minimal "nicht passt". Und das wirkt komisch und ungewollt. Hier greift dann das Motto "Was du nicht kaschieren kannst, sollst du betonen." (Das ist zum Beispiel das Prinzip der Schattenfuge beim Möbelbau.) Also wird die Stichplatte betont überstehen gelassen, so dass es so aussieht, als wäre es gewollt.

    Interessant wären hier Erfahrungen mit den Füßchen-Sammlungen für die Schnellnäher, die es für sehr wenig Geld zu kaufen gibt. Wer hat so eine und mag darüber berichten?


    Anscheinend ist es ja so, dass es so etwas wie einen Industrie-Standard gibt, der von Juki, Janome und Brother gleichermaßen verwendet wird, so dass die Füßchen untereinander austauschbar sind. Stimmt das so?


    Irgendwo habe ich (wenn ich mich jetzt richtig erinnere) mal eine Nachricht von Tanja711 gesehen, wo sie schrieb , dass Sie den Ausgleichsfuß aus solch einer Sammlung nicht so prall fand (wegen Federdruck oder so) und deshalb den von Juki genommen hat. Ich habe daraufhin den von Juki gekauft. Und siehe da - er passt auch bei der HD9.

    Genau deshalb hab ich mich damals für die Brother entschieden ...

    Also, soweit ich es auf den Bildern der aktuellen Brother PQ 1600S sehen kann, ist es da genau so, wie bei der Janome HD9 oder Bernette 08, dass die Stichplatte über die Arbeitsfläche ein Stück erhaben ist bzw. heraussteht. Das ist mir gerade bei den Bilden in den Kleinanzeigen aufgefallen. Das kann doch kein Design-Zufall sein, sondern muss irgendeinen Sinn haben, oder? :/

    Die Bernette wird beworben mit "Strebe nach Geschwindigkeit". Das finde ich nun keine so gute Idee, denn danach will ich nicht streben. Da die Maschinen als "Schnellnäher" vermarktet werden und nicht als "Geradausnäher", muss das vielleicht so sein. Aber wie wäre es mit "Strebe geradeaus"?

    Ich meine gelesen zu haben, sie hätte (mindestens) 2 Stichplatten unterschiedlicher Stärke - die dünnere lässt den Transporteur weiter rausgucken und dadurch kräftiger "zupacken", während die dickere Stichplatte den Tr. entschärft und folglich für feinere Stoffe geeigneter macht.

    Ja, das steht hier in meiner dritten Nachricht in diesem Thread:

    • Die normale Stichplatte ist 2,2 mm stark und ca. 1 mm über die Grundplatte erhaben.
    • Die Stichplatte für feine Stoffe ist 2,4 mm stark, "versenkt" den Transport also um 0,2mm (ca. 20%).
    • Die Free-Motion-Stichplatte ist 3,2 mm stark und versenkt den Transport komplett. Die Stichplatte ist dann ca. 2mm über die Grundplatte erhaben.

    Meine Frage ist: Wozu steht schon die dünnste Stichplatte so weit raus?

    Im Handbuch zur Juki DDL 9000 sind auf S. 62 die verschieden Transport-Möglichkeiten mit deren Vorteilen erklärt, weil die Art des Transportes bei dieser Maschine einstellbar ist. Zum Boxtransport heißt es dort als Erklärung, dass der Vorteil zum einen darin liegt, dass das „bent-needle problem“ nicht auftritt, weil der Transporteur ganz gerade heruntergeht, wenn die Nadel abgesenkt wird. Und zum anderen darin, dass sich die Stichlänge nicht großartig verstellt, wenn die Höhe des Transporteurs verstellt wird. (Was ja in der Werkstatt passieren kann, aber eigentlich nicht passieren sollte, oder?)

    Hier ein guter Artikel zu Problemen mit einer verbogenen Nadel.

    Heute ist Piecing für Anfänger (also mich) dran. Ich habe hier noch einen „red and white gatherings“ Charm-Pack und will mal den 1/4“ Patchwork-Fuß von Janome ausprobieren. Ich wähle dazu eine 75er HLx5 Schmetz Nadel.


    Aus einem Stück Eschenholz aus dem Brennholz-Stapel hobele ich mir noch schnell einen Hightech-Clapper. ;)


    clapper.jpg


    Die HD9 hat schön viel Platz, so dass ich die Patches auch einfach im Durchlass stapeln kann.


    platz.jpg


    Da das jetzt schon mein zweites Patchwork-Stück ist :), habe ich zwischendurch bei YouTube gespickt, wie ich es besser machen kann als beim ersten Mal.


    Dieses Mal bügele ich die Nähte deshalb nicht auseinander, sondern mal alle zur einen Seite und mal alle zur anderen. Außerdem habe ich inzwischen schon ein Stück weit gelernt beim Nähen mit den Fingerkuppen hinzuspüren. Es ist schon faszinierend, wie gut das dann auf einmal geht! Plötzlich treffen sich die (meisten) Nähte an den Nahtkreuzungen, als hätten sie überhaupt nichts besseres zu tun. 8)


    Die HD9 stand dem an fast keiner Stelle im Weg, sondern hat einfach das gemacht, was ich von ihr wollte. :thumbup:


    Gestört hat mich lediglich die um 1mm erhabene Stichplatte. Und zwar immer dann, wenn ich über eine unten liegende Naht nähen musste, die Richtung Stichplatte zeigte. Die blieb an der Kante der Stichplatte dann immer ein kleines bischen hängen. Was ich dabei sehr hilfreich fand: Ich habe mir aus dem Land der aufgehenden Sonne für knapp vier Euro so ein kleines Buchenholz-Stiletto kommen lassen. Damit konnte ich dann leicht unter den Stoff fahren und es vor dem Nähfuß wieder richten. Wenn die Naht in die andere Richtung zeigte, gab es an der Stelle natürlich überhaupt kein Problem ...


    Chaining kann ich leider offensichtlich noch nicht gut. Wie ich gemerkt habe, darf man bei abgesenkter Nadelposition das vorangehende Stoffstück nicht noch ein Stück weiter ziehen, weil man damit den „slack“ (ich weiß leider nicht, wie das auf Deutsch heißt) aus dem Fadengeber nimmt. Da ist mir dann einmal der Faden gerissen. Anschließend habe ich den Faden lieber immer abgeschnitten (geht ja luxuriös einfach) und wieder neu angesetzt.


    Was mir allerdings leider immer mal wieder passiert, ist, dass ich den Faden beim Losnähen nicht festhalte. Das muss ich mir noch besser angewöhnen …


    Wenn ich den Stoff vor dem Losnähen bis an die Nadel geschoben habe, wurde er ausnahmslos vom ersten Stich an einwandfrei transportiert. :thumbup:


    Als ich dann das Auseinanderbügeln zur „Windmühle“ ausprobieren wollte, fiel mir auf, dass das so nicht ging. Da bin ich vorher wohl doch an einer Stelle falsch abgebogen… So bin ich aber auch schon sehr zufrieden, und ich habe ja noch ein paar Charm-Packs …


    Gut gefällt mir, dass man an der HD9 die Spule aufspulen kann ohne auszufädeln.


    Und was ich wirklich klasse finde ist die Laufruhe der Maschine. :):thumbup: Es ist mir an keiner Stelle gelungen meine Tischplatte auch nur ein winziges bisschen zum Schwingen zu bringen.


    Der 1/4“ Patchwork-Fuß hat sich für mich bewährt. Ich fand ihn sehr hilfreich. Bei dem, was ich gemacht habe, war das jetzt allerdings vermutlich auch keine große Herausforderung.


    Die Nähte noch mal knappkantig absteppen (das Ganze soll ein Kissenbezug ohne Quilten werden) und die letzte Runde einmal drum herum habe ich dann wieder mit dem Standard-Fuß gemacht. Das ist inzwischen mein Lieblings-Fuß geworden.

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