Falzgummi korrekt vernähen

  • Und schon wieder eine Frage von mir ;)


    Wenn ich beispielsweise ein Rechteck mit Falzgummi einfassen will, wie kriege ich es hin, die Ecken schön zu nähen?


    Momentan mache ich es einfach so, dass ich mit Zick-Zack bis zur Ecke nähe und dann die Nadel kurz vor der Ecke im Stoff versenke, das Füsschen hochnehme und die Ecke umschlage und weiter nähe... Gibts da evtl. einen kleinen Trick? Denn so supergleichmässig wird es nicht immer wie ich es gerne hätte :p


    Und dann würde mich auch interessieren, wenn ich den Gummi auf der rechten und der linken Seite des Rechteckes zusammenziehe, also so, dass diese "gerafft" werde, wie schaffe ich es, dass beide Seiten gleich "gerafft" werden :confused: Denn irgendwie ist es ja schwierig, den Gummi immer so gleichmässig zu ziehen, dass er überall mit dem selben "Zug" auf den Gummi vernäht wird...:skeptisch:


    Vielen Dank euch lieben

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  • Darf ich mal zurückfragen, warum Du ein Rechteck mit Falzgummi umrunden willst?


    Nein ganz im ernst, ich würde einen Falzgummi nie bei rechteckigen Sachen nutzen. Denn würde ich verwenden für Halsausschnitte, Beinabschlüsse beim Slip, Armlochränder bei Trägfertop, etc. also eher runde Sachen. Da macht der Falzgummi eigentlich Sinn und dann erübrigt sich fast Deine Frage.


    Das es nur ein Beispiel sollte habe ich schon gelesen, aber vielleicht hast Du noch ein anderes Problem mit dem Falzgummi. Für ein Rechteck macht eigentlich ein (Falz-)Gummi nicht
    wirklich Sinn.


    Liebe Grüße

    Liebe Grüße
    Viola210


    (die eigentlich seit dem 7. November 2001 dabei ist)

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  • Die Frage von Crazy Cat ist ja schon sehr speziell.


    Ich habe grundsätzlich Probleme beim Verabeitem von Falzgummi. ich bekomme es einfach nicht so hin, dass es gut aussieht. Deswegen mache ich darum auch immer einen großen Bogen.
    Jetzt habe ich aber ein Top dessen Hals- und Armausschnitt ich mit falzgummi einfassen will.


    Kann bitte mal jemand beschreiben wie's am besten und einfachsten klappt? Bei mir wird die dehnung nie gleichmäßig oder ist zu stark. Gibt es da einen Richtwert wie stark das Gummi gedehnt werden sollte? Außerdem wellt das Gummi sich oft und der eingefaßte Ausschnitt kippt nach außen. :mauer:


    Bin wirklich für jeden Tipp dankbar.

    Kristina

  • wie bei Wäschegummi auch berücksichtige ich einen Dehnungsfaktor von 10 bis 15 %. Welcher Faktor genau, mache ich von der Länge der einzufassenden Kante und der gewünschten Dehnung abhängig: soll nur gerade anliegend eingefasst werden (Ärmelseite an Unterhemdchen z.B.) oder soll leicht eingehalten werden (Beinausschnitte, Oberkante an Slips). Überwiegend berücksichtige ich eine Dehnung von ca. 10 % - das ist mein persönlicher Bequemlichkeitsfaktor.


    Ich schneide die gewünschte Gummilänge unter Berücksichtigung der Dehnung plus etwa 2 bis 2,5 cm Arbeitslänge/ Nahtzugabe oder wie ihr das Kind nennen wollt. Die zu nähende Strecke ist auf dem Gummi markiert: Stift oder Stecknadel auf der ungefalzten Länge, an den Gummienden stehen diese 2 bis 2,5 cm über. An denen kann ich zum Nähbeginn und auch während des nähens das einzufassende Teil gut festhalten. Zwischen den Markierungen stecke ich Stoff und gefalzten Gummi relativ eng und immer quer zur Kante. Ich nähe den Gummi an der Kante mit gewöhnlichem Zickzack, Stichbreite etwas verringert, Stichlänge etwas erhöht, ein Stich unmittelbar neben dem Gummi im Stoff, der zweite im Gummi. Am Nähanfang eine Geradstichreihe quer, so sind Stoff und Gummi schon mal miteinander verbunden, beim Zurückschneiden der Überlänge nachher ist das von Vorteil.
    Danach also die Zickzackreihe, am Ende wiederum eine Quer-Geradstichreihe. Jetzt kann ich knapp neben dieser abschneiden und mit enger gestelltem Zickzack bei vergrößerter Stichbreite die Schnittkante versäubern. Oder ich setze wegen Richtungswechsel ein neues Stück an und versäubere dann dessen Schnittkante zum Schluß.
    Halsausschnitte an T-Shirt fasse ich eigentlich nicht mit Falzgummi ein. Stattdessen ziehe ich ein Stück Hutgummi durch den Umschlag bzw. die Blendenansatznaht.


    Kerstin

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  • Danke Kerstin, für die ausführliche Beschreibung.
    Da ich ja geschlossene Runden einfassen will, würde ich das Gummi vorab zum Ring schließen (nähen). Also muß ich zu diesem Zeitpunkz schon genau wissen, wie stark die Dehnung sein soll.



    Halsausschnitte an T-Shirt fasse ich eigentlich nicht mit Falzgummi ein. Stattdessen ziehe ich ein Stück Hutgummi durch den Umschlag bzw. die Blendenansatznaht.
    Kerstin


    Mache ich normalerweise auch nicht. Bei Shirts schneide ich mir immer Schrägstreifen aus dem vorhanden Material und fasse damit die Kanten ein. Das wollte ich diesmal auch machen, sieht aber grottig aus (Material zu dick). Da ich keine Nahtzugabe an den Ausschnitten angeschnitten habe, bleibt mir nichts anderes übrig als mit etwas anderem einzufassen. Baumwoll- oder Satinschrägband gefällt mir bei deisem Teil nicht und Falzgunmi habe ich in genau der richtigen Farbe gefunden.


    Wenn ich am Wochenende Zeit und Ruhe habe werde ich mich da dran setzen.

    Kristina

  • wenn der Ausschnitt aufklappt, ist er zu weit bzw. der Stoff dort gedehnt, was die gleiche Wirkung hat. Der Falzgummi nimmt ja die Dehnung raus, der im schmalen Umschlag durchgezogene Hutgummi tut das gleiche, wenn Du ihn an einer kleinen Nahtöffnung auf das notwendige Maß zusammenziehst.
    Falzgummi gefällt mir in dem Bereich optisch nicht, deshalb Hutgummi.


    Du schreibst weiter von zu dickem Material: schneide farblich passenden Futterstoff zu, der ist dünner/feiner als gekauftes Schrägband. Und fasse die Schnittkante nicht damit ein, sondern verstürze/ schlage um. Oder bei etwas festerem Gewirk arbeite mit einer schmalen Futterblende. Gewirk mit Gewirk zu versäubern ist bei Einfassungen fast immer zu dick und wulstig.


    Kerstin

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