Posts by techne

    Ok, dann sind das also zwei Alternativen das anzugehen. Ich glaube dann bevorzuge ich Deine Variante. Das heißt, ich stecke das klein wenige oben unter der Taille ab und dann nehme ich dort, wo Du Deine Pfeile hingesetzt hast was aus der Strecke der Schrittkurve raus und verlängere sie selbe Strecke dafür dort, wo die Innenbeinnaht ansetzt. Ich hab mal gezeichnet, damit es auch wirklich idiotensicher wird.

    Änderung.jpg

    So fänd ich es auch logisch, weil das ja da ist, wo sich das alles staut. Was ich bei der letzten Änderung in der hinteren Mitte (ich hab ja enger gemacht) weggenommen habe, passte ja auch gut, nur hat das die Naht wieder schräger gestellt und deshalb vermutlich auch etwas verlängert, wenn ich nicht irre.

    Also wenn ich es mir recht überlege, verstehe ich es glaube ich doch nicht. Ich kann also die Änderung nur zwischen Bund und Gesäßlinie machen und nicht dort wo Deine Pfeile sind also zwischen Gesäß- und Schrittlinie, richtig?
    Die Gesäßlinie ist so schön gerade und kippt dann ja auch wieder nach oben, aber das ignoriere ich dann, oder?

    Ok, deshalb also über der Gesäßlinie (gut dass das die letzte Änderung war, die ich rein gemacht habe... Aber ich lerne ja). Leider hab ich nur noch 1cm Nahtzugabe. Daher würde ich es gleich am Schnitt machen, weil ich dann eh eine neue Testhose brauche... Dann mache ich es in der Änderung wie für den flachen Po (das ist ja auch die im Link oben und deckt sich mit Deiner Beschreibung, wenn ich das richtig verstehe oder?).
    Die Seitennähte sind auf den Bildern in der Hinterhose tatsächlich schon pro Seite 1cm gehohlt. In der Vorderhose geht das nicht wegen meiner Oberschenkelmuskulatur.
    Irgendwie laufe ich gerade rückwärts. Aber egal. Ich hab trotzdem das Gefühl, dass ich mich annähere. Ich umkreise...

    Also ein Eis einen Spaziergang und ein paar Änderungen später gibts schon neue Bilder von der "Horrorhose". Das Lot spare ich mir mal, weil die Balance ja zu passen schien.


    vorne.jpgrechts.jpglinks2.jpghinten.jpg

    1. Die Vorderhose gefällt mir so schon mal. Die kleinen Schrägzüge, die man von der Seite sieht rühren von falschem Stecken in der vorderen Mitte. Die leichten Ohren an den Seiten sicher vom zu vielen Stoff hinten.
    2. Die hintere Mitte und wie sie bis zum Po fällt, finde ich auch gut, denke ich. Der Abnäher noch nicht, aber das ist ja eher eine Kleinigkeit.
    3. Das mit der stark gehohlten Beinnaht hab ich einfach mal ausprobiert. Für meine Begriffe hat es geklappt. Das würde ich mir als optionale Anpassmaßnahme behalten.
    4. Geblieben ist zu viel Länge an der Gesäßnaht. Es hilft nichts. Ich hab mal abstecken lassen und probiert, ob ich mich noch setzen kann. Es geht gerade so, ich werde es also einarbeiten und versuchen über die Dressur an Oberschenkel und Knie etwas Raum zu kriegen vorne, das sollte passen. Denn so kann man ja nicht rumlaufen. Bisher mag ich meinen Po in der Hose nicht sonderlich.
    5. Links bin ich noch immer stärker als rechts. Muss das berücksichtigt werden? Am liebsten hätte ich zwei gleiche Hosenhälften, weil die Verarbeitung sonst ja sonst viel aufwendiger wird.


    Überall findet man, dass man die Schräglage der Gesäßnaht durch zusammenschieben an der hinteren Mitte und zwar über der Gesäßnaht hier mal Müller, ändern soll. Ich finde aber, das ist für mich an der falschen Stelle. Spricht was dagegen das über der Schrittnaht zu machen (also so wie gesteckt auf dem Bild, vllt. etwas höher?)


    hinten gesteckt.jpg


    Und jetzt die Gretchenfrage: Neue Hinterhose zur Probe oder Änderungen im Schnitt übernehmen, etwas mehr Platz für die Waden schaffen und die Gesäßnaht kürzen (evtl. auch eine kleine Taillensenkung) und dann schon was "richtiges" (mit reichlich Nahtzugabe) zuschneiden, was meint ihr?


    Mit herzlichen Grüßen verabschiede ich mich in die Sonne zum sporteln!

    Files

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    Haha, ich werd schon bekloppt. Ich hab versucht mit Papier zu eruieren, wie ich die Hinterhose ändern müsste. Schön blöd. Kann man denn wohl die Hinterhosennaht einfach stärker gehohlt ausgestalten? Also so 1cm pro Seite nach innen abtragen?

    Das wäre ja was, was man gut noch im Nachhinein machen kann, wenn man sieht, die Dressur hat nicht gereicht.


    Zum Amüsieren mal meine Bildchen 8o


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    Hmm, ok. Ich grüble mal. Ich glaube dann muss am Ende noch eine letzte Musselin-Hinterhose her. Ich ändere mal so rum was unkompliziert noch geht (Seitennähte, Schritt, hintere Mitte usw.) und dann überlege ich mal, wie ich die Waden und Oberschenkeländerung simulieren kann im Stoff.

    Ich würde hinten am Oberschenkel V-förmig zusammenlegen (ich meine ich habe das bei Müller gesehen) und unten an der Wade wie ein Y Weite rein. Sauber geht das nur am Schitt. Die anderen Änderungen übertrage ich dann auch. Ergibt das Sinn?


    Ich hab auch versucht unter dem Po was wegdressiert zu bekommen, aber viel ist da nicht zu machen gewesen, hatte ich den Eindruck. Ebenso in die Kniekehle. Das erklärt es dann wohl.

    Also auf die Gefahr hin, dass das eigentlich schon längst keinen mehr interessiert, melde ich mal von meinem neu gefassten Optimismus.
    Ich bin nun mehr zu drapieren übergegangen. Ganz viel gesteckt habe ich also.

    1. Ist die Vorderhose an der Seite zu weit

    2. Ist die Hinterhose in der hinteren Mitte viel weit.

    3. Ist Hinterhose am Oberschenkel viel viel zu weit und etwas zu lang wohl auch.

    4. Die Schrittkurve muss reichlich runder werden.

    5. Alle Abnäher sind murks.


    Ich bastle mal und melde mich wieder.

    Heute war Post da :)

    Ich hänge mal Bilder an. Das Büchlein macht einen ausgesprochen guten Eindruck! Es ist ein Lehrbuch in naja etwas brachialem Deutsch, aber gut verständlich. Auflage A ist für die Lehrer, B für die Lehrlinge und entsprechend gekürzt.


    Man beachte die S. 90ff. Nicht wahnsinnig viel, aber wonach ich suchte. Diverse Einlagen (z.B. verschiedene Sorten Roßhaar) und Futter werden datailliert behandelt also nach Marial in Kette und Schuss sowie Bindung angegeben inkl. Eigenschaften und jewelligen Vor- und Nachteilen. Sicher gibt es vieles nicht mehr, aber man weiß dann grob, was das gewünschte Ziel ist.

    Ich habe bewusst etwas sehr frühes gesucht, weil es da schlicht noch keine Kunstfasern gab und die Wahrscheinlichkeit zu den gefragten Einlagen etwas zu finden größer ist. Eine recht detaillierte aber übersichtliche Materialkunde also.


    Viele Zeichnungen und einige Fotos gibts auch (man nehme das Schaf Beispiel).

    Leider kommt das Buch in meiner Auflage von 42 nicht ohne überschwängliches Lob des Nationalsozialismus aus. Das war zu erwarten, will aber gesagt sein. Erstauflage ist aus den 20ern. Zumindest ist es wohl keine Nazierfimdung oder Auftragsarbeit.


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    Ok, der Kopf raucht jetzt natürlich gehörig. Könnte es vllt. ein wenig helfen , wenn ich die Gesäßnaht noch etwas runder auszeichne? Die Abnäher vorne müssen raus, ich würde 0,5cm mehr einhalten und 1,5 in die vordere Mitte schieben (da dort der Hochpunkt des Bauches ja ist). Die Abnäher hinten müssen viel weiter zur Mitte, evtl. kleb ich mal die stärsten Stellen des Pos mit einem Krepp und übertrage dann Position und Länge.
    Um zu testen, was passiert, wenn die Waden genug Platz haben, überlege ich zum Gucken hinten aufzuschneiden. Dann kann ich längs vllt. auch wieder Weite aus der Hose nehmen. Jetzt ist aber erstmal gut für heute... :mauer:

    So, ich bin wieder fit und hab weiter an der Hose gearbeitet. Jetzt ist Ratlosigkeit und Verzweiflungsphase 2 an der Tagesordnung.

    Hier die Bilder (bitte den verlaufenen Stift ignorieren...). Die vertikalen Linien hinten sind 1. die Äußere der Fadenlauf, 2. der Bruch bzw. Hinterhosenmitte, aber sie liegen offenkundig nah beieinander.


    vorne klein.jpghinten klein.jpglinks klein.jpgrechts klein.jpg


    Achja, dressiert ist die Hose auch. Mein erster Versuch. Klappte eigentlich sehr gut, aber ich hatte den Eindruck es hält nicht gut. Zusammennähen ist dann ungleich schwieriger...


    Dressur klein.jpg

    1. Das mit der Mehrweite hinten war offenkundig schon mal Quatsch.
    2. Die Linien auf der Hose sehen irgendwie alle gut aus, finde ich.
    3. Sie liegt noch immer auf den Waden auf, trotz Dressur.
    4. Sie ist rechts weiter als links.
    5. Ich weiß nicht, warum sie aussieht als würde sie vom Knie zum Saum weiter werden, eig. ist sie gerade.
    6. Sie Abnäherinhalte sind überall zu viel, obwohl ich schon versucht habe alles gut zu verteilen.
    7. Mein Hauptproblem ist, dass sie von hinten deutlich so aussieht, als wäre die Gesäßlänge zu lang, aber die brauche ich offenkundig, um mich setzen zu können und ich hab zwischen Po und Knie einfach unendlich viel Material, so auch zwische Taille und Hüfte von allen Seiten betrachtet. Alles in allem sieht das sehr bescheiden aus! Weit ist für mich ok, aber dann bitte ohne Falten! Ich hab keine Ahnung was ich tun kann, außer vllt. die Saumweite stark zu erhöhen...

    Würde die Hose hinten wohl glatt fallen, wenn sie nicht auf den Waden aufläge? Naja, ich denk dann mal nach (gebe hoffentlich nicht auf) und nehme jeden (!) Hinweis dankend an. Auch auf Erfahrungen bin ich gespannt.


    Herzliche (verzweifelte) Grüße

    Ohoh, Kaufrausch...

    Weiter Bücher im Anmarsch: Warenkunde für Schneider, Häberle und das oben erwähnte Mode- und Textillexikon.

    So kommts, wenn man das alles so günstig hinterhergeworfen bekommt. Ich und mein Fimmel für antiquarische Bücher... Ich berichte nach Ankunft!

    Büchlein (Schradin: Garne und Stoffe, 1955 bei mir) ist da. Für alle, die wissen wollen, was drin ist, hier das Inhaltsverzeichnis. Mir gefällt das Kapitel am Ende zur Untersuchung der Garne und Stoffe besonders. Frühere Auflagen haben eine deutlich geringe Seitenzahl (spätere waren mir für "mal eben" zu teuer ;-)).


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    Kunstfasern gab es auch schon in den 50ern erstaunlich viele, was mich etwas überrascht hat. Ebenso überrascht mich die Vielzahl der Garne. Zu Einlagen ist nichts zu finden. Zielgruppe ist natürlich wie so oft bei solchen Büchlein die gute Hausfrau, aber da lässt sich ja drüber hinweg lesen. Gewebt und gesponnen wird heute natürlich anders. Wen das interessiert, dem lege ich (falls erreichbar) eine Führung durch das Textilwerk Bocholt nahe. Vor allem die Webereiführung lohnt.

    Interessant. Ich hätte jetzt versucht zwischen Gesäß- und Knielinie etwas mehr Weite reinzubringen, damit die Hose hinten glatter fällt (wenns daneben geht, kann ich wieder zurück), auch wenn sie dann sehr weit wird. Und irgendwie dachte ich mir, wenn sie mal glatt fällt, kann ich immernoch wieder was abstecken, sodass weniger Weite bleibt. So hab ich optisch doch irgendwie einen flachen Hintern.

    Rechts war die Hose wirklich schlampig genäht (Linien knapp 0,5cm versetzt im Schritt und auch am Bund), daher hab ich sie vor besseren Bildern schon wieder aufgetrennt. Die Hose wirkte tatsächlich rechts enger als links, was eig. nicht sein kann, weil die linke Hüfte die stärkere ist.

    Die Vertikalen zwischen Gesäßlinie und Knielinie sind der verlegte Bruch. Ab Knie abwärts dann der Fadenlauf. Für das nächste Bild zeichne ich den Fadenlauf mal oben ein. Dann gucke ich wie die Asymmetrie sich noch verhält, ändere da (entsprechend Deinen Hinweisen) noch und dann dressiere ich, dachte ich mir.

    (Aber erstmal wieder fit werden, dauert also etwas...)

    Ahh, ich hab schon überlegt, ob das Schnittmuster die Taille weiter oben ansetzt, als sie tatsächlich ist. Das erklärt die anders vorgenommene Änderung schon mal.
    Ich denke noch immer es hängt an der Schulter. Das Schulterblatt zeichnet sich deutlich unter dem Kleid ab und rechts gibt es diagonale Falten, die zum Schulterblatt gehen. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine zu sehen, dass die rechte Schulter höher steht als die linke. Das würde vllt. erklären, warum die diagonalen Falten nur einseitig zu sehen sind. Ansonsten würde ich mal was in Richtung der Änderung für vorgezogene Schultern oder starke Schulterblätter suchen. Vllt. findet sich da was, was plausibel aussieht für die wahrgenommenen Passsformprobleme.

    Also ich bin nun wirklich keine "Expertin" und ich finde es ganz schwer zu beurteilen, wo das Problem liegen könnte, wenn der Rest vom Oberkörper mit dem Teil an nicht zu sehen ist.
    Aber ich habe zwei Vermutungen. 1. Sieht es ein wenig so aus, als würde sich das Oberteil irgendwo "festsetzen". Nicht unbedingt weil es zu eng ist, aber vllt. weil entscheidende Passformstellen, an der falschen Stelle sitzen.

    Die 2. ginge in Richtung der Rückenformfrage. Neben der Option einen Rundrücken zu haben, gäbe es da noch die Möglichkeit, dass die Schultern nach vorne gezogen sind bzw. fallen. Also eher von der Seite her nach vorne kommen. Dadurch entsteht in der anderen Dimension ein "runder" Rücken. Das betrifft häufig Menschen, die viel im Sitzen am Schreibtisch arbeiten oder Menschen, die oberkörperlastigen Sport treiben (zieh Sportarten wie Klettern z.B.). Dazu könnte passen, dass es für mich aussieht als würde Oberteil über der Brust auch einen Hohlraum bilden und ich finde eher, dass es unter den Armen recht eng aussieht. Nicht in die Achsel ziehend, sondern die Strecke von der Brust zum Rücken. Durch die beschriebene "Rundung" würde auch die besagte Strecke an der Seite länger und damit der Bedarf an Mehrvolumen bzw. anders verteiltem Volumen.
    Ob das passen könnte?

    Das klingt wirklich gut. Wie man vllt. merkt schwebt mir für meinen "Schneider"-weg vor, zwar vor allem Damenbekleidung für mich selbst zu machen, aber eben nach HAKA-Verarbeitung/Bespoke/Couture-Verarbeitung (solang es die Materialien zulassen), aber ohne mich dadurch in der Modellwahl oder gar der Vielfalt der Kleidungsstücke beschränken zu lassen. Abweichungen behalte ich mir vor und sicherlich muss ich da noch meinen Weg finden.


    Ich habe vor zwei Wochen schon erfahren, dass ich fast mal einen Kurs geschenkt bekommen hätte. Stattdessen wurde es dann Geld für Material. Auch gut, weil ich erstmal wieder alles zusammenkaufen muss(te). Nich mal einen Schneiderwinkel hatte ich und der ist ja schon teuer genug. Ich kann das ja spezifizieren und dann allen in den Ohren liegen damit :-)

    Achja... bis ich wieder fitter bin, nutze ich die Zeit mal, um mir schon mal zu überlegen wie die Hose genauer ausgestattet und verarbeitet sein soll und feile (oder wie sagt man, wenn man noch im "sägestadium" ist ;-)) an meinen Knopflöchern (während ich in der Mediathek Turn-EM gucke, oder was es sonst noch schönes gibt)

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