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Beiträge von Devil's Dance

    Zu all den bisher geäußerten Überlegungen möchte ich noch hinzufügen, dass wir in einer schnelllebigen Zeit leben.

    Während es noch vor einigen Jahrzehnten absolut üblich war, einen Mantel, ein Kostüm oder ein Anzug anzuschaffen (kaufen, nähen was weiß ich) für eine - sagen wir mal - längere Lebensepoche, ist das heute wohl kaum noch der Fall.

    ... und DAS ist das was mich am meisten grämt ...

    Ich nähe so hochwertig wie möglich und trage die Sachen dann auch so lange, bis sie hinüber sind.

    Was diese ex-und-hopp-Mentalität im Bezug auf Kleidung anrichtet, kann man hier nachlesen ...

    Die Grundaussage war ja, soweit ich es verstanden hatte, es gäbe keine Diskussionen über Maßgeschneidertes mehr, weil jetzt, nachdem es nicht mehr ins Büro geht, nur noch Jeans und Shirt getragen würden und es dafür keine Passform etc. in dem Ausmass braucht.

    Passform ist das eine - die "braucht" man auch bei T-Shirt & co. ...

    Aber die traditionellen Verarbeitungstechniken, die man braucht, um einen Blazer oder einen Mantel zu nähen - oder eine Jacke im Chanel-Style - interessieren nur noch wenige ...

    Schade eigentlich :weinen:

    ... natürlich, Jeans + Shirt gibt es in allen Abstufungen von "grauenvoll" bis "richtig chic".

    Naja, die ursprüngliche Aussage war ja

    Zwischen Jeans und Shirt und Cashmere-Kostüm mit Seidenbluse sehe ich noch eine weite Spannweite an Kleidung, über die man fachsimpeln könnte und mit der man nicht overdressed ist. Ein Baumwollkleid, das man zum Einkaufen oder mal in ein Restaurant anzieht, darf doch durchaus auch schön und passgenau genäht sein.

    ... absolut richtig :herz: !

    Trotzdem gibt es leider nicht mehr so viel Austausch über das Nähen von Kleidung jenseits von T-Shirt/Sweatshirt/Hoody (oder wie das heißt :pfeifen: ) ...

    Ich finde mich oft als einzige im Supermarkt/im Restaurant/in der Kirche, im Konzert, die Kleid, Rock + Blazer oder geschneiderte Hose trägt.

    Ich dachte immer, das sei so ein Ossi-Problem, aber hier in S-H ist es auch nicht anders ...

    ... hm :confused: , ein dickerer Unterfaden macht nicht zwangsläufig Probleme ...

    (such mal "bobbinwork")

    Was für eine Maschine hast du denn?

    Bei Maschinen mit großer möglicher Stichbreite ist das Stichloch ziemlich breit, da muss man u.U. sehr sorgfältig arbeiten, damit der Stoff nicht eingezogen wird

    Ich hatte mit Frottee bisher keine Probleme, aber es kann hilfreich sein, z.B. Seidenpapier (oder einfach Zeitungspapier) unterzulegen - muss man dann halt rausfriemeln.

    Wenn die Maschine zickig ist, immer beim Losnähen beide Fäden hinten festhalten.

    Bei meinen Maschinen reicht es allerdings, den Oberfaden unter den Fuß zu klemmen ...

    ... also, erst mal:

    Ich finde, es sieht ziemlich gut aus :daumen: .

    Um es um Rundungen zu nähen, eignet sich diagonal geschnittenes Band besser als ein gerade gewobenes. Das wäre aber in der Tat eher eingeschlagen zu verwenden, weil ja sonst die Schnittkanten "nackig" liegen.

    Es bleibt aber in jedem Falle eine echte Frickelei - muss man mögen ;) ...

    Nanne hat recht, Heften kann helfen. bei so stabilem Zeug könnte man auch Kleben in Erwägung ziehen - ich hab sowas wie Pritt-Stift immer in greifbarer Nähe.

    Erwarte nicht zu viel Hilfe von "Bandeinfassern"

    Ich hab mir die auch ganz enthusiastisch für meine Covermaschine gekauft, aber das braucht sooooo viel Übung :pfeifen: - dafür bin ich schon wieder zu ungeduldig :o .
    In der Zeit kriege ich das Einfassband auch so angenäht :cool:

    Weil es auch beim Verständnis um einen Maßschneider unterschiedliche Vorstellungen geben kann ... meine Frage: Ist ein Maßschneider jemand, der in seinem eigenen Atelier. in eigener Arbeit und mit eigenen Maschinen nach selbst angefertigten Schnitt, Bekleidung für Kunden herstellt ? Oder kann das auch industriell hergestellte Einzelanfertigung sein, wie Maßkonfektion ?

    ...,ja, ich denke, unter "Maßschneider" verstehen wir Maßschneider ;) .

    Sowas wie Sebastian ...
    Ich behaupte nicht, dass in der Maßkonfektion nicht auch Maßschneider beschäftigt sind, aber die arbeiten unter einem ganz anderen Kostendruck und werden sicherlich den ein oder anderen Arbeitsschritt in der einfacheren Variante gegenüber dem Maßatelier ausführen.

    Dazu gibt es ein tolles Lehrvideo von Alison Smith auf Craftsy: "Essential Guide to Tailoring: Structure & Shape". Da erklärt sie, wie man einen Blazer ganz traditionell näht (mit handpikierten Einlagen und selbst gebauten Schulterpolstern z.B.) - oder eben zeitsparend mit moderneren Methoden.


    Also da muss man als Laie ganz umdenken. Als Laie betrachtet man eine Covernaht als etwas praktisches, da einfach herzustellen (wenn die Maschine das macht) und sie ist elastisch und die Stoffkante durch das Covern geschützt. Für eine Schneiderin ... optisch unästhetisch, da die Naht nur vom technischen Vermögen einer Maschine Zeugnis gibt, nicht aber von der handwerklichen Fachkenntnis der Person.

    Natürlich ist eine Covernaht praktisch, und wenn ich mir ein Freizeit-Shirt nähe - oder Kinderkleidung - dann benutze ich natürlich die Covermaschine - und die Overlock ...


    Aber wenn ich mir einen Blazer oder einen Wintermantel aus Wolltuch nähe, brauche ich kaum was anderes als den Geradstich.

    Und von dem sieht man auch nix, weil die Sachen gefüttert sind und alle Nähte innen liegen :pfeifen:

    Du hast sie schon?

    Dann hoffe ich mal, dass meine auch bald im Briefkasten liegt. :biggrin:

    LG

    ... ja, ich hab sie tatsächlich am 7(?) Oktober im Briefkasten gehabt - aber das hat sich ja inzwischen aufgeklärt :cool: ...


    btw., wenn der eine oder die andere das Heft vor der Nase hat:
    die Modelle 124, 125 und 130 hab ich mir kopiert

    Den Rock werde ich aber ein bisschen anders machen: kürzer und nicht durchgeknöpft, sondern mit Jeans-front fly und hinterem Gehschlitz.

    ... und gefüttert natürlich :o ...

    ...so, nun will ich euch erst mal erzählen, was ich inzwischen fertig habe und was in Arbeit ist.

    Der Ärmelschal

    Ärmelschal

    der Kleiderrock

    Kleid "zum was drunterziehen"

    und der Rock

    Wadenlanger Rock für den Winter

    sind fertig, schon getragen und für gut befunden.

    In der neuen Burda (11/22) habe ich einen Pulloverschnitt gefunden, der mir gut gefällt, denn er hat

    a.) Brustabnäher (unverzichtbar in meiner Größe) und

    b.) einen angeschnittenen Stehkragen, den ich sehr gerne mag.

    Ich bin neulich über einen weinroten Merino-Jersey gestolpert, der sich schon lange in meinem Schrank rumdrückt und gerne so ein Pullover werden möchte.

    Als ich beim Schnitt kopieren war und die Schnittmusterbögen so schön gebügelt waren, hab ich mal geschaut, was denn sonst noch so interessant wäre.

    Ein Rock- und ein Hosenschnitt haben mich da angelacht und sind nun auch schon fertig kopiert.

    Überhaupt ist die 11/22 mal wieder eine tolle Ausgabe der Burda style, auch in den Größen bis 44.

    Den Pullover hab ich erst mal aus einem knallroten Sweat zugeschnitten, bevor ich an den Wolljersey gehe, mal sehen wie er passt.

    Vielleicht kriege ich ihn morgen fertig ...

    ... es ging an der Stelle um die Sprachsteuerung.

    Ob es sich der-/diejenige, der es braucht, leisten kann, stand nicht zur Debatte.

    Das ist übrigens auch beim Treppenlift oder rollstuhlgerechten Auto so :pfeifen: ...

    Im Grunde sogar bei einer Brille oder Zahnersatz ...

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