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Beiträge von Sporcherin

    Wenn man sich überlegt, was die Leute so bereit sind für ein modernes i-phone, ein Tablet oder einen PC zu zahlen, finde ich die Anschaffung für eine Nähmaschine, die man auch im Discounter um die € 65 bis 70 kaufen kann (Qualität, etc. möchte hier jetzt nicht diskutieren) nicht so wahnsinnig teuer. Überleg' mal, was alleine schon gute Laufschuhe zum Joggen oder Walken kosten. Das leisten sich die Leute ja auch so einfach mal oder ein Computerspiel oder ein Trimmgerät, was dann ungenutzt in der Ecke steht.


    Das Hindernis beim Nähen ist, meiner Meinung nach, das viele Fertigkeiten dafür erst erlernt werden müssen um wirklich schöne Sachen fertigen zu können. In der Schule gibt es das Fach Handarbeiten, so wie ich es aus meiner Schulzeit kenne, nicht mehr. Also werden die Kinder nicht mehr an Grundtechniken herangeführt. Es soll alles schnell gehen und rucki-zucki fertig sein.


    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, sich das Nähen selbst durch Bücher anzueignen, ist nicht so einfach. Es kommen neben der Grundausstattung Maschine, Schere, Maßband, Trenner, Garn, Stoff eventuell auch noch Kosten für einen Kurs obendrauf. Und nicht zu vergessen: man braucht Geduld und Durchhaltevermögen. Wer das nicht hat, läßt die Näherei schnell links liegen, vor allem, wenn niemand im Umfeld da ist, der helfen oder erklären, ermuntern und trösten kann, wenn's, wie bei mir, anfangs so gar nicht funktioniert.


    Ich denke, es sind weniger die Kosten, die einen davon abschrecken mit dem Nähen zu beginnen als viel mehr die Zeit, die Geduld und der Lernprozess, der viele Jüngere davon abhält. Denn das, das sieht man nicht im fertigen Stück.

    :buegeln: So, Dank des Bügelbretttests steht nun die Höhe der Arbeitsplatte für Gix Nähkämmerlein fest: +/- 90 cm, ebenso die Größe, denn bei ihr am Dachboden lagert nämlich noch ihre alte Küchenarbeitsplatte mit den Maßen 60 cm x 176 cm - perfekt, denn sie hat nur 180 cm Platz an der Wand wegen der nach innenaufgehenden Tür. So bleibt uns die Arbeit mit der Kreis- oder Stichsäge erspart.


    Auf die Idee ist sie gekommen, weil bei mir im Bürochen der Schreibtisch aus zwei Küchenunterschränken mit eben solcher Platte besteht. :)8
    Zu was doch Notlösungen, die aus Bequemlichkeit die Zeit überdauern, inspieren können. Und da Küchenarbeitspatten recht robust und alltagstauglich sind, will sie sich jetzt ein Bügelmützchen gefüttert mit Molton und Rundumgummizug nähen, damit sie ihren Zuschneidetisch auch als Bügeltisch nutzen kann. Ideen hat die Frau - einfach genialix! :tanzen:


    Nun suchen wir also zwei oder drei so ältere Unterschränke, wie ich sie hab', mit großen Schubläden und den massiven, verstellbaren Kunststoffüßen von einer recht teuren Küchenmarke als günstiges Gebrauchtobjekt. Na, das kann heiter werden, denn ein zweites Mal wird's das für € 3 pro Stück wohl im Gebrauchtwarenhof nicht mehr geben. Das war für mich damals der ausschlaggebende Grund sie kaufen und meinen Schreibtisch auf eine Höhe von 90 cm zu machen mit einem ebenfalls günstig erworbenen Holzhocker davor. Wie gesagt, war als Zwischenlösung gedacht und mittlerweile mag' ich's nicht mehr ändern. Letztes Jahr hab' ich die häßlichen, weißen Dinger sogar hübsch zweifarbig angemalt.


    Ein Blick ins neue Ikea-Küchenprogramm verheißt zwar einen tieferen Griff in den Geldbeutel, doch da ist etwas passendes dabei. Wäre also zusammen mit Cas nächste Woche schnell erledigt und dann gäb's noch einen Montage- und Feierabend dazu. - Nur IKEA ist..... ürgelwürf.... nichts für mich, denn viel, viel lieber guck' ich nach gebrauchten Sachen, das macht - zumindest mir - viel, viel mehr Spaß.


    Nachdem wir nun so intensiv in die Planungen für das Minizimmerchen von Gix und die Nähecke im Wohnzimmer von Cas eingestiegen sind, komme ich langsam ins Grübeln, ob ich selbst nicht auch mal etwas an einem Provisorium Nähecke im Schlafzimmer ändern sollte. Bei mir steht hinter einem Paravant versteckt in einer Ecke mein Werkeltisch - die Schreibtischplatte aus meinem Jugendzimmer mit vier runden Tischbeinen druntergeschraubt - unter dem Tisch vier Rollcontainer vom Discounter, zwischen dem Tisch rechts an der Wand und dem Giebelfenster mein Bücherregal, in dem im unteren Fach einige Koffer stehen, in den oberen Fächern meine Strick-, Bastel- und Nähbücher, links neben dem Tisch unter dem Dachflächenfenster das Kästchen mit der "Anni". Bis auf das kleine Nähschränkchen verschwindet alles hinter dem Paravant und es sieht aufgeräumt aus.


    Schelcht zum Vorstellen - oder? - Hier mal ein Bild, wie's aussieht, wenn ich nähe.
    Das Kartonchaos bitte nachsichtig übersehen, Danke, ebenso wie die aussortierte Kleidung in den Boxen, die auf ihren Ebay-Verkauf wartete.


    [Blockierte Grafik: http://abload.de/img/nahecke0wsa5.jpg]


    Die Platte vom Tisch hat in den letzten 35 Jahren ordentlich gelitten. Zwar hab' ich sie mittlerweile dank einer Idee aus dem Forum mit einer Wachstuchhaube verschönert, doch 67 cm x 150 cm sind doch a bisserle schmal, finde ich. Ja, ja, es weckt Begehrlichkeiten sich mit Einrichtungsideen anderer auseinander zu setzen. Ein größere Tischplatte werd' ich mir besorgen, denn ca. 10 cm in der Tiefe und Länge sind noch möglich und höhere Beine, denn bis zum Knick vom Dach sind noch 20 cm Platz. Und kann ich die "Anni", wenn ich nicht nähe auch unter den Tisch schieben und hab' wieder Platz unter'm Fenster und alles sieht übersichtlicher und aufgeräumter aus. :pfeifen:

    Vielen Dank für die Infos. Was ich herausgelesen habe, die Mehrheit kommt mit einer eine Höhe zwischen 90 cm und 100 cm gut zurecht.


    Das war mir schon klar, daß jeder so seine eigene Wohlfühlhöhe finden muß. Jeder arbeitet anders und hat andere Vorlieben.


    Nur wissen das die Tischbeinhersteller auch, frage ich mich, wenn ich so das Angebot im Netz durchstöbere. Die meisten Beine haben 70 cm und weniger. Ich hab' nur einige bezahlbare Tischbeine in den Höhen 80 cm und 90 cm gefunden. Alles, was an Länge darüber hinaus geht, wird ganz schön kostenintensiv.


    Und was noch blöder ist, ..... da werden durch die Begeisterung und Planung eines Nähkämmerchens der Freundin bei einem selbst Begehrlichkeiten geweckt über die ich vorher überhaupt nicht nachgedacht habe. :skeptisch: Jetzt bin ich nämlich schon so weit, daß auch ich einen höheren Werkeltisch haben will und über eine Umgestaltung nachdenke.

    Na ja ich weiß' nicht.... ich bin eher der Meinung, ich sollte mir erst mal alle Grundlagen aneignen.


    Das einzige, was ich bisher an eigener Konstruktion gemacht habe, waren Innentaschen für meine Motorradkoffer, die bauartbedingt recht ulkige Ausformungen an der Innenseite haben. Dazu brauchte es rund ein Dutzend Versuche bis das "Schnittmuster" für den Rechten und den Linken (haben unterschiedliche Größe) zusammengepuzzelt war. Mit was ich da nicht alles rumexperimentiert habe um die Form abzunehmen! Knetmasse in Frischhaltefolie, gerechnet, Papier geschnippelt, abgemessen, hingehalten, verändert.


    Die Probetaschen wurden gut geheftet und zur Probe bepackt - eine mittlere Katastrophe. Alles wieder aufgetrennt, nochmals angepaßt, wieder geheftet und genäht. War dann schon näher an meiner Vorstellung, doch nicht optimal. Den letzten Winter über habe ich mich damit beschäftigt - Jetzt ist Sommer und ich packe die Koffer immer noch nach der Platiktütenmethode, weil's irgendwie nicht so richtig paßt, mein tolles Konstrukt. Das wird mein Winterprojekt für 2014/2015.


    Mit dem bauchigen, abgerundeten Topcase war das viel einfacher, da paßte das Übungsmodell gleich so gut, daß ich's zum Original erklärt habe. Daß das nun aus mehreren, weder vom Design, noch vom Stoff, nicht zueinanderpassenden, älteren Handtüchern besteht, stört mich nicht. Ich sehe das mal als Alltagstest bevor ich im Winter in die Endplanung gehe und es nochmal hübsch passend zur Motorradfarbe nähe.


    Wenn ich mir nun vorstell', ich sollte für meine molligen Kurven ein Kleid entwerfen, na Prost-Mahlzeit! Entweder Modell Häng-runter-Sack oder Chaos-Preßwurst würde dabei rauskommen. Nö, ich bleib' vorerst bei Schnittmustern, die andere erdacht haben, so lange bis ich es verinnerlicht habe und weil ich darüber auch so schön fluchen kann. Und irgendwann in ferner Zukunft - dann mach' ich Sporcherinnen-Design!

    Schaue ich einen Schnittbogen an, gerate ich in leichte Panik die passende Linie zu finden, manchmal erwische ich die falschen und dann paßt gar nichts zusammen. Liegen die Teilchen dann endlich ausgeschnitten vor mir, wird's für mich schwierig, denn schreib' ich mir nicht genau drauf, welche Kante, was ist und wohin gehört, wird's meistens falsch. Deswegen ist meine "Probeteilproduktion" auch "ergiebiger" als die wirklich fertigen Werke.


    Der Sinn mancher Bögen, Lage von querliegenden Abnähern erschließen sich mir auf dem Papier nicht wirklich, erst wenn's dann aus Müllbeuteln oder Probestoff mühsam zusammengesteckt wird, dann geht der Knoten im Hirn langsam auf und meine Vorstellungskraft entsteigt dem Nebelschwaden. Was vorher Wirrwarr war, wird peu-à-peu logisch.


    Nähen ist eben doch ein bißchen mehr plastische Denkarbeit als nur pure Geometrie. Viel Übung und genügend Geduld ist gefragt.


    Konstruktion würde mich reizen, doch ich denke, wenn ich noch nicht mal in der Lage bin einen Kaufschnitt vernünftig anzupassen, dann sollte ich mit selber entwerfen einfach noch etwas warten.

    :D Es war ein ereignisreicher Tag, auch wenn er nur ein klein wenig mit Nähmaschinen oder Nähmöbelsuche zu tun hatte.


    Gegen halb acht startete ich fröhlich Richtung Bamberger Umland. Die kleine 90-km-Tour führte über kleine Nebenstraßen, es war noch etwas frisch, doch die Sonne zeigte sich fröhlich lächelnd zwischen den Wolken. Zehn vor neun Uhr erreichte ich gut gelaunt das Haus, in dem Gix wohnt.


    Nach einem kurzen :kaffee: -päuschen machte sich auch Gix fertig und stellte fest, daß ihre Lederkombi in den letzten drei Jahren wohl etwas geschrumpft ist, denn sie bekam diese nicht mehr zu. Maulend, daß eine Textilbekleidung auf einer Sportmaschine ziemlich SCH..:zensiert: aussieht, schlüpfte sie in ihre Sommerhose und zog die Stiefel an. Die Jacke nahm sie über den Arm.


    In der Garage hing die Batterie noch am Ladegerät und die Gixxer stand schlafend abgedeckt unter einer Plane im hintersten Eck der Garage. Erst Mal mußte das Auto rausgefahren werden. Beim Schieben der Maschine in die Mitte der Garage stellten wir dann fest, daß so wenig Luft in den Reifen war, daß wir damit nicht mal bis zur 400 m entfernten Tankstelle kommen würden. Die Kette hatte wohl auch schon lange kein Fett mehr gesehen, deshalb lief Gix zur Tankstelle um sich das Luftgerät auszuleihen und weißes Kettenspray zu kaufen. In der Zwischenzeit baute ich die Batterie ein. Das Motorrad von Gix ist eine 91er Suzuki GSX 600 ist ein Sportmaschine mit 86 PS und einem Vierzylinder-Vergaser-Motor - ein spritziges Kraftpaket, das Drehzahlen liebt. Wir sprühten sorgsam die Kette ein und kontrollierten den Ölstand. Grummel.... da fehlte was, nur Gix konnte sich nicht erinnern, welches Öl die Maschine braucht. Also gab's einfach etwas vom Autoöl, bei knapp einem Viertelliter macht das nicht so wahnsinnig viel aus.


    Dann schob Gix ihren Renner aus der Garage. Meine Augen schweiften über die bunte Plakette am Hinterteil und ich grübelte darüber nach, welche Farben derzeit verklebt werden. Ich fragte Gix, wann sie denn das letzte Mal gefahren sei. Sie meinte im Herbst vor drei Jahren. Dann guckten wir die Plakette genauer an und stellten fest, daß der TÜV im November 2012 fällig gewesen wäre. Ah ja, ganz toll. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet uns, daß wir noch genug Zeit hätten um einen Stop beim TÜV einzulegen, wenn wir Glück haben, kommen wir auch schnell dran. Gix schaute mich an wie ein Eichhörnchen, wenn's blitzt.


    - Du willst jetzt nicht ernsthaft zum TÜV, oder? - Aber sicher oder willst Du einen Haufen Geld Strafe zahlen, von dem Du auch eine Nähmaschine kaufen könntest? - Nee, wo Du Recht hast, hast Du Recht. Meinst Du denn die kommt durch? - Ich vertraue einfach mal auf unser Glück! - Die Reifen hab' ich vor meiner Pause wechseln lassen. - Das wird schon! - Na dann, Dein Wort in Gottes Gehörgang! -


    Alle älteren Suzukis, die ich bisher kennengelernt haben, haben die lästige Angewohnheit nach längeren Standzeiten schlecht anzuspringen. Leider kann man ihre Vergaser im Gegensatz zu älteren Hondas nicht so einfach mittels Drehen am Benzinhahn fluten und eine Gixxer hat auch keinen Kickstarter mit dem frau mal so eben durch Beinarbeit sachte Benzin ins Innenleben befördern könnte. So eine Suzuki ist nämlich modern! Ich stellte mich also auf eine längere Orgelei ein und mir war klar, daß das alles ein kleines Risko darstellt. Im Zweifelfall müßte Gix doch als Sozia bei mir mitfahren und dann würde heiter werden.


    - Wenn ich mich jetzt komplett anziehe, dann mag sie bestimmt nicht! - Nee, keine selbsterfüllende Prophezeiung! Wo ist denn Dein Helm? - Im Helmsack im Regal. - Höhöhö..... da kleben ja noch die Fliegen von Jahrzehnten drauf! - Quatsch, der nur ein bißchen angestaubt. -


    Gix holte ein nasses Tuch und putzte das Visier. Sie ging zu ihrem Motorrad und zog erwarungsvoll am Choke und drückte den Startknopf, ... orgel, orgel, orgel.... nichts.


    - Shit, die mag nicht! - Bleib' drauf auf dem Anlasser, nicht absetzen, der Vergaser braucht erst mal Benzin, die kommt schon – Benzin? Ich schau' mal, ob überhaupt noch was drin ist. - Ja, das wär' mal ganz gut, wenn da Sprit drin wär. - Echt? Deine läuft ja mit Gülle, so viel ich weiß. - Ja, ja, läster Du nur, aber die springt an. -


    Benzin war keins bzw. zu wenig drin und da Benzin sich während längeren Standzeiten in seine Einzelteile zu zerlegen pflegt, wunderte es mich nicht, daß die Gixxer Faxen machte. Jetzt wanderte Gix mit einem Benzinkanister zur Tankstelle und ich telefonierte mal mit der TÜV-Stelle. Ja, es gäbe noch einen Termin in einer halben Stunde, um elf, den ich gleich mal buchte. Gix füllte den Kanisterinhalt in die Weiß-Blau-Rote und streichelte aufmunternd über den Tank als wolle sie sagen, spring' doch bitte an.


    Der nächste Anlaßversuch brachte nach drei Mal Orgelei Erfolg und die Maschine lief kurz, ging danach gleich wieder aus und ließ sich nicht mehr zum Anspringen überreden. Sie war wohl ein bißchen sauer, daß sie so lange nicht mehr ins Tageslicht durfte.


    - Abgesoffen! – Dann, gib' ihr weniger Choke. – Och Menno, nix funktioniert! - Jetzt rauch' ich erst Mal eine und wir warten mal ein paar Minuten – Du bist gut, Du hast die Ruhe weg! -


    Der nächste Versuch wurde auch nicht mit Erfolg gekröhnt, denn jetzt schwächelte die Batterie.
    :confused: „Tja, hilft nur noch die Anschiebemethode, rauf mit Dir, ich schieb' Dich!,“ sagte ich.


    - Das konnte ich noch nie! Ich zieh' da immer gleich wieder an der Kupplung, wenn's bockelt. Mach' Du das, Du kannst das besser. Ich schieb'. - Nö, ich nehm' den Berg abwärts. – Durch die Siedlung? Da ist rechts vor links und 30! - Da ist doch nur eine, die von rechts kommt, oder? - Ja! -


    Gix wohnt glücklicherweise am Hang und ich schickte sie zur nächsten Seitenstraße, damit sie gegebenfalls ein kommendes Auto aufhalten könnte und ich den Schwung nicht verlieren würde. Ich ließ die Maschine mit gezogener Kupplung im dritten Gang bergab rollen, hoffte inständig, daß es funktionieren, das Tempo reichen würde und dann ließ ich mit einem beherzten Schnalzer den Kupplungshebel abrupt raus. Das schien dem Maschinchen Spaß zu machen, denn nun lief sie endlich. Allerdings bockte sie etwas, so als würde sie, das ihr unbekannte Wesen da oben auf ihrem Sitz, einfach abwerfen wollen. Vierzylinder sind einfach nur Diven, dachte ich mir. Ich fuhr eine größere Schleife durch das Wohngebiet und stieg vor der Garage ab. Gix strahlte, zog den Helm und Handschuhe an. Das Vergnügen konnte beginnen.


    Nach einem kurzen Tankstop und Reifenkontrolle zahlte Gix und der Kassier kam heraus um sich unser Anschiebespielchen amüsiert anzusehen. Dann fuhren wir die knapp 30 km zum TÜV. Wir waren zehn Minuten über der Zeit, was gar nichts ausmachte, denn dadurch verkürzte sich unsere Wartezeit. Die Gixxer benahm sich ordentlich und sprang per Knöpfchendruck des Prüfers ohne Zicken an, bei der Bremsprobe quietschte sie übermütig, hob kurz frech das Hinterrädchen und bewies spielend ihre Bremstauglichkeit. Die Suzuki kam mit leichten Mängeln, Kette kurz vor der Verschleißgrenze und einem verbogenen Bremshebel, denn der Prüfer wollte uns nicht glauben, daß das der "Ladystyle" sei, neuen TÜV und darf nun wieder am Straßenverkehr teilnehmen. Wir waren froh, daß er die dunkle Masse im Bremsflüssigkeitsbehälter nicht näher angeschaut hat.


    Mit leichter Verspätung von einer Stunde starteten wir. Zunächst fuhren wir ein Stückchen über die Staatsstraße, da Gix doch ungewohnt verhalten fuhr, und bogen erst nach etwa 50 km auf kleinere Sträßchen ab. Unsere Route war 165 km lang und führte uns ins Vogtland. Das Wetter war zwar wechselnd bewölkt und zeitweise sah es nach Regen aus, doch unserer guten Laune tat das keinen Abbruch. Nach gut einer Stunde legten wir eine kleine Pause ein und Gix strahlte über's ganze Gesicht.


    - Uff, ist das ungewohnt, aber total schön. - Das verlernt man nicht das Fahren. - Nee, verlernt hab' ich's nicht, doch mir tut alles weh. – Was jetzt schon? - Vielleicht sollte ich doch Yoga machen. - Ja, klar, am Besten beim Fahren. - Ich glaub' die Gixxer kommt nächste Woche in die Werkstatt. Die läuft nicht rund. - Gute Idee! -


    Gegen drei Uhr nachmittags kamen wir bei Popps an und es gab den versprochenen Käsekuchen mit Kaffee. In ihrem Käsekuchen ist neben Quark auch saure Sahne verarbeitet und er schmeckt traumhaft, himmlisch, köstlilch gut. Wir haben gleich zwei Stückchen davon gefuttert und ich dachte mit Schrecken an die Waage morgen, was die nun zeigen würde?


    Gix stöhnte über das Ziehen in den Handgelenken, das Kneifen im Popo und das Pieksen in den Knien. Wir witzelten, daß ältere Damen vielleicht doch keinen Supersportler mehr fahren und auf bequeme Automatik-Sofa-Roller umsteigen sollten. Gix wollte sich ausruhen und daher machte allein ich einen kleinen Abstecher in nahegelegen Tschechei um Zigaretten zu kaufen.


    Als ich retour kam, waren Popps und Gix mit der Auswahl an Stoffen für die Nähmaschinentasche beschäftigt und blödelten wie die Teenies herum. Popps hatte Gix in eine rosa Stoffbahn eingewickelt und drapierte gerade einen Blümchenstoff als Hut. Der Oberstoff für den geheimen Plan gefiel ihr recht gut und Popps grinste zufrieden.


    Unseren Nachhauseweg traten wir um Viertel nach fünf Uhr nachmittags an, da sich das Wetter zuzuziehen schien. Wir wollten trocken und gemütlich unsere Fahrt absolvieren.


    Als Gix vor Abfahrt noch Mal kurz auf der Toilette war, zeigte mir Popps heimlich das Zusatz-Überraschungs-Geburtstagsgeschenk für Gix. Eine sonnengelbe Privileg Top Star Automatik, die sie über den hiesigen Kleinanzeigenmarkt mit tatkräftigem Handeln für 33 € gekauft hatte. Die Maschine war vor zwei Monaten erst bei der Wartung, die Rechnung darüber lag bei. Ich war vor Freude ganz aus dem Häuschen und durfte mir trotzdem nichts anmerken lassen. Das war gar nicht so einfach, denn am liebsten wäre ich mit der Neuigkeit herausgeplatzt und ich muß noch 11 lange Tage den Mund halten – ürgelwürf – das wird schwer! Ich bin nur froh, daß Gix eine Internetverweigerin ist und nur nach dringlicher Aufforderung ihren Rechner überhaupt mal anmacht. Popps packte jeder von uns noch ein Stückchen vom Vogtländer Traumkuchen ein, den wir vorsichtig in die Tankrucksäcke verstauten. Winkend fuhren wir gen Heimat.


    Gegen kurz nach acht Uhr waren wir nach flockiger Kurvenfahrt – ohne Pause - mit einigen neckischen Umwegen wieder bei Gix als es zu nieseln begann. Sie wollte gar nicht mehr absteigen von ihrem Möppelgetier, so sehr hatte ihr die kleine Käsekuchentour Spaß gemacht. Tja, Motorradfahren ist wie Nähen, wenn einen der Virus mal gepackt hat, dann läßt er einen nie wieder los.


    - Öhm, die Garage ist ja offen. - Dann wirst Du sie wohl nicht zugemacht haben. - Das ist blöd, denn ich hab' meinen Wohnungsschlüssel im Regal liegen lassen. - Keine Panik, Du wohnst in der Pampa! - Werd' nicht frech! -


    Wir vesperten gemeinsam und dann entschied ich, ganz gegen meine Gewohntheit, über die Bundesstraße direkt nach Hause zu fahren, denn triefend naß werden wollte ich nicht und Fahren von der Dämmerungen in die Dunkelheit ist auf meinen so geliebten, kleinen Kurvenweglein mit einem Oldie, der die Strecke nicht optimal ausleuchtet, relativ anstrengend geworden. :omasesselkatze: „Ja, ja, das Alter!“, spottete Gix, die gekonnt ihre kleinen Zipperlein nach der ungewohnten Fahrt überspielte. „Ich weiß ja, wer morgen Muskelkater hat!“, frotzelte ich zurück. Ich verabschiedete mich und startete die Güllepumpe.


    Petrus hatte ein Einsehen und ich kam nach knapp einer Stunde, zugegeben recht flotter Fahrt :pfeifen:, ohne Regentröpfchen abzubekommen, um kurz nach zehn in meiner Garage wohlbehalten, zufrieden und müde wieder an.

    Genau. Einmal hängt das von der Körpergröße ab. Dann auch noch von der persönlichen Gewöhnung. Am ALLERBESTEN ist eine verstellbare Arbeitshöhe, damit man seine Arbeitsdingsbums auch mal verstellen kann. Bekanntlich ist man abends eher kleiner als morgens.
    ...
    Die Körpermaße nach DIN 33402-2 gehen von unbekleideten Menschen aus. Nacktzuschneiden??? Das können die doch nicht ernsthaft vorschreiben wollen...


    Warum nicht, Gix hätte da schon eine gewisse Vorerfahrung aus dem Schwimmbad. :pfeifen:

    :confused: Die Telefondrähte glühten heiß zwischen dem Vogtland, Ober- und Mittelfranken. Popps, Gix und ich waren zwei Stunden lang in heiße Diskussionen verwickelt zwecks dem Werkeltisch für das Mini-Nähatelier. Es geht um Tischbeine und deren Höhe, Tischplattengröße und Plattenmaterial.


    Folgende Argumente fielen - die Kommunikation erfolgte erstmalig per Mobiltelefonkonferenz (genial, denn bisher redeten wir zeitgleich per Festnetz auf Lautsprecher gestellt und Mobiltelefon, da kam so manches nicht richtig an und mußte wiederholt werden):


    Ein Eßtisch zum Zuschneiden zwar schön groß, doch zu tief, denn die haben meistens zwischen 70 und 72 cm Höhe. - Na ja, den hab' ich aber schon rumstehen. - Wie hoch ist Deiner? - Was, mein Wohnzimmertisch - nein, Dein Klotisch! Deinen Zuschneidetisch meine ich natürlich - im Bad zuschneiden, das ist mal ne neue Varainte - oder Brett auf die Badewanne - das wär' aber a bisserle tief, oder? - Gelächter - ...ähm... bis knapp unter die Hüfte - ganz toll, Du bist ja auch eine Riesin - wart' ich mess' mal - na, da bin ich mal gespannt - Warten in der Leitung - der eine hat 90 cm, der andere 105 - ich bin aber nicht so groß, wie Du - und Deiner? - 72 cm, der ist aber auch dafür da um Päckchen zu packen und zu basteln und um ihn bei Feiern an den Eßtisch dran zu schieben - Du gehörst ja auch zu den Zwerginnen - Oder um gleich vier Maschinen gleichzeitig draufzustellen, wenn's wieder Nähfeier gibt! - Danke, es lebt sich gut als kleines Menschlein - Klappt die Nähfeier am 26.? - Cas hat noch nicht geantwortet - Hoffentlich, ich freu' mich schon drauf! - ich auch.


    Weißt Du denn jetzt, wie groß er wird? - Wer? - na, Dein Werkeltisch - ach so, zirka 120 auf 60 - 60? Paßt Du denn noch zwischen Tisch und Maschine? - keine Ahnung - na dann nimm mal Deine große Palme und schieb' sie vor Deinen Wohnzimmerschrank und setz' Dich dazwischen - Was, jetzt? - Palme ist doch blöd, die piekst doch! Die ist doch nicht gleichmäßig! - Wart' mal, bin gleich wieder da. - Was macht sie denn? - weiß' nicht - nicht, daß sie das jetzt ausprobiert - sie wird schon wiederkommen -


    Sag' mal, was hast Du als Tischplatte? - Metall mit einer Schneidplatte drauf in Tischgröße und der andere eine Spezialbeschichtung - das kommt uns nicht in Frage, soll ja bezahlbar sein - eigentlich tut's eine Sperrholzplatte, entweder matt farblos lackiert oder so wie bei Dir mit Wachstuchhaube - lautes Quietschen - Gix, was treibst Du denn? - Ich hab' jetzt mal die kleine Kommode in den Abstellraum geschoben - Gekichere - Die Kommode? - ja, wenn ich die querstelle, hat sie 59 cm - tolles Versuchsmodell, dann kannst Du doch nur auf 35 cm testen! - stell' sie doch mit dem richtigen Abstand in der vollen Breite an die Wand - Gekeuche und leises Fluchen durch die Leitung - Mist, wo ist das Maßband? - tja, das sehe ich auch nicht - wie denn auch - demnächst machen wir Videokonferenz - schade, daß Cas unterwegs ist - ach, hast Du den Raben angeguckt? - ja, ein bisserle lädiert, Dienstag oder Mittwoch fahren wir wieder hin - so fertig, ich sitze - und? - wie isses? - eng, aber nicht zu eng - Wie hoch ist die Kommode? - Hä, was? - Wie hoch die Kommode ist, wollen wir wissen - uff.... Moment..... 68 cm - Das ist nicht optimal für den ultimativen Sitztest! - Menno, da arbeite ich mich ab und Ihr meckert, dabei seht Ihr's doch gar nicht. - dann mach Fotos! - ganz toll, wie soll ich das hier in dem kleinen Raum fotografieren! - auch wieder wahr. - stell' doch mal ein paar Schachteln drauf - Wieso? - damit's höher wird! - ach, nee - echt? - also, ich denke, daß geht, 55 bis 60 cm - okay, schreib's auf. -


    Und Tischbeine? - Ikea scheidet aus, das verstellbare Bein find' ich zu teuer - Alternativen? - Baumarkt mit dem Biber, der hat ein Bein ohne Rollen mit 82 cm - so hoch? - das sind mit Platte 85 cm - Du bist doch groß, los meß' mal - Wieso? Ich weiß doch, wie groß ich bin? - Du sollst mal probehalber 85 cm abmessen - oder stell' noch eine Plastikbox drauf - dann wird's doch zu hoch, das ist ne doofe Idee - nein.... doch ..... ja ... autsch .... aua ..... Mist... - Was denn passiert? - Hab' mich beim Bücken an der Kommode gestoßen! - also doch zu eng - nö, nur ungewohnt - also das ginge - Wie hoch ist das jetzt? - Menno, Ihr fragt heute wieder Zeugs..... 86 cm - und .... paßt das? - Ich denke schon, aber kannst Du nicht mal im Forum nach Erfahrungen fragen, was die anderen so haben? Schreib' aber 172 cm dazu! - Hähähä, Tischhöhe oder Länge oder Deine Größe? - POPPS! - Okay, hab' ich gemacht..... - schön - Meinst du da gibt's Antworten? - bestimmt - Ja, ja, die lachen sich alle kringelig über mich und meinen Nachtfalter! - Ihr seid damit einverstanden gewesen! - Ja, sind wir auch. - klar, sollen ja auch Spaß haben an unserer Blödheit! :D


    ..... und jetzt warten wir gespannt auf die Antworten.
    http://www.hobbyschneiderin.net/showthread.php?15172-Zuschneide-amp-Werkeltisch-Welche-H%F6he-findet-ihr-optimal&p=179368#post179368


    Ich hab' auch ne Idee für die Nähecke von Cas - Erzähl'! - Wenn Cas ihrem Tisch höhere, rollbare Beine verpaßt, dann kann sie ihn über den Nähschrank drüberschieben, wenn sie nicht näht. - Wie, was, warum? - Häää? Erklär' mal deutlicher. - Cas schiebt ihren Tisch doch in die Mitte, wenn sie näht und zuschneidet, damit sie drumrumlaufen kann. - Ja, und das quietscht und schliert auf dem Boden. - Ist aber genial zum Arbeiten - Ja, wenn sie nicht auch die Nähmaschine auf dem Tisch hätte - ach Du wieder! - Ja, ja, bei Dir muß alles immer wie aufgeräumt aussehen! - Wenn sie sich jetzt auch ein Schränkchen kauft, versenkt sich die Maschine bei Nichtnutzung. Der Schrank steht auf Rollen und ist ca. 70 cm hoch. Dann kann sie das an die Wand stellen und den Tisch, der ja größer ist als das Schränkchen drüberschieben. Sie kann sich dann aussuchen, ob sie den Tisch oder den Nähtisch in die Mitte zieht, wenn sie rumwerkelt. - Hey, das wär' auch eine Lösung für Dich selbst, wenn das bei Deiner Dachschräge geht! - stimmt! - gar keine so blöde Idee - womit wir wieder beim Ausgangsproblem wären, Beine mit Rollen höher als 72 cm. - oder Beine mit dicken Filzgleitfüßen drunter -


    Ich hab' in Augsburg einen hellen Schrank gefunden, in der Nähe von Regensburg einen Grau-Weißen. - Näher nicht? - Na ja, Cas und Du sind ja gerne unterwegs! - Schick' mal die Links! - Moment - Ich bin nicht am Computer! - Ach, Gix! - kurzes Warten bis die Mail bei Popps ankommt - Na, der Helle wär' doch was für Cas und der Grau-Weiße paßt doch bei Dir! - Ich hab' doch den kleinen, in dem die "Anni" wohnt. - Ich will das auch sehen! - Dann fahr' Deinen Complunder hoch! - Nö, laß' es, das dauert in der Pampa ewig bis sie eine Leitung hat - Wie wär's mit DSL - Das sind Fremdwörter für Gix! - Na, der Trend zum Zweitschrank ist ungebrochen! - hähähä... Sporchi baut aus - nö, nicht bei Nähmaschinen, lieber bei..... - neee, sag' jetzt nicht, Du hast sie gekauft - Was gekauft? Los laß' mich nicht blöd zuhören! Was hat sie gekauft? - Na, ja, dann beichte ich mal oder doch nicht! - Ja, tue Buße - Was beichten? Was hat Sporchi angestellt? Sag' doch was!!!! - Los, raus mit der Sprache, sonst gibt's kein Bier beim nächsten Treffen! unangenehme Ruhe in der Leitung, mein Gedanke soll ich's sagen oder nicht? -


    Ich hab' mir eine blaue CX gekauft. - Du hast WAAAAS gekauft? - Was ist das? - ein olles Motorrad - oh, wie schön - Mädel, Du tickst nicht richtig! Was willst Du mit ner Güllepumpe? - Fahren, was soll sie sonst damit machen! - Popps, Du hast keine Ahnung davon, wie das Ding aussieht! Die Form ist häßlich und die Technik überholt! - Motz' ich vielleicht über Deinen Gixxer? - Das ist was ganz anderes, die hab' ich schon ewig! - Ja, und fährst seit Ewigkeiten nicht mehr! - Ich versteh' nur Grützel-Mützel, von was sprecht Ihr? Also, was ist das jetzt für ein Ding, was sie da gekauft hat? - ein Schnuckelchen, ein Jugendtraum, eine damals revolutionäre Technik - Das ist doch prima! - Ja, mit Automotor! - Häää? Mit Automotor? - Die ist doch viel zu hoch für Dich - wieso, ich dachte, sie hätte auch so eine Art Enduro oder wie das heißt - Ich hab' die Sitzbank abpolstern lassen. - Hauptsache, sie gefällt ihr! Wann hast Du sie denn gekauft? - Will ich sofort sehen! Kommst Du morgen vorbei? Ich bin neugierig! - Ich auch, wenn Ihr kommt, dann back' ich Käsekuchen - ...mhm... Käääääsekuuuuchen.... - nur, wenn DU selbst mit zu Popps fährst! - Beichte, seit wann!!!!! - vor drei Wochen - und da sagst Du nichts? - nö, denn sonst hätte ich Euch spazieren fahren dürfen - Mich nicht, bei Dir fahr' ich nicht mit! - Also kommt Ihr morgen nun? - Ja, ich hol' Dich Gix um halb elf ab! - MORGEN? Da ist Schlechtwetter! - nö, morgen ist's schön! - also, gut..... aber nur wenn's Käsekuchen gibt - Versprochen!


    :tanzen: So werde ich morgen zu Gix fahren, damit ihre Suzuki GSX (Sportmaschine) - genannt Gixxer, daher der Spitzname von Gix - mal wieder Straße unter die Reifen bekommt und meinen neuen Oldie (Honda CX 500, Bj. 1982) ausführen, um dann gemeinsam zu Popps ins Vogtland zu touren. Gix hat versprochen in die Garage zu hüpfen und die Batterie aufzuladen. Na, ich bin mal gespannt, was uns morgen noch so Ideen in puncto Nähtischkombinationen einfallen und ob Popps schon den Stoff für den Nachtfalter-Mantel besorgt hat und wie er Gix dann gefällt. Schade nur, daß Cas nicht da ist, dann wär' das Kleeblatt komplett.

    :confused:


    Diese Frage stelle ich im Auftrag meiner Freundinnen Gix (172 cm groß) und Cas (164 cm groß).
    Welche Höhe empfindet Ihr bei einem Zuschneidetisch als angenehm?


    • Bei einem Tisch, der mit zwei Seiten an der Wand steht - Größe: 120 cm x ca. 60 cm
    • Bei einem Tisch, der frei umgehbar ist - Größe ca. 175 cm x 80 cm


    Wir wären dankbar für Euere Erfahrungen.

    Ah.. ja..., jetzt weiß' ich auch, was eine Chemise ist. Der Begriff war mir bisher fremd.


    Das hast Du wirklich mit der Hand genäht? Respekt! Tut es Dir nicht leid, das wieder aufzutrennen und anders zu verarbeiten?

    Was ich jetzt noch spannend fände: Gibt es da möglicherweise regionale Unterschiede bei den Vorlieben? Wie gesagt: Pfalz = Pfaff. Gibt es das woanders auch so?


    In meinem engeren Freundeskreis stehen vier alte Privilegs (Bj. 1965 bis Mitte 70er), die alle noch gut laufen. In der weiteren Verwandtschaft gibt es drei weitere ältere Privilegs, zwei nicht ganz so alte Pfäfflinge und eine Singer aus den 70er-Jahren. Klar, Quelle war quasi um die Ecke, bot schon damals Ratenzahlung und frei-Haus-Lieferung an. Die Handarbeitsabteilung war reichlich bestückt und die fachliche Beratung gut. In Nürnberg gabs einen große Pfaff-Vertretung, einen Laden, der Singer führte und ein Burdastudio, das entsprechende Empfehlung aussprach.


    Die neueren Maschine im Bekanntenkreis sind bunt gewürfelt, da findet sich von Brother über Janome bis zu Bernina fast jede Marke.


    Ich denke, so nach Regionen kann man das nicht beurteilen, eher nach den Einkaufsmöglichkeiten in der näheren Umgebung, die heute dank der Automobilität und dem Internetkauf nicht mehr so die große Rolle spielt, wie vielleicht noch vor 30 Jahren.

    ....Urlaubshalber kann man freilich auch die Flohmärkte hier abklappern. Dort sehe ich regelmäßig Maschinen, wie es aber um Testmöglichkeiten bestellt ist... Wenn Ihr Frankenmädels mal Elsaßurlaub planen wollt hier noch die nächste Termine: .....
    Und dann stelle ich auch gerne Kaffee und Kuchen bereit. ;o) Laßt Euch gerne hören/sehen. Allein für die Berichterstattung setze ich noch einen Topf Schlagsahne mit auf den Tisch.


    :D Ich hoffe Du weißt, auf was Du Dich da einlassen würdest..... Das wären einfach 342 km bzw. 516 km von Popps aus - ... mhm... a bisserle viel für ein Wochenende und wir Vier mehr als drei Tage auf einem Haufen, dann wird jede von uns noch mehr plemm-plemm als wir sowieso schon sind. Du bräuchtest danach vermutlich eine Woche Erholungsurlaub. Doch die Idee ist grundsätzlich gut, wenn in Frankreich nicht französisch gesprochen werden würde, was ich nur sehr bruchstückhaft beherrsche.


    Untätig in Sachen Nähmaschine und Schränkchen war ich nicht. Allerdings gestern eher mal aus Zufall. Ich fuhr zum Gebrauchtwarenhof um mich um zusehen, ob's momentan ein günstiges Sideboard mit den gewünschten Maßen gibt. Gab's leider nicht. Dafür ein Klavier, ein riesiger Kasten - sah witzig aus - ein altes Klavier in babyhellblau mit weißen Wolken. Die Idee könnte von Gix sein. Eine Garderobe in grün im Baumform - auch eine schöne Idee. Eine dunkelblaue, frauhohe Gummibärchendekoleuchte - schade, daß an einigen Stellen die Preßnähte bereits aufgingen. Das wäre ein Teil für mein Schlafzimmer gewesen. Erspäht hab' ich einen Tupper Käsemax für einen Euro und eine Tupperkaffeedose samt Deckel für 50 Cent, nahezu ungebraucht.


    Zwischen diversen Schränkchen fand ich dann ein Tretomobil der Marke Pfaff. Eine mechanische Pfaff 60 in einem massiven, dunklem Vollholznähschrank mit Intarsienarbeiten auf der Tür. Die Maschine zum Klappen. Der Mechismus funktionierte einwandfrei, die Sicherungskette und das Schutzblech im Inneren original erhalten, sogar der Klemmbefestigungshebel, wenn die Maschine eingeklappt ist, war noch dran. Ein relativ neuer Riemen drauf. In den Schubläden viel Zubehör, wie Kabel zur Nähleuchte, verschiedene Füßchen, Spulen. Wahnsinn! Die Maschine selbst glänzte wie frisch gewienert und lief lautlos. Hab' ich ausprobiert, denn es waren Stoffstückchen in der Lade und Nähgarn. Treten ist gar so schwer, wie ich dachte. Sie hat richtig toll genäht. Allerdings würde ich auch keinerlei wirkliche Mängel erkennen können, dazu fehlt mir die Erfahrung. Mist, daß ich keinen Platz in meiner Dachwohnung für diese Nähkombination habe, denn ich hätte sie gerne gekauft. Nur mein Bücherregal will ich dafür nicht opfern. Und auf einer Maschine, die nur geradeaus näht, würde ich vermutlich auch nicht oft nähen, obwohl's die Koordination fördert und schöne Waden machen soll, wenn man beim Nähen treten muß.. - Aus dem Kopf geht sie mir nicht - vielleicht fahr' ich nächste Woche nochmals hin, falls sie dann noch da ist. Nur wie ich diesen schweren Brocken dann alleine in den Kofferraum reinkriege und wieder raus, das würde ein Monsterkraftakt werden, selbst wenn die Maschine ausgebaut wäre, wiegt das Gußrad immer noch sehr viel, da kommt's dann auf die 10 kg Maschinengewicht auch nicht mehr an. Hochheben konnte ich das Ding kurz. - Nein, ich habe keinen Knall - ich denke nur laut!


    Nachmittags hab' ich in Schwabach einen Hubliftschrank besichtigt, so einen, wie sich Gix gekauft hat, allerdings in rabenschwarz. Er hat zwei kleine Macken, eine am Scharnier, da ist etwas ausgebrochen, daß könnte mit einem Stückchen Holz eingeleimt und erneuert werden. Und ein Rollfüßchen lahmt. Grins, wir könnten ja mit Musterrolle wieder in den Bamberger Baumarkt ausschwärmen. Ich hab' das Teil fotografiert und die Bilder an Cas gemailt. Sie ist interessiert und wenn sie am Dienstag wieder zurück ist, dann werden wir wohl gemeinsam nochmals hinfahren, sofern der Schrank dann noch da ist. Wie wir das mit Transport machen, weiß ich noch nicht, denn weder in Nähmäuschens noch in mein Auto paßt das Ding rein.

    Aus der Edition Fischer gibt es ein Buch "Chapeau" von Susanne Woods und Beate Wellmann. Darin werden 25 verschiedene Kopfbedeckungen vorgestellt.


    Warum sollen die kleinen Minihütchen nur auf langhaarigen Frauenköpfen wirken? Kann ich mir auch bei kurzen Haaren mit passendem Outfilt gut vorstellen.


    Ich denke, Jojoba-Öl.
    Könnte noch weißes und schwarzes Kettenfett, sowie Batteriepolfett beisteuern ;)..... schnell wegrenn ......

    .....Ich hab noch eine Privileg 565 aus den 80ern im Schrank bei der allerdings das "Gaspedal" defekt ist. Ich hab darauf gelernt und schätze sie, weil sie erstens noch voll aus Metall und zweitens gute Dienste geleistet hat, zickenfrei ist und super geschnurrt hat, solange das Gaspedal noch funktionierte. Vielleicht hat hier ja jemand eines für mich? ....
    lg
    Kiwanea


    Hallo Kiwanea,


    die Sache mit dem Gaspedal tauschen ist wirklich nicht schwer. Dank der Anleitung von Stefan, habe ich das schon zwei Mal gemacht und beide umgebaute Pedale funktionieren einwandfrei. Die Standardfußanlasser bekommst Du im Onilineshop von verschiedenen Nähmaschinenhändlern, kosten zwischen € 18 und € 25, für ein eventuell neues Kabel mit passendem Anschluß werden zwischen € 7 und € 20 fällig. Das lohnt wirklich! Eine funktionierende Privileg, die einem Spaß macht, die man gerne hat und solide ist, würde ich nicht gegen eine neue Maschine tauschen wollen.


    Guck' mal in dieses Thema:
    http://www.hobbyschneiderin.net/showthread.php?10444-Gaspedal-f%FCr-Pacesetter-XL-bzw-Ideal-Super-Automatik&highlight=ideal+super+automatik
    Im Zweifelsfall Stefan fragen.


    Guten Gewissens kann ich den Reparaturservice vom Nähmaschinen Gerber in Siegenburg empfehlen. Bei vielen, kleinen Nähläden in Bayern kommt er vorbei und holt wöchentlich an einem festen Tag die dort bgegebenen Maschine zur Wartung und Reparatur ab. Nach Reparaturzettel wird dann die Wartungs- oder Instandsetzungsarbeit ausgeführt. Wer möchte, gibt Telefonat vor Reparatur an, so daß man die Möglichkeit hat, die Reparatur, die evtl. die preislichen Vorstellungen übersteigt, abzusagen. Nach einer Woche kommt die Maschine zuverlässig mit dem Maschinenlaster wieder zum Nählädchen zurück. Auf Reparaturen gibt es ein halbes Jahr Garantie und wenn wirklich etwas nach der Reparatur nicht funktioniert und Dein Wohnort gerade auf der Auslieferroute liegt, dann kommen die Monteuere auch daheim vorbei, anderenfalls bringst Du die Maschine wieder zur Annahmestelle.


    Der Service ist preiswert und zuverlässig. Die Mechaniker sagen Dir ehrlich, ob eine Reparatur lohnt oder nicht. Ist kein Nähladen in Deiner Nähe, der vom Gerber bedient wird, kannst Du Deine Maschine auch direkt einschicken. Infos auf seiner Internetseite oder am Telefon. Die Leute sind dort sehr freundlich und erklären Dir den Ablauf auch am Telefon.

...und hinein ins Nähvergnügen! Garne in 460 Farben in allen gängigen Stärken. Glatte Nähe, fest sitzende Knöpfe, eine hohe Reißfestigkeit und Elastizität - Qualität für höchste Ansprüche. ...jetzt Deine Lieblingsgarne entdecken! [Reklame]