Beiträge von Schiaparelli

    Zitat von Giftzwergin

    Der Übergang zwischen aktuellem Projekt und Ufo ist allerdings fließend ...

    ^^ Räume ich ein WIP in eine UFO-Kiste, dann wird es erfahrungsgemäß zum UFO. Deshalb trenne ich, namenstechnisch aber auch räumlich. Je näher und sichtbarer WIPs an meinen Maschinchen dran sind, desto geringer die UFO-Gefahr.


    Zitat von Nina0310


    Ufos entstehen oft bei ...ich muss noch mal drüber schlafen, ich finde die Lösung für ein Problem nicht Ding...also eher oft ungewollt.

    Ich plane nie, gewollt UFOs zu produzieren. ;)

    Spaß beiseite: Wenn ich eine UFOs-Analyse mache, dann sind die meisten aus der Zeit, als ich noch keine passenden Grundschnitte hatte oder konsequent Probeteile genäht, sondern versucht habe, Schnitte anzupassen. Bis ich sie irgendwann genervt weggepackt habe in der Hoffnung, der Heureka!-Moment überkommt mich. Manche UFOs könnte (und sollte) ich versuchen neu zuschneiden; bei anderen ist es nicht so einfach möglich, da inzwischen das eine oder andere Kilo dazugekommen ist. Da stünde die Entscheidung an: Kilos wieder loswerden, "Panel-Blocking" oder in die Wiederverwertungskiste? :whistling:

    Zitat von Ententante

    Aber habe ich WIP Sachen, dann habe ich dafür durchsichtige Plastikboxen, die ich auch ordentlich beschrifte, damit sie nicht vergessen werden,

    in denen ich meine Sachen aufbewahre.

    Meistens.....

    Derzeit steht eine kleine Kiste, mit einer lang geplanten schon zugeschnittenen Jacke, auf dem Zuschneidetisch.

    Wenn ich nachfragen darf: Wo bewahrst du die Boxen auf? In der Nähe deiner Maschine oder irgendwo anders? Der Zuschneidetisch ist vermutlich kein Dauerparkplatz, sondern "beschränktes Halteverbot"? ^^

    Zitat von rufie

    Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich die Frage hier auch gestellt, weil ich wissen wollte, ob hier auch einige eher experimentierfreudige Näherinnen sind. Also Leute, die gerne Damenoberbekleidung nähen, weil sie dann auch etwas ausgefallenere Mode tragen können


    Das kommt darauf an. Aus figürlichen Gründen stehen mir viele experimentierfreudige Schnitte nicht. Das war schon im Teenager-Alter so. Ich kann mich an originellen Designs auch nur so erfreuen, ohne dass ich sie umsetzen muss. Mein durchaus vorhandenes stilistisches Drama-Potential lebe ich eher durch Kontraste und experimentelle Farbkombinationen aus. ;)
    Mich begeistert in den letzten Jahren v.a. alles, was irgendwie geknotet und gedreht wird. Und ich mag konvertible Sachen (wie den besagten Carina-Mantel oder die Schwarz-Weiß-Kombi), habe aber selbst noch nichts Konvertibles genäht. Ich sollte so ein Projekt auf meine 2018er to-sew Liste setzen.

    Hallo, ihr zwei!


    Mir geht es wie dir, noiram : Wenn ich alles wegpacke, schaffe ich weniger. Wenn ich bei einem Projekt, wo ich mal einen Knoten im Kopf habe oder mich nicht entscheiden kann, wie ich etwas mache, entspannt es mich ungemein, an einem anderen weiterzuarbeiten. Dann löst sich der Knoten oder die Entscheidung reift im Unterbewusstsein weiter, während ich an was anderem dranbin.


    Ich kann dich, mama.nadelt aber auch verstehen. Und über "Ohne Schneeschippe kein Durchkommen..." musste ich so lachen, dass ich erstmal verschütteten Kaffee wegwischen musste. :rofl:


    Marion, Dein umfunktioniertes Schuhschränkchen pusht mich in die Richtung einer Idee, die mir seit einiger Zeit im Kopf rumgeht. Nämlich ob ich mir ein kleines Schubladenregal basteln möchte, wo ich zumindest innen mittels Steckvorrichtung die Fächergrößen flexibel halten kann. Ich würde es auf Rollen stellen, um es platzsparend unterm Tisch verschwinden zu lassen, wenn ich gerade nicht werkele. Vielleicht wäre es aber einfacher, mir ein flexibles Einstellsystem für mein Expedit-Regal zu überlegen und lieber die Boxen mit den Schnittmustern woanders zu lagern.

    rufie


    Nein, ich kenne weder den Drachenbau-Schnitt noch kann mich an den Zeitungsstoff erinnern! Passt aber zur Experimentierfreudigkeit der damaligen Offenburger Redaktion. :D


    Sehr wohl erinnern kann ich mich aber an die sehr viel höheren Telefonkosten damals. Und an lange Reihen mit Telefonbüchern in der Hauptpost. Und ganz schwach auch noch an Wählscheiben mit Schloss, damit die Kinderlein nicht beim Ausprobieren zufällig bei Guatemalas Zeitansage oder so landeten ... :saint:


    Ich habe einen Wickelrockschnitt von Carina geliebt - lang, in einem Stück, ohne Seitennähte, nur mit Abnähern (an den Seiten entsprechend tiefer und länger). Carina hatte schöne Kleiderschnitte, von Mini-Etuikleid bis lang weitschwingend. Westen waren auch mal ganz angesagt, auch da war Carina weit vorne. Keine Ironie! Es gab sogar mal einen Fertigschnitt mit BH und French Knickers.


    Was ich damals nicht genäht habe, aber noch heute (!) auf meiner "to sew"-Liste steht: Die Idee des langen Mantels mit verschiedenen einknöpfbaren Schals bis zum Saum. Im Modell war der Mantel aus dunkelblauem Wollstoff, die Schals waren aus Wolle, Samt oder Fake-Fur (Tiger, soweit ich mich erinnere). Der zu 100% unförmige Schnitt (stark überschnittene Schulter, keine Abnäher) und vor allem der Verschluss - man band den Mantel zu und hatte dafür Schlitze ins Innenleben ! - haben mir schon damals nicht gestanden. Aber nächsten Winter ist so ein Mantel fällig! :) Nur eben mit ordentlichem Verschluss und ordentlicher Passform.


    Toll war auch ein Designerschnitt, der reversibel und konvertibel zugleich war: Es bestand aus zwei oder drei Teilen, eine Seite schwarz, die andere weiß, aus schwerem Jersey, wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt. Diese Teile wurden in allerlei Variationen zu Oberteilen oder Kleidern zusammengeknotet. Es juckte mir schon mehrfach in den Fingern, burda anzuschreiben und zu bitten, das in die Neuzeit und etwas "erwachsener" neu zu interpretieren.

    Ich kann die Gefrierbeutel der diversen Eigenmarken der verschiedenen Drogerieanbieter sehr empfehlen. Gibt Beutelchen, die oben einen Schieber haben oder welche, wo zwei Schienen ineinanderschnappen. So wie die Tütchen von Pryms Rundstricknadeln.

    Die mit Schieber gibt es in ca. 1 und 3 Liter. Die mit Schnippschiene (kA, wie der Fachbegriff heißt) auch in 50 oder 100 ml, für richtigen Tüddelkram.

    Willkommen im Multi-WIP-Club! ^^ Hast du Projekte im Regal nochmal irgendwie gebündelt?


    Ich packe Garn und falls nötig Kurzwaren (z.B. RV) in eine kleine verschließbare Tüte oder ein Mini-Körbchen, damit das nicht durcheinanderfliegt, Schnitteile + Anleitung kommen zurück in die Prospekthülle, in denen ich Schnittmuster aufbewahre. Bleiben Reste vom Zuschnitt (in einer größeren verschließbaren Tüte, sonst aufgerollt) und das Projekt selbst.

    Das klappt zwar ganz gut (im Sinne von: ich verliere i.d.R. nichts und auch nicht den Überblick), aber mich stört, wie unflexibel ein Regal mit fixen Regalfächern ist. Entweder ich verschwende Platz oder muss mehrere Projekte in ein Fach stecken oder ein großes passt nicht rein.

    Hätte ich ein Regal mit verstellbaren Brettern, würde ich aber sicherlich auch nicht jedesmal die Bretter anpassen ... :whistling: Kisten mit Deckel (Samla (?) o.ä.), die ich stapeln kann, wären ein Schritt in die richtige Richtung, aber auch wieder mit vorgegebener Größe ...


    PS: Auch dir ein herzliches Willkommen, Jennifer! Schämen ist überflüssig, du folgst nur deinem Naturell und holst so das Beste raus. :)

    Glossar

    WIP = Work in Progress = Projekt, an dem aktiv gearbeitet wird.

    UFO = Unfinished Object oder unfertiges Objekt = Projekt, das zumindest vorübergehend in den Winterschlaf geht.


    Erfahrungsberichte rund um die Organisation unseres Hobbys finde ich immer sehr spannend zu lesen; habe auch dank ihnen im Laufe der Jahre fast alles rund ums Nähen so organisiert, dass es meinen Bedürfnissen und Vorlieben entspricht.


    Das einzige, wo ich noch auf der Suche bin, ist die Organisation bzw. Aufbewahrung meiner WIPs:

    Ich gehöre zur Fraktion derjenigen, die mehrere Projekte gleichzeitig in der Mache haben. Das will ich auch nicht ändern, bin damit 100% happy. (Und produktiver. Isso.)


    Das einzige, was ich optimieren möchte, ist das effiziente Aufbewahren der WIPs in den kurzen Pausen dazwischen. Packe ich sie zu den UFOs, werden sie erfahrungsgemäß zu eben solchen. In der Nähe der Maschine ist mein Stauraum aber begrenzt, ich habe die Sachen für jedes Projekt gerne zusammen, damit ich sie später nicht suchen muss.

    Meine Lösung besteht bisher aus einer alten Kleiderstange auf Rollen mit einem Stoff-Hängeregal vom schwedischen Möbelhaus. Das ist okay, aber nicht optimal bzw. effizient, weil Projekte oft so unterschiedlich viel Raum einnehmen: Ein T-Shirt oder schmaler Rock wenig, ein gefütterter Mantel viel.


    Also, liebe Multi-WIP-Macherinnen: Wie habt ihr euch bzw. eure WIPs organisiert? Ich bin gespannt!

    Um 4 cm zu kürzen ist heftig. Versuche mal, was ich oben unter 3. geschrieben habe. Burda beschreibt diese Methode in jedem Heft, in jedem Schnitt; ich gehe davon aus, dass dazu auch was im Internet zu finden ist. Nähe dir ein Probemodell und passe es erstmal ohne Ärmel an. Erst wenn Vorder- und Rückteil sitzen, passt du den Papierschnitt des Ärmels an, schneidest ihn aus Stoff zu und nähst ihn ans Top. Und machst falls nötig Anpassungen.

    1. Falls es dich tröstet: Den wenigsten passen Schnittmuster direkt aus der Tüte / dem pdf.
    2. Deshalb sind Bücher zum Thema Passform und Anpassung so beliebt. Ob es inzwischen auch gute deutsche gibt, weiß ich nicht. Es gab keine, als ich mich ins Thema verbissen habe, weshalb ich auf englische ausgewichen bin. Falls dich Englisch nicht abschreckt, gibt es dort einige hilfreiche Bücher:
      Von leicht verständlich (Autorinnen sind z.B. Sandra Betzina; Palmer & Pletsch) über den anspruchsvolleren Photo Guide der "Fitting Queen" Sarah Veblen bis hin zur "Bibel" von Elizabeth Liechty et al. (die fast jede mögliche anatomische Konstellation und welche Änderung dies im Schnitt nach sich zieht behandeln). Nach der Lektüre der "Bibel" muss man allerdings erstmal mental zur Kur, ggf. auch zum Therapeuten. ;) Ist mMn aber das beste und umfassendste, was auf dem Markt ist.
    3. Ich würde allerdings erstmal von den Multi-Größenschnitten Gebrauch machen und zwischen den Größen wandeln - Linien zeichnen, die von einer Größe zur anderen verlaufen. Z.B. 36er Schulter, 40er OW, 38er Taille. Und unbedingt ein Probemodell nähen und weiter feintunen, bevor du in den teureren Stoff schneidest. Maßschneider machen manchmal nicht nur ein, sondern mehrere Probemodelle für Kunden, damit am Ende alles so perfekt sitzt wie's sein soll.
    4. Auf Burdastyle.de gibt's viele kleine Tutorials zur Schnittanpassung; dort sollte auch schmalere / breitere Schulter dabei sein.
    5. Wie bist du denn bisher beim Kürzen vorgegangen? Und wo bzw. warum willst du den Ärmel kürzen? Aus den Angaben ist für mich das Problem noch nicht vollständig ersichtlich. Mehr Infos dazu und ggf. auch Fotos wären hilfeich. :)

    Nimm dir alle Zeit, die du brauchst. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. :)


    Nur eins möchte ich dir noch ans Herz legen: Du hast keine komische Figur. Du hast eine individuelle Figur!


    So individuell, dass du einfach ein bisschen tüfteln musst, um einen toll sitzenden Grundschnitt zu erstellen. Sieh es als Knobelei an, als Denksportaufgabe, die du knacken willst, damit sie in Zukunft mit Dividende zurückzahlt, was du jetzt an Blut, Schweiß, Tränen, Zeit und Gehirnzellen investierst. ;)

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