Im Praxistest - die Lochfolie

Prym Lochfolie Test


Nachdem sich ein paar Fragen ergeben haben und ich zusagte, sie mir näher anzusehen, möchte ich nun hier darauf eingehen.


Zitat von Aficionada

Also mir erklärt sich der Sinn der Lochfolie noch nicht so ganz.

Wenn ich sowieso frei Hand ein Muster auf die Lochfolie zeichne, dann kann ich es doch auch gleich direkt auf den Stoff zeichnen. Oder?


Auf der Lochfolie kann man freihand zeichnen. Man kann sie nutzen, um eigene - vielfach reproduzierbare Muster zu gestalten. Das bietet sich an, wenn man zum Beispiel Rahmengrößen festlegen möchte oder Quiltmuster, die auf Blöcke übertragen werden sollen.


Insofern hat Doro mit ihrer Antwort


Zitat von Doro-macht-mit

keine Ahnung, wie es gedacht ist. Bei der Lochfolie dachte ich an Muster, die wiederholt werden sollen und da würde das wohl dann gehen.


völlig recht. ABER -

Zitat von Doro-macht-mit

Und manch einer ist so unsicher im freien Zeichnen, dass man dann vorher ein Muster vom Papier übertragen kann.


Bei dieser Bemerkung begann meine Überlegung. Wenn ich ein Muster abzeichne und auf der Lochfolie male, dann male ich ja auch dort über die vorhandenen Löcher und somit über den Untergrund. Kann dieser Untergrund bemalt werden, ist das kein Problem.


Ich habe aus einem Schnittmuster eine Vorlage abmalen wollen. Anschließend hatte ich auch auf jenem Striche. Das sollte man bedenken. Will man den Untergrund schützen, muss man etwas zwischen die Folie und das abzumalende Bild oder die Vorlage legen. Ich habe Versuche gemacht mit Butterbrotpapier und mit einer Folie. Beides ging, allerdings fiel mir dann eine weitere Einschränkung auf.


Meine Versuche waren mit dem Trickmarker insofern schwierig, als dass dieser auf der Folie nicht ausreichend haftete sondern wie ein Filzstift auf Folie als feuchte Fläche darauf lag. Als ich die Folie abnahm, verschmierten die Punkte darunter und auf meinem Untergrund blieben Flecke und beim Positionieren auf den Stoff wurden diese ebenso übertragen. Das Trocknen der Kontur hatte zur Folge, dass sie nicht mehr ausreichend sichtbar war.


Insofern ist ein Übertragen der Kontur auf die Folie ein Folienschreiber zu empfehlen. Allerdings kann man diesen anschließend nicht mehr so unproblematisch entfernen wie einen wasserlöslichen Trickmarker. Zur Illustration meines Tests kommen nun hier die entsprechenden Bilder:


Abzeichnen mit dem Trickmarker


Lochfolie Abzeichnen mit dem Trickmarker


Abnehmen der Folie nach der Arbeit mit dem Trickmarker


Abnehmen der Folie nach der Arbeit mit dem Trickmarker


Farbreste (nach 2 Tagen) auf der Vorlage


Lochfolie Farbreste nach 2 Tagen auf der Vorlage


Unterlegt mit transparentem Papier


Lochfolie unterlegt mit transparentem Papier


Arbeit mit einem Folienschreiber


Lochfolie Arbeit mit einem Folienschreiber


Ergebnis nach dem Zeichnen mit einem Folienschreiber. Hier ist als Unterlage unter der Lochfolie eine Folie zum Einsatz gekommen. Auch auf dieser sind die Spuren zu sehen. Aber sie verschmierten weniger.


Lochfolie Ergebnis nach dem Zeichnen mit einem Folienschreiber


Mein Fazit: Hilfreich wenn man Vorlagen nutzen möchte, die man dauerhaft auf die Folie überträgt (mit Folienschreiber) und wenn man beim Abmalen berücksichtigt, dass man das sich darunter befindliche Muster auch schützt. Das Zeichnen auf der Folie wird einfacher, wenn man nicht so fest aufdrückt und damit nicht so sehr die Löcher trifft.


Die Vorstellung der Folie erfolgte hier. Sie wird mit der Artikelnummer 610 460 in der Preisgruppe W angeboten.


Ich bin gespannt, wie sie angenommen und genutzt wird.


Die Diskussion im Forum hat hier stattgefunden: https://www.hobbyschneiderin.de/forum/thread/3868

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