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Die Bernina 770 QE im kritischen und vorurteilsfreiem Test

  • Mitte November ist die Bernina 770 QE bei mir eingezogen. Es ist meine 3. Bernina nach der grossen Overlock und der meiner geliebten Aurora 430. Da ich mit schwierigen Stoffen arbeite (dicker Walk, englisches Wachstuch, zähe Möbelmicrofaser, Filz in diversen Stärken) und präzise Nähergebnisse benötige, kam nur eine Maschine in Frage, die stark genug ist, um durchgehend perfekte Ergebnisse zu liefern, schliesslich sollen meine Kunden vollends zufrieden sein.


    Dafür liebe ich die Bernina 770 QE


    Ihr Design - Es ist bestimmt nicht für jede etwas, aber ich mag nunmal geradlinige Designs ohne unnötigen Schnickschnack und mädchenhafte Farben und Gedöns. Am liebsten ist mir Industriedesign, ich würde also noch extremere Zurückhaltung wunderbar finden, lach. Es sollte allerdings jedem klar sein, der Interesse an ihr hat, wie riesig sie ist, da ist die erste Begegnung mit ihr schnell von einem staunenden «*ufff*» begleitet.


    Sie ist sehr leise - Meine Aurora hat schon ziemlich geklackert und es hat mich gestört. Hier ist das Laufgeräusch angenehm, es nervt nie, ich denke oft, dass sie schnurrt wie eine zufriedene Katze.


    Sie läuft absolut ruhig und sehr kraftvoll - Egal, was ich ihr zumute (das können schonmal 6 Lagen dicken Walk plus eine doppelte Schicht fieser fester Möbelmicrofaser sein oder gemeine Wärmevliese in 2 cm zusammengepresster Dicke und zweifache dichte Fleeceschichten plus benannte Microfaser sein), sie ist nicht zu beeindrucken und läuft sauber weiter. Dabei bewegt sie sich nicht, was natürlich auch ihrem Eigengewicht von 15 kg gutzuschreiben ist. Das ist nicht gerade wenig, aber sie lässt sich zumindest im Haus noch ganz gut bewegen, ein Griff ist oben eingebaut (das vergisst man schnell, denn man bekommt ihn selten zu Gesicht). Wer allerdings oft unterwegs ist und dabei die Nähmaschine mitnehmen möchte, sollte eine kleinere dafür parat haben. Ich habe die Aurora deshalb behalten.


    Ihr Obertransport - Er war das wichtigste Argument für mich, denn immer wieder gab es Schwierigkeiten bei vielschichtigen Projekten und speziellen Stoffen (gewachste Baumwolle ist eine näherische Herausforderung, die nach gusseisernen Industriemonstern schreit…). Ich habe mir eine kleine Sammlung von sogenannten D-Füssen zugelegt (funktionieren mit dem Obertransport), die genau meinen immer gleichen Bedürfnissen entsprechen und siehe da, der Zeitgewinn ist enorm, denn ich muss nicht mehr verpatzte Nähte auftrennen, sie treten gar nicht mehr auf. Das ein- und ausschalten des Obertransports ist so einfach wie genial gelöst.


    Sie nimmt viel Platz ein aber bietet dafür unglaublich viel Platz rechts der Nadel - Endlich kann ich meine kleineren und grösseren Projekte so plazieren, wie ich es möchte und nicht, wie es der Platz vorgibt. 25 cm rechts der Nadel vereinfachen die Arbeit.


    Sie ist leicht zu bedienen - Denjenigen, die befürchten, davor zu sitzen und nichts zu verstehen kann ich die Angst nehmen, sie ist sogar intuitiv sehr einfach zu erfassen und mit ein wenig Uebung ist es ein Kinderspiel. Die Anleitung habe ich so gut wie gar nicht benötigt.


    Bernina bietet eine grosse Auswahl an Füssen, auch speziell für Obertransport - Oft fragt man sich, wie jemand z.B. eine perfekte Kappnaht hinbekommen kann, weil die Aufgabe schwierig erscheint. Dabei geht es nicht selten nur darum, den richtigen Fuss zu haben und schon geht es fix und perfekt. Bernina Füsse sind teuer (und sehr solide), aber es gibt die Möglichkeit, sie günstiger im Set zu kaufen, ich hatte das Glück ein tolles 5er Set mit genau den Obertransportfüssen zu bekommen, die ich andauernd brauche, ein wenig suchen lohnt sich, nicht jeder bietet die gleichen Mischungen an. Toll ist es auch, dass die Füsse der kleineren Aurora verwendet werden können. Der besondere BSR-Fuss für Freihandquilten ist auch dabei, den habe ich damit doppelt und gebe einen davon ab, wenn jemand Interesse hat bitte melden, ich setze den noch in das dafür gedachte Forum.


    Die Programmierung der meist genutzten und geänderten Stiche - Schnell sind sie gespeichert und genauso schnell aufgerufen, das ist einfach und sehr praktisch. Allerdings habe ich da zwei Anmerkungen: wieso kann nicht der Fussdruck auch gleich mitgespeichert werden? Das wäre wirklich nützlich. Ausserdem sollten die Stiche benannt oder zumindest mit Nummern für den direkten Zugriff versehen werden können, denn es ist sonst schwierig, sie auseinander zu halten.


    Die Knopflöcherauswahl ist grandios und die Ergebnisse auch - Ein bisschen Experimentieren ist da schon Pflicht, aber was die Aurora nie konnte - Knopflöcher auf dickem Walkstoff - ist nun ein Kinderspiel (allerdings nur mit entsprechender Hilfsschiene, die bei der Aurora keine Besserung zeigte).


    Viele Stiche, mit besten Ergebnissen - ich brauche nicht 1000 Stiche, aber perfekt und anpassbar sollen die, welche ich nutze sein. Darin ist die 770 sehr stark. Die Stiche können bis zu 6 mm in der Länge und 9 mm in der Breite verändert werden und sie sind sehr sauber ausgeführt. Bisher konnte ich sie nicht in Verlegenheit bringen, selbst der Problemstich der Aurora, der Heftstich, wird hier zum Kinderspiel. Die Veränderung in Länge und Breite geschieht übrigens sehr einfach und schnell durch die grossen Drehknöpfe an der Fassade.


    Das B-Hook Greifersystem - Laut von mir eingeholten Informationen gab es Probleme mit dem vorhergegangenem Greifersystem genannt B9, dies soll eine Weiterentwicklung sein. Fakt ist, die grossen Spulen sind leicht einzufädeln, wenn man es einmal raus hat (das schaut man sich am besten direkt am Bildschirm der Maschine an). Ihr Fassungsvermögen ist ein vielfaches der kleinen Metalspulen und endlich muss ich nicht mehr dauernd aufspulen. Vertun kann man sich beim einlegen in den Greifer kaum, es reicht, wenn man sich merkt, dass die Fläche mit den Silberstreifen immer in der Spulenkapsel sein soll und die schwarze Fläche immer nach aussen zeigt. So wickelt sich der Faden auch immer richtig ab.


    9 mm Stichbreite - Damit kann die Nadel leicht 5 Positionen nach links oder nach rechts verschoben werden, das ist sehr hilfreich. Verpatzte Möglichkeit: auf der Kipptaste zum verschieben der Nadelposition befindet sich die mittlere Position. Darauf drücken bringt nichts, dabei wäre es perfekt, wenn dies die Nadel wieder in die normale Mittelstellung bringen würde.


    Hilfe am Bildschirm - Falls man zwischendurch mal Fragen hat, kann man sich kleine Demos direkt am Bildschirm ansehen (z.B. wie die Maschine eingefädelt wird). Die Suche nach dem Handbuch entfällt.


    Die Abdeckhaube - Für diejenigen, welche die Maschine nicht in einem Möbel versenken, wird es von Interesse sein, dass eine Abdeckhaube in hervorragender Qualität beigefügt ist.


    Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten und ja, es gibt Punkte, die mich nicht gerade begeistern…


    Der Oelverbrauch ist horrend - Ich arbeite mit stark fusselnden Materialien und reinige regelmässig meine Maschine. Dass sie nach 9 Tagen lautstark klackernd nach Oel verlangte, hat mich schon geärgert, ich hatte hier und da gelesen, dass die neuen 7er da sichtlich übertreiben, aber so habe ich es mir nicht vorgestellt, vor allem da ich in der Zeit nicht übermässig viel genäht habe. Ich folgte den Empfehlungen von amerikanischen Bloggerinnen und habe eine volle Ladung eingefüllt. Das ist eine Woche her, abwarten wann sie wieder lauter wird (man merkt den Oelbedarf am veränderten Laufgeräusch und sollte dann sofort handeln). Geölt wird über eine rot markierte Oeffnung unter der Nähplatte (es soll Oel reingetropft werden, bis der Spiegel zu sehen ist) und in zwei Oeffnungen im Spulenhalter, bis das Fliess nichts mehr aufnimmt (mit einem Wattestäbchen verschmiertes Oel entfernen, bevor weitergenäht wird). Korrektes ölen ist ohne den spitzen Bernina Oelstift so gut wie unmöglich, wer zittert, sollte andere bitten, es für ihn zu tun.


    Mehr Knöpfe schauen weniger edel aus als die glatte, leere Oberfläche, aber sie sind deutlich besser, als alles über Bildschirm einzugeben. Ganz ehrlich, ich war deutlich schneller, die Hauptstiche über eine Nummer oder einen direkten Knopf auf der Aurora anzuwählen, als jetzt wo ich auf dem Bildschirm suchen muss. Die Herren Designer sollten sich klar werden, dass Handhabung über Design geht. Eine Möglichkeit, die Stiche über Nummern anzuwählen fehlt, das ist in meinen Augen ein Fehler.


    Den halbautomatischen Einfädler kenne ich von meiner Aurora, ich habe ihn immer mit Freude benutzt und nie damit Probleme gehabt. Gerne wüsste ich, wieso der von meiner tollen 770 so nervt. Der Hebel ist schwieriger herunterzudrücken, weniger ergonomisch, sogar unangenehm verglichen mit der Aurora, der Erfolg ist selten und das obwohl ich vorher nie mit diesem System ein Problem hatte. Es nervt auch, das jedesmal der Fuss schön langsam runtergefahren wird, wohl die Schweizer Ruhe… ich habe leider zu tun und keine Zeit zuzuschauen. Das Ergebnis: ich fädle die Nadel mittlerweile per Hand ein, indem ich den Faden von vorne direkt reinschiebe, das geht deutlich schneller als zigmal mit dem Teil zu kämpfen. Da ist etwas gründlich misslungen oder meine Maschine hat einen Defekt (was ich keinesfalls glaube, eine gesteste Maschine im Laden hatte genau die gleiche Macke).


    Wenn der Faden eingefädelt ist und unten die Spule gewechselt wurde, gibt es bestimmt viele Leute wie ich, die den Unterfaden hoch holen. Wer dabei auf den Nadel runter und wieder hoch Knopf drückt, darf zusehen, wie sich der Fuss automatisch in aller Ruhe senkt und dann unten bleibt, wenn die Nadel wieder hoch fährt, er muss dann noch per Knopf wieder hochgeholt werden, das braucht kein Mensch. Endergebnis: wie in alten Zeiten drehe ich am Rad und bin schneller damit. Das passiert wohl, wenn Ingenieure designen aber sich nicht im klaren sind, dass ihre tollen «*Verbesserungen*» die Arbeitsabläufe verschlechtern. Ich wünsche mir eine Software-Aenderung, bei der ein längeres Drücken auf die Nadel hoch/runter Taste diese runterfahren und direkt wieder hochfahren lassen würde, wobei der Nähfuss oben bleiben sollte.


    A propros früher war einiges praktischer: ich fordere den Fusshebel zurück! Den Nähfuss nur per Motor hoch und runter zu befördern und die Automatik, die einem den letzten Nerv raubt, weil der Fuss einfach hoch und runterfährt, obwohl man es nicht möchte, ist und bleibt ein Krampf. Besonders übel ist es bei Abläufen mit dem Kniehebel: vorher war es beim Freihandsystem möglich, den Nähfuss oben zu fixieren, indem man den Kniehebel nach rechts drückte, kurz gehalten hat und den Nähfusshebel ein Stück hochdrückte. Das geht nun nicht mehr. Entweder man drückt durchgehend den Kniehebel nach rechts oder man darf zuschauen, wie der Fuss runterfährt und muss ihn per Knopfdruck hochfahren. Ich habe keine Lösung gefunden, wäre sehr dankbar wenn jemand eine hätte, mit den Settings habe ich es erfolglos probiert. Mein Aenderungswunsch: Wenn der Kniehebel mehr als 1 Sekunde bis zum Anschlag nach rechts gedrückt wird, sollte der Nähfuss oben einrasten.


    Die Knöpfe über dem Fuss sollten deutlich getrennt werden, da erwischt man schnell den falschen. Zumindest der «*Schneiden*» Knopf sollte sich woanders befinden, blind drücken kann man nicht, die Gefahr sich zu vertun, ist zu gross. Dadurch entsteht wiederrum ein Zeitverlust, man muss sich umpositionieren, den Kopf zurücknehmen…


    Kleine Warnung: Die Vernähfunktion hört sich ja sehr gut an, aber beim Nahtanfang lässt sich die Vernähfunktion nicht auf automatische hintereinanderfolgenden Stiche programmieren. Bei den grundsätzlichen eingestellten Vernähstichen auf der Stelle gibt es öfter Fadennester, ich rate dazu, die Vernähautomatik abzuschalten und statt dessen das Pedal so zu programmieren, dass bei Druck auf die Vorderseite 4 Stiche hintereinander ausgeführt werden zur Sicherung des Fadens. Dies funktioniert tadellos und bereitete bisher keine Fadennester und feststecken der Nadel. Wenn die Vernähstiche auf der Stelle funktioniert haben, hat sich übrigens herausgestellt, dass eine Art dickerer Knoten produziert wird, der stört bei normalen Stoffen sehr. Demnach sollte die Software so korrigiert werden, dass die automatischen Vernähstiche auch auf hintereinanderfolgende programmiert werden können, das wäre deutlich besser.


    Die Möglichkeit sich die Nähfüsse am Bildschirm anzeigen zu lassen ist absolut nutzlos. Wer darauf geht, bekommt einen erklärenden Text, was der Fuss so kann, aber das war es schon. Eigentlich ist wohl der Sinn darin, dass man den Fuss auswählt und er auf dem Home-Bildschirm links erscheint, dazu sollte dann auch bei manchen Stichen gewarnt werden (Fuss nicht kompatibel). Dumm nur, dass es nicht funktioniert, egal worauf ich drücke, es erscheint immer nur der 1C Fuss auf dem Home-Bildschirm.


    Die Unterfadenüberwachung nervt gewaltig. Ich hatte schon etliche Fehlanzeigen, daher habe ich sie mittlerweile ganz abgeschaltet. Bei der Oberfadenüberwachung ist das allerdings nicht zu empfehlen.


    Ich habe Bernina angeschrieben, weil viele Kreative zu denen ich auch gehöre ausschliesslich am Mac arbeiten und Updates lassen sich nur über PC und Windows durchführen. Das ist nicht kundenfreundlich und für viele ein Argument, z.B. kein Stickkit zu kaufen. Die 770 ist eine vollwertige Stickmaschine, wenn man das Kit dazu hat, ich habe es nicht geholt, weil ich keinen PC habe und keinen möchte.


    Das Schränkchen für Zubehör ist ja eine schöne schicke Sache, darin lassen sich vor allem die Füsse gut aufheben. Allerdings ist es deutlich zu klein für die grossen Füsse (es hängen nur 3 nebeneinander ggü. der 5 im gleich grossem Schrank der Aurora). Die Spulen dürfen nur in einer Richtung eingelegt werden, weil sie sonst verkratzen und sie nehmen unnötig Platz weg. Mein Tip: Spulenhalter raus, Füsschenhalter dafür rein und einen Spulenring für Jumbospulen besorgen. Darin lassen sich wunderbar auf kleinster Fläche und mit bester Uebersicht und Entnahmemöglichkeit bis zu 20 Spulen unterbringen, nie wieder ohne! PS: gibt es in 2 Grössen, auch für die üblichen Metalspulen. Das Schränkchen ein wenig zu verbreitern wäre nicht falsch.



    Fazit


    So, ich hoffe, diese lange Liste an positiven und weniger positiven Ansichten nach einigen Wochen Gebrauch kann helfen, sich für oder gegen diese nicht gerade billige Maschine zu entscheiden. Fragen beantworte ich natürlich gerne. Ich wünsche mir, dass die bemängelten Seiten ausgemerzt werden, so manches liesse sich über ein Software-Update regeln (wofür ich dann zu einem Freund fahren muss, der einen Windows PC hat). Die verpatzten Möglichkeiten und Fehlfunktionen fallen umso mehr auf, da die 770 QE so hochqualitativ arbeitet. Für mich steht fest: ich werde sie nicht wieder hergeben, meine Nina bleibt!

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  • Laut meinem Händler kann man Updates auch über einen USB-Stick einspielen. Der Stick sollte frisch formatiert und bis auf das Update leer sein. Das Update ins oberste Verzeichnis kopieren. Je kleiner die Speicherkapazität des Sticks ist, desto besser. Bei mir hat das funktioniert.

    Liebe Grüße von
    Birgitt


    :nerd:

  • Hallo,


    danke für deinen ausführlichen Bericht! Ich habe tatsächlich noch eine Frage - beim Stöbern über diese Maschine, habe ich gelesen, dass sie Schwierigkeiten mit dünnen Stoffen haben soll. Ich kann mir das bei der Preislage gar nicht vorstellen und war auch überzeugt, dass die Probleme eher im Bereich der dicken Stoffe zu erwarten wären, aber da scheinen ja alle gute Erfahrungen mit ihr gemacht zu haben.


    Kann du etwas zu dünnen und glatten Stoffen sagen?


    Lieben Dank,


    Anne

  • Liebe Birgitt, das geht aber nur, wenn du das Update auf einem in Fat 32 formatiertem Stick hast. Stecke einen USB Stick mit Fat 32 in einen Mac und du bekommst eine wunderbare Fehlermeldung. Es geht nicht, dementsprechend bekommst du die Datei per Mac nicht mal auf deinen USB Stick.

  • Liebe Anne, ich probiere das mal aus und komme auf dich zurück, kann es mir aber auch nicht vorstellen. Die Maschine wird mit einer 9 mm Platte ausgeliefert (da könnte eventuell feiner Stoff eingezogen werden), aber auch eine Geradestichplatte ist dabei. Ich habe damit schon sehr feine flutschige Stoffe getestet, problemlos und das trotz 9 mm Platte. Muss mal gucken, wo ich dünne Baumwolle habe, die jage ich mal durch.

  • Liebe Thalie,
    super - das ist lieb von dir! Es hat für mich auch Zeit - ich plane sie mir nächstes Jahr zu kaufen, wenn ich bis dahin mit meinen Nähkünsten so weit bin, wie ich mir das vorstelle :) - aber ich weiß so gerne, worauf ich spare und wovon ich träume...


    Liebe Grüße,

  • Liebe Birgitt, das geht aber nur, wenn du das Update auf einem in Fat 32 formatiertem Stick hast. Stecke einen USB Stick mit Fat 32 in einen Mac und du bekommst eine wunderbare Fehlermeldung. Es geht nicht, dementsprechend bekommst du die Datei per Mac nicht mal auf deinen USB Stick.


    Kannst Du mir als Mac User das mit dem formatieren bitte nochmal erklären? Im Gegensatz zu Dir steht mir auch ein PC zur Verfügung, und wie man einen Stick formatiert weiß ich an sich auch, trotzdem, zur Sicherheit: Stick in den PC, rechte Maustaste "formatieren", und das war es?


    Die Maschine ist quasi schon auf dem Weg zu mir, daher finde ich Deinen Bericht natürlich doppelt spannend, und darüber, wie das mit Updates geht, habe ich mir als Mac User tatsächlich schon Gedanken gemacht. Im Gegensatz zu Dir bekomme ich allerdings auch das Stickmodul, wegen dem mache ich mir aber weniger Gedanken, als wegen Updates......


    Gruß,
    Bianca

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    Lichtmess vorbei, dadurch sieht man vieles im richtigen Licht!

  • Das formatieren in Fat 32 mit einem Mac geht nicht liebe Birgitt, es ist wie bei Software, du kannst Software für Windows nicht auf Mac aufspielen und hier das Update einen mit einer relativ neuen Windows Version (so ein altes Teil hätte ich hier ja rumfliegen, hat aber ein zu altes Windows). Gut für dich also, dass du noch einen Windows PC hast, hoffentlich in der richtigen Windows Version. Die alten Versionen habe ich mal gelehrt, habe aber schon lange nichts mehr damit zu tun, aber das formatieren über im Explorer über die rechte Maustaste dürfte tatsächlich noch funktionieren.
    Ich habe Bernina angeschrieben und warte noch auf die Erklärungen, denn so eine Firma kann sich ja nicht von einem nicht geringem Teil der User verabschieden. Viele Kreative sind Mac-affin und haben nicht zig Systeme zuhause.

  • Ich gehe doch mal stark davon aus, dass Updates über aktuelles Windows bei eines so neuen Maschine geht.


    Grundsätzlich formatiert man mit Windows nach wie vor über die rechte Maustaste, nur weiß ich mit dem Fat32 nichts anzufangen....


    Dass man Updates über Stick machen kann ist aber schonmal beruhigend, ich habe mich irgendwie schon die Nähmaschine durch die Gegend zu einem PC schleppen sehen ;-)



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  • Thalie,


    ich bin jetzt kein echter Computer Nerd, aber meines Wissens ist jeder USB Stick auf FAT 32 formatiert. Und bisher hatte ich noch nie eine Fehlermeldung, wenn ich so ein Ding an meinen Rechner gestöpselt habe. Mit dem Festplattendienstprogramm kann man jedes Speichermedium mit dem Mac in FAT 32 formatieren. Das kann man dort auswählen. Das Hauptproblem ist, dass der Mac auf einem Stick sofort eigene Verzeichnisse anlegt, z.B. einen Papierkorb und ein Spotlight-Verzeichnis. Das mag die Bernina nicht. Um das zu vermeiden, sollte man für den Stick Spotlight abwählen.



    GlückSachen,


    FAT 32 ist ein Dateisystem, dass Deinem Rechner erlaubt, Deine Dateien auf einem Speichermedium abzulegen und wiederzufinden. Wenn ich das richtig verstanden habe. FAT steht für File Allocation Table. Wikipedia übersetzt das mit Dateizuordungstabelle. Eine genaue Anleitung für das Einspielen von Updates sollte auf der Bernina Internet-Seite zu finden sein. Ich habe derzeit keinen Windows Rechner und will lieber nix falsches sagen.



    Edit: Eine Google Suche ergab, das FAT 32 sowohl von Mac als auch von Windows unterstützt wird.

    Liebe Grüße von
    Birgitt


    :nerd:


  • FAT32 bedeutet "Betriebssytem arbeitet mit 32 Bit" wenn das verlangt wird dann kann man den USB Stick mit Windows XP/2000 auch noch formatieren - bei neueren Windows Versionen ( ab Windows 7) kann man diese Rate einstellen ;-)

  • Danke, ich guck nächste Woche auf der Arbeit mal nach, wie man die Rate einstellen kann beim formatieren, bin zu faul an meinem Minilaptop rumzufuchteln, auf der Arbeit habe ich das Ding in der Dockingstation mit großen Monitoren und Maus/Tastatur dran :-)



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  • Das Problem sehe ich weniger in den Updates, dafür gibt es immer Lösungen (wobei die unverschämten Preise der Bernina USB Sticks schon zu denken geben, gut dass man die nicht braucht) sondern eher in der Unmöglichkeit, die Sticksoftware auf dem MacBook laufen zu lassen. Gut aufgelistet sind die diversen Softwares und die Kompatibilitäten auf dieser Händlerseite.


    Bezüglich der selbst von Bernina angegebenen Möglichkeiten für das Firmware Update habe ich mal hier ein Dokument für das Update an einer anderen 7er Maschine, es gibt klar und deutlich die empfohlenen Kompatibilitäten an, anders gesagt, für andere Versuche ist der User selbst verantwortlich, wenn es schiefgeht. Ich würde mich persönlich nicht amüsieren, dass über einen Mac zu versuchen, denn ich habe in der Informatikwelt einiges gesehen, was nicht unähnlich war und gehörig daneben ging. Daher habe ich mich ja an Bernina gewandt und warte gespannt auf deren Antwort, die können es ja gerne für uns mal ausprobieren, hehe. In der Zwischenzeit habe ich einen Freund mit PC und er hilft da gerne weiter.


    Wenn du eine Möglichkeit hast, nach Erhalt deiner schönen Maschine zu prüfen, ob du eine Mac kompatible Software für das sticken findest bzw. hast, fände ich das top. Ich würde gerne in das sticken einsteigen, eilt allerdings nicht.

  • Hallo, ich habe mir die Update Anleitung angeschaut: Den USB-Stick mit FAT32 kriegt man hin, aber die selbstentpackende Datei, in der das Update drin ist, dürfte man auf dem MAC nicht entpackt bekommen... Es ist eine *.exe Datei für Windows. Thalie hat vollkommen recht, so eine Engstirnigkeit sollte heutzutage nicht mehr vorkommen.


    Bei Sticksoftware wäre der Aufwand allerdings sehr hoch, sie auch für andere Plattformen anzubieten, da verstehe ich, dass sie das nicht machen.


    Lg, Daniela



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  • Thalie, hast Du Dir mal Stitchbuddy angeguckt?


    Ich bin ja tatsächlich doppelt ausgestattet, da ich privat nur Apple nutze werde ich Stitchbuddy nutzen (ich werde niemals selbst digitalieren, daran habe ich keinerlei Interesse).


    Noch dazu ist meine Freundin fit im Sticken, wohnt fast nebenan, hat einen PC inkl. Software, und Mama hat auch einen PC.


    Sticken sehe ich also recht gelassen (vor allem weil ich mich erstmal mit dem Nähen beschäftigen will, da jene Freundin sich passenderweise gerade den Fuß gebrochen hat, und am Tag nachdem ich die Maschine bekomme zu OP ins Krankenhaus muss :-( ).


    Ich habe mir die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr für intensives Testen ausgeguckt, da habe ich frei und ganz viel Zeit ;-)



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  • Die Bernina Update-Datei wurde von uns erfolgreich auf einem Mac entpackt und auf den Stick geschoben. Es tut mir leid Leute, aber wir haben das gemacht und das Update hat funktioniert. Falls der Mac die Datei nicht automatisch entpackt, gibt es das kostenlose Programm "The Unarchiver", mit dem alle komprimierten Dateien entpackt werden können. Wenn man dieses Programm installiert hat, wird auch die .exe komprimierte Datei automatisch entpackt. Viele .exe Dateien sind nichts anderes als zip-Dateien mit einem kleinen Programm, so dass sie sich unter Windows selbst auspacken können. Der Unarchiver macht dann das gleiche. Auch die neuen Windows-Betriebssysteme brauchen die .exe Datei in dem komprimierten File eigentlich nicht. Könnte sogar sein, dass es reicht, wenn ihr die .exe Datei in .zip umbenennt, dann entpackt sie der Mac automatisch. Müsst Ihr ausprobieren.


    Ich rede natürlich nur von komprimierten Dateien und nicht von Windows Programmen, die auch eine .exe Endung haben.


    Thalie : nach meinem Verständnis hast Du gesagt, dass ein Stick, der an der Bernina funktioniert, auf dem Mac eine Fehlermeldung hervorruft. Das ist definitiv nicht der Fall.

    Liebe Grüße von
    Birgitt


    :nerd:

  • Danke Birgitt, für Deinen Erfahrungsbericht :-)



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  • Hört sich gut an GlückSachen, ich schaue es mir mal an. Erst einmal den Umgang mit nähen auf der neuen üben finde ich gut, wenn die blind beherrscht wird, ab zu Stufe 2, das geht bestimmt ganz schnell. Ich bin gespannt auf einen Bericht über die Sticksoftware und deine ersten Erfolge, ich sticke ja meine Teile für Hunde per Hand, das ist meine Spezialität. Für den Hausgebrauch würde ich aber gerne mal sticken per Maschine können.


    Vielen Dank für den Tip Birgitt, das wusste ich tatsächlich nicht, dass mit The Unarchiver eine EXE auf dem Apfel zu entpacken ist, wenn es soweit ist, gebe ich mir mal die Kante und mache gleich ein Tutorial daraus, das wird bestimmt auch anderen helfen. Ich meinte übrigens nur, dass ein Stick mit einer .exe bei Apple eine Fehlermeldung hervorruft, grins.


    Jetzt dürfen wir mal hoffen, dass die Ingenieure die Kinderkrankheiten ausmerzen. Ich habe mittlerweile schon herausgefunden, warum der Einfädler weniger gut ist als der von der Aurora: die Oberfläche ist stark geriffelt und ich empfinde sie als sehr unangenehm runterzudrücken. Bei näherem ansehen habe ich auch festgestellt, dass das Kunststoffteil nicht sauber abgeschnitten ist, an der Seite befinden sich scharfe Grate, denen ich morgen mit der feinen Feile zu Leibe rücken werde (bei einer Maschine in dieser Preislage eigentlich ein no-go). Selbst bei mehrmaligen Versuchen, geht der Einfädler bei meiner 90er Nadel nicht in Position, es ist ja wirklich eine Präzisionssache und da wo der von der Aurora immer gefunzt hat, ist dieser hier bei einem von fünf Durchgängen erfolgreich. Die restlichen Sachen könnten per Update korrigiert werden.


    Ansonsten habe ich heute zum ersten Mal mit ihr appliziert (Loden auf Loden), ich stelle morgen mal Bilder ein, mit dem offenem Stickfuss war das genial einfach :-)

  • Über den überraschenden Oelverbrauch habe ich ja bereits geschrieben. Nachdem ich die Nina das erste Mal 9 Tage nach Erhalt auffüllen musste, habe ich jetzt wieder genau 9 Tage später ein klackerndes Geräusch wahrgenommen, welches klar macht, dass die Dame nach nur 20 Stunden Näharbeit durstig ist. Reinigen tue ich sie ja ständig, weil das mit Walkstoffen nicht anders geht. Da ist das auseinandernehmen der mobilen Teile schon eine Angewohnheit. Ich bin allerdings ein böses Mädchen und ziehe dabei nicht den Stecker, wie von Bernina empfohlen, grins. Heute habe ich mir mal die Zeit genommen und die Prozedur gefilmt. Tip für das Einsetzen der Kapsel, welche heute nur noch wenig Oel bedurfte: in der Kapsel befindet sich ein eingeprägtes Dreick, die Spitze muss nach oben zeigen, ausserdem muss die Kapsel gekippt werden und zuerst der untere Teil rein, dann reicht der Platz und sie bleibt wenn richtig eingelegt perfekt am Platz, im Gegensatz zu einer Aurora kann man sie loslassen, um die Klappe zu schliessen.


    Hier geht es zum Film, dabei war besonders das Nähgeräusch interessant, denn es sollte nicht gewartet werden, bis die Maschine was anzeigt, sondern per Gehör das Problem diagnostiziert werden.


    Müsst ihr auch eure 7er und 8er Serien so oft auffüllen?

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