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Wohlfühlfaktoren von Materialien - 3-Lagen contra etaProof contra …

  • Ich habe mir im Frühjahr eine Jacke aus dünnem 160er etaProof genäht und den Sommer über geliebt. Mit dem Aufziehen der dunklen Herbstwolken, wollte ich es "noch" besser haben und habe mir fast im gleichen Schnitt eine Jacke auf einer 3-Lagen-Membran genäht (zwar nicht die gewünschte PTFE-Membran :mauer: trotzdem recht hochwertig - aber das ist ein anderes Thema).


    Nun musste ich vor einigen Wochen bei kühlen 14° C und Sonnenschein ca. 5km mit dem Rad fahren, um einen Termin in einem Geschäft wahr zu nehmen. Kein Problem, die neue Jacke an, natürlich(!) auch Funktionsmaterialien als Untershirt und Hemd drunter und los ging es. Nach ein paar Minuten war Flughöhe ähm Betriebstemperatur erreicht und ich fühlte mich gut, insbesondere kam kein schwitziges Gefühl auf :applaus: Dann rein in den Laden und es kam, wie schon fast befürchtet, nur wenige Minuten später garte ich im eigenen Saft :o wohlgemerkt mit offenen Pit-Zips (Achsel_RV) und Front-RV!



    Nach eingehender Analyse :kaffee: … kam ich auf die Antwort. Draußen beim Fahren war die Temperaturdifferenz deutlich über 15° C zwischen innerhalb der Jacke und ausserhalb. Die Membran konnte arbeiten. Im Laden war es von den Tagen vorher noch recht warm, deutlich über 20°, das Temperaturgefälle war nicht mehr gegeben, Plastikfolie statt Membran.



    Ein paar Tage später gleiches Wetter, gleiche Strecke, gleicher Laden … etaProof-Jacke. Was soll ich sagen … klar wurde mir warm, klar hatten ich ein paar Tropfen Schweiss auf der Stirn, aber das war es. Kein Hitzestau, kein durch geschwitztes Untershirt :applaus:



    Aus einem anderen Vergleich heraus kann ich ebenfalls sagen, dass es sich unter einer fast komplett feuchten etaProof-Jacke immer noch wärmer anfühlt, als unter der obigen 3-Lagen Jacke, wenn dort das Futter komplett nass ist. Interessant auch, bei ähnlicher Trocknungsbedingungen ist zumindest das 160er schneller trocken, als das komplette 3-Lagen Material.




    Aber auch das etaProof hat natürlich Nachteile, wie viel "besser" ein 200er oder 240er etaProof ist, weiss ich (noch) nicht und die blaue Jacke von mir ist auch nicht gedoppelt, wie es Stotz (Hersteller des etaProof) empfiehlt. Die Aussagen sind also mit einer wenig Vorsicht zu geniessen.


    Es ist dicht - z. Z. nach 7 Monaten Gebrauch - immer noch gut imprägniert. Aber nach ca. 2h - 3h kommt die Nässe durch, das Material ist durchgefeuchtet. Mein Gefühl ist, dass es dann noch immer abhält, aber es ist halt auf der Innenseite feucht. Läuft man damit durch den Wald, die Gegend, oder fährt auf dem Rad fühlt es sich gar nicht sooooo übel an. Anmerkung des Autors, nach 2h - 3h unter Hightech-Regenjacke z. B. auf dem Rad ist man darunter auch alles andere als trocken :mad:


    Nur zieht man sie einmal aus, macht das kurz danach wieder Anziehen wirklich keinen Spass, oder setzt man sich nach 2h im Regen ins Auto so ist das wirklich "erfrischend" :rolleyes:


    Auch das Trocknen kann je nach Situation ein paar Stunden dauern, was manchmal einfach zu lange ist.




    Bei den aktuellen Temperaturen ziehe ich mir morgens gerne meine Softshell-Jacke über, kuschelig warm, aber noch nicht richtig dick. Auch zum Einkaufen mit dem Rad um die Ecke trage ich sie eigentlich gerne. DIESES Softshell hält sogar mal eine Viertel Stunde Regen gut ab, nur ist die Schlange an der Kasse länger, so stehe ich wieder im eigenen Saft.




    Neben meiner aktuell gerade entstehenden etaProof-Mistwetter-Winterjacke aus 240er etaProof, hätte ich noch zwei Jacken auf meiner Wunschliste.


    * eine neue 3-Lagen-Jacke, diesmal wirklich mit PTFE-Membran, z. B. in robuster 232 g/qm Qualität mit einem exzellenten RET-Wert unter 6. Mit ordentlich abgeklebten Nähten mit passendem Nahtband. In der Hoffnung, dass ich z. B. im nächsten Frühjahr auch mal eine Woche durch Schottland radeln könnte, und mich halbwegs geschützt fühle.


    Die aktuelle 3-Lagen-Jacke hat da leider so ihre Probleme, wohl auch u. a.(!), durch falsche Verarbeitung und mit der würde ich mich nach 1h Regen schon seeeehr ungeschützt fühlen.



    * Die oben genannte Softshell war meine allererste Jacke, mein allererstes genähtes Kleidungsstück und hm …*die Verarbeitung finde ich einfach nicht mehr präsentable :o Also hatte ich mir feines neues Softshell ausgesucht, um einfach noch mal eine Softshell nach meinen heutigen Fähigkeiten zu legen und auch mit anderem Schnitt und netten Details.




    Auch wenn ich mir für Schottland ggf. noch etwas neues nähen, oder mir was anderes einfallen lassen müsste, z. B. häufigere Pub-Besuche :kaffee: und auch, wenn ich in den nächsten Wochen mir evt. noch zusätzlich morgens einen Pullover mehr überstreifen müsste, … mit anderen Worten :irre: …*frage ich mich seit ein paar Tagen, ob ich nicht insgesamt mit nur EINER neuen Jacke besser bedient wäre???


    Sprich 200er etaProof, an exponierten Lagen doppelt ausgeführt, ebenfalls im Anorak-Schnitt (aber mit durchgehendem RV), usw. also vom Schnitt wie beide obigen Jacken? Ich verspreche mir eigentlich ein deutlich besseres Tragegefühl, deutlich weniger Schweiss, …



    Oder glaubt ihr, die beiden einzelnen Jacken wären sinnvoller, btw. interessanter Weise, würden mich beide Jacken ungefähr genauso viel kosten, wie die etaProof Jacke, das ist teuer.


    Wie sind Eure Erfahrungen? Habt Ihr andere Ideen?


    Freue mich auf zahlreiche Antworten und rege Diskussion

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  • Hallo T.,
    gerade bei so schweißtreibenden Tätigkeiten und außerdem abhängig von der Farbe käme bei mir deutlich die Frage nach Waschbarkeit auf und da haben wir bei jedem Etaproof deutliche Einschränkungen. Wie sieht es denn aus nach 7 Monaten, wird das Material irgendwie lapprig? Hattest du es in der Handwäsche?
    Liebe Grüße, Deo

  • Hallo,


    guter Punkt!


    gerade bei so schweißtreibenden Tätigkeiten


    Also ich habe die blaue Jacke NICHT zum Sport angezogen, sondern zum Alltag u. a. auf dem Rad. Zum expliziten Sport würde ich wohl etwas wirklich waschbares wählen, aber da ist mir i. d. R. selbst die Softshelljacke schon zu warm.


    die Frage nach Waschbarkeit auf und da haben wir bei jedem Etaproof deutliche Einschränkungen.


    Stimmt, den Punkte hatte ich oben ganz klar vergessen :o … ein für mich sehr deutlicher Nachteil von etaProof ist halt die fehlende Waschbarkeit.


    Wie sieht es denn aus nach 7 Monaten, wird das Material irgendwie lapprig? Hattest du es in der Handwäsche?


    Also nach den 7 Monaten und immer schön trocknen und auslüften lassen und ab und an mal in die Sonne hängen ist die blaue Jacke jetzt immer noch nicht in einem Zustand, wo sie gewaschen werden muss, weder vom Geruch (kaum bis nicht vorhanden), noch vom Schmutz her, einzig den Ärmelsäumen solle ich mich mal zuwenden.


    Die orangene Jacke mit den abreissbaren Ärmeln habe ich in der Schweiz richtig als Sportjacke "missbraucht", als Weste zum Windschutz auch bei sehr warmen Temperaturen getragen, Berge hoch, … mit anderen Worten, der wollte ich mich selber schon auf 3m nicht mehr nähern :eek: Auch wenn man es nicht sollte, habe ich die bei 30° in ein Handwäscheprogramm in die Maschine gepackt, wenig Sportwäsche-Waschmittel und natürlich keinen Weichspüler genommen und sie hat es überlebt. Keine Ahnung, wie oft man es machen kann????


    etaProof soll man aber auch in Fachreinigungen reinigen lassen können und dann neu imprägnieren. Nur ob dass dann immer noch die chemiefreie BIO-Qualität bleibt, darüber mag ich lieber nicht nachdenken.



    Jetzt hatte ich mich schon fast entschieden und nun kommt das Thema Waschen …*:confused:

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  • Mit Jacke in ein Geschäft zu gehen nach körperlicher Aktivität und dann Hitzewallungen zu bekommen finde ich irgendwie normal - vielleicht habe ich zuwenig Ahnung, aber das würde mir das dreilagige Material nicht madig machen. Immerhin soll die Jacke ja draußen wärmen - wenn sie das dann drinnen nicht täte, würde mir das zu denken geben ;) - Jacke aus wäre die Alternative.

    Liebste Grüße
    kade

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  • Natürlich kann man eine Jacke ausziehen, wenn es zu warm wird ;) … aber bei so einer typischen Einkaufsrunde am SA-Morgen ca. 3km zum Bäcker, 10 Min. warten, weiter zum Metzger radeln, warten, … rein in den Supermarkt, … zieht man nicht wirklich immer die Jacke aus, oder? Wenn ich für den Supermarkt längere Liste habe und die Kassenschlange auch eher abschreckend wird, dann ziehe ich im Supermarkt tlw. tatsächlich die Jacke aus und hänge sie über den Wagen.



    Aber eigentlich ging es NICHT um die konkrete Situation, sondern es war als beispielhafte Beschreibung gemeint und sollte die Wirkung der verschiedenen Materialien illustrieren. "Atmungsaktivität" wird hier ja gerne auch mal gefordert und es sollte eher Dampfdurchlässigkeit heissen und man oder bezogen auf die Mitglieder hier frau, sollte auch die verschiedene Arbeitsprinzipien berücksichtigen.


    Es bringt halt nix viel Kohle auf den Tisch des Stoffdealers oder noch viel mehr in einem Ausrüsterladen zu lassen und sich dann im Sommerregen bei 20° C wundern, warum die Jacke nicht mehr atmet :rofl:




    Es gab vor ein paar Monaten bei einem Anbieter neue Materialien von Eschler, bionische Membran, schade, die hätte ich gerne mal ausprobiert.

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