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Wissensauffrischung: Staffieren

Das 9.Wort - später als am Mittwoch, aber da: Staffieren


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In meinem Sprachgebrauch ist "aufstaffiert" auch der Begriff für Aufgebrezelt, aufgedonnert, zurechtgemacht.

Schneidertechnisch ist es ...


  • französisch: piquer au point invisible
  • englisch: blind stitch, to
  • niederländisch: pikeeren
  • spanisch: puntada invisible
  • russisch: пришивание подкладки/прокладки

Nach dem auch im alten Thread die Verwechslung zwischen staffieren und pikieren war, könnte es sein, dass die niederländische Übersetzung mglw. nicht ganz zutreffend ist.

Das mit der Übersetzung weiß ich nicht genau, aber ich bin ganz sicher, dass Staffieren etwas mit Annähen zu tun hat und das meistens, indem man am Rand Nähte schließt, Bänder annäht, Posamente anbringt oder Futter ein- oder annäht. Dabei kommt es darauf an, die Naht so auszuführen, dass sie kaum sichtbar ist. Das Garn sollte fein und farblich absolut passend sein und die sichtbaren Einstichpunkte so reduziert wie nur möglich am Rand.


Beim Pikieren dagegen werden Stoffe und Gewebe miteinander verbunden um mehr Festigkeit und Stand zu erhalten. Die pikierten Flächen sind nach der Weiterverarbeitung nicht mehr zu sehen, da bspw. ein Revers nicht offenkantig bleibt, sondern die Einlage, die pikiert ist, im Inneren verschwindet.


ABER - beides ist Handarbeit und erfordert Fingerfertigkeit und je nachdem, wie lang die Nähte sind, auch Geduld.


Dieses Bild ist von Basti auf Instagram geteilt worden mit dem Hashtag #staffieren.

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Kleiner Tipp: Beim Staffieren ist es immer hilfreich einen Fingerhut zu nutzen. Der Fingerhut... "It seems all greek to me"

Replies 1

  • ja staffieren...

    Bänder als Halt auf Nähte, Taschenklappen mir Futter versäubern und die luxuevariante Futter in Jacke oder Mantel stavieren. Der vorletzte Arbeitsgang Knopflöcher Bügeln und fertig nun gut zählen kann ich heute noch nicht. Wenn alles richtig gemacht war war zwischen 2 Stichen ein Müh mehr Futter als Stoff. Wenn es in der Lehre soweit war... war Freitag!

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