[…] dass du bald eine Gruppe findest […]
Danke. Die neue Gruppe ist „schon in in Arbeit“.
Die Gruppe, in der ich jetzt war, ist ein zugangsoffenes Angebot, wo jeder oder jede dazu kommen kann, unabhängig vom technischen Können auf dem Instrument; im Prinzip eine feine Sache …
Ich bin da über den freundlichen älteren Herrn an meiner Seite hingekommen, der war schon länger dabei (Gitarre). Und dann ist ihnen der Bass abhanden gekommen (Wegzug oder berufliche Veränderung oder beides, ich weiß es nicht). Ich, so schnäggen-vorlaut: ach, wenn jemand zufällig einen Bass rumstehen hat, ich könnt mich ja mal drauf probieren … Ähm. Ich dachte dabei an einen Kontrabass. Der wäre noch riesiger. Im Nachhinein war ich sehr froh über den kleineren E-Bass.
Der freundliche ältere Herr hat dann schon vor ein paar Wochen einen Abgang gemacht, weil einfach die Probensituation zum Nicht-Aushalten war.
Ich bin noch geblieben bis zum Auftritt, weil ich „hinterher rauschen“ als kindisch empfunden hätte – und weil ich es auch wirklich mal durchziehen wollte: Machen, Contenance bewahren. (Nicht meine Stärke.)
Freundlich ausgedrückt hat es einfach im Zwischenmenschlichen nicht gepasst bzw. sind zu unterschiedliche Vorstellungen von Musik machen und Arbeit, die mensch dazu vielleicht reinsteckt, aufeinander geprallt: Konzentriert üben Wollen versus einfach nur Spaß haben wollen und die Songs eben immer nur durchspielen, Hauptsache, mensch ist durchgekommen.
Abgesehen davon, dass ich sowieso zur Fraktion konzentriert-üben-Wollen gehören würde, als Anfängerin bin ich einfach soundsooft beim nur-Durchspielen schlicht nicht mitgekommen und habe mich ziemlich „lost“ gefühlt. Das schafft Frust.
Dass ich dann den Frust gerne als Vorwand nutze, um nicht üben zu müssen, also keine Arbeit zu haben (ja, ich bin auch faul), ist eher einfach mein Problem, macht es dann aber auch nicht besser.
Erstaunlicherweise war ich gefühlt beim Auftritt fast die ruhigste, obwohl ich ja durchaus Lampenfieber-Kandidatin bin.
Insbesondere die Person, von der das Spaß-haben-Wollen und immer-nur-durchspielen ausgeht, hat ’ne richtige Bauchlandung hingelegt. Ich schätze, sie war einfach sehr aufgeregt, insofern versuche ich, nicht allzu hämisch zu werden.
Aber wundern tu ich mich schon ein bisschen …
Weiter geht’s dann in der Bluesband in Gründung zusammen mit dem freundlichen älteren Herrn und weiteren Leuten. Das war ja mein ursprüngliches Motiv, gemeinsam mit dem freundlichen älteren Herrn an meiner Seite Musik zu machen.
Herzliche Grüße
Schnägge
