Es kommt eben auch darauf an, für wen man näht.
Wenn man für sich eine gut sitzende, passende Grundgarderobe näht, die qualitativ so hochwertig und zeitlos ist, dass sie mehrere Saisons, also Jahre, überdauert - dann ist das natürlich sehr nachhaltig.
Da sind dann aber auch die Näher, die für ihre Kinder nähen. Wenn ich für meine 4 Kinder im Wachstum damals Klamotten genäht hab - dann waren das pro Jahr und Kind locker 100 Teile, Sommer und Winter, aus einem ganz einfachen Grund: die wachsen! Und wir haben außer Schneeanzügen und Schuhen nix gekauft. Und meine waren z.Bsp. auch nicht in den Größen, dass man da gut durchgeben konnte.
Und ich verkaufe die gebrauchten Sachen ja auch wieder, dh. das ist nachhaltig, weil Second Hand. Und ja, da sind Unterhemden dabei, die aus entsprechender Qualität und zeitlos genäht waren - die hab ich vor 20 Jahren für meine Älteste genäht, die hat jetzt die Murmel noch im Schrank. Da wurde mal eine Covernaht ausgebessert, das wars aber.
Man kann also nicht vergleichen. Nicht A und B und schon garnicht das Alphabet durch.
Und was mach ich mit meinen Resten? Die werden nicht schlecht - entweder gibts davon Socken für die Murmel oder es gibt eben Frühchenteile draus. Da kommt nix weg. Auch das ist nachhaltig. Und auch noch was Gutes getan und anderen Familien in einer blöden Situation geholfen und hoffentlich auch ein kleines Lächeln ins Gesicht gezaubert.