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Wichtige Grundlagen

  • Ja..liebe Kinderchen... nun zeigt her eure Händchen und Fingerchen. Sind die alle sauber? Dann mal los, ran an die Stoffe! ;)


    So, oder ähnlich kann die erste und die wichtigste Anleitung fürs Handsticken lauten. Aber alles der Reihe nach.


    Man benötigt:


    Stoff
    Stickrahmen
    Muster
    Stickgarn
    Sticknadel
    Gutes Licht


    Stoff
    Die Stoffwahl ist abhängig von der Art der Stickerei. Es gibt spezielle Zählstoffe, die für Kreuzstichstickerei oder Hardanger genommen werden, z.B. Aida oder Zweigart. Im Prinzip kann man auch jeden Stoff nehmen, bei dem die Struktur ein Abzählen der Kästchen ermöglicht.


    Stickrahmen
    Der Stickrahmen ist dazu da, um Stoff zu fixieren und so zu spannen, dass ein gleichmäßiges Sticken ermöglicht wird. ohne Stickrahmen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Stoff sich verzieht oder zusammengezogen wird. es gibt verschiedene Stickrahmen, rund, rechteckig, Handrahmen, Sitzständer oder Bodenständer. Die beiden letzten ermöglichen beidhängiges Sticken, da das Halten des Rahmens mit einer Hand entfällt.


    Stickgarn
    oder Sticktwist. Meist handelt es sich um hochwertige, mercerisierte Baumwolle. Diese Garne sind farbenstabil, und gut auch bei 95° waschbar. Manchmal nutzt man auch Seidengarn, Leinen oder Wolle.


    Wie bestimmt man die optimale Fadenlänge? Denn ein kurzer Faden bedeutet viele Vernäher und das mindert die Qualität der Stickerei. Ein langer Faden verdreht und verheddert sich im Prozess des Stickens. Die optimale Länge kann so bestimmt werden - man nimmt ein Garnende zwischen dem Daumen und Zeigefinger einer Hand, führt den Faden um den Ellenbogen rum bis der Faden wieder an den Fingern ankommt. Also zwei Ellen lang :)


    Sticknadel
    Mittlere Länge, hohe Qualität, größeres Öhr. Für den Kreuzstich, also für die Zählstoffe empfiehlt sich eine Nadel ohne Spitze. So gleitet die Nadel gut zwischen den Stofffäden. Man sollte nicht an den Nadeln sparen. Alte, raue, stumpfe Nadeln sind der reinste Horror und machen auch Stickerei unsauber.


    Gutes Licht
    Sticken ist seit eh und je Inbegriff der Handarbeit. Es ist eine hochpräzise Näharbeit. Tut doch etwas Gutes für die Augen und gönnt Euch eine gute Lampe! Es gibt spezielle Daylight Lampen, die auch noch zusätzlich mit einer Lupe kombiniert werden, aber auch eine gute Schreibtisch- oder Stehlampe tun auch ihren Job. Ich habe eine von Ikea, deren Fuß so schwer ist, dass sie bequem auch auf der Couch stehen kann und die sich so verstellen lässt, dass ich ein direktes Licht auf die Stickerei habe und nicht geblendet werde.


    Und war war mit den Händen? Ach ja, das Wichtigste!


    Setzt euch nie, nie, niemals an die Stickerei ohne unmittelbar vorher die Hände mit Seife gewaschen zu haben. Auch, wenn die eigentlich sauber sind (oder so aussehen ;)). Weder die Nadel noch der Stoff verzeihen die Nachlässigkeit. Sticken geht nicht schnell. Man nimmt es in die Hand, legt wieder weg, kommt am nächsten Tag wieder und so weiter. So kann manch eine Arbeit über Monate oder Jahre gehen. Und alles, was man an den Händen trägt, bleibt im Stoff. Und das muss dann später ausgewaschen werden. ist doch einfach schade um die getane Arbeit!


    Ja, und noch was. Setzt euch nie an die Stickerei, wenn ihr vorher Fisch gegessen habt. In irgendeiner Form. Egal, ob die Hände gewaschen wurden oder nicht, reagiert die Nadel irgendwie auf Fisch und entwickelt einen ganz spezifischen Geruch. Also, lieber nicht :)


    Fortsetzung folgt!

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  • *Hände vorzeig* Ja die sind gewaschen, wirklich :D
    Super Einleitung ich habe zhaus auch noch einige Stickbilder rumliegen und freue mich auf deine Fortsetzung

    Liebe Grüße
    Zierkissen

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  • Direkt eine Frage als Anfänger hierzu!
    Ich sticke demnächst auf einem regulären Baumwollstoff (sozusagen TShirt-Stoff, aber nicht dehnbar). Da ich Nadelmalerei hierbei betreiben muss (werde den Plattstich nutzen), hier nun die Frage, ob ich Stickvlies benötige oder ob es auch ohne geht? Reißt der Stoff evtl?

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