Ja, es ist extrem nervig, wenn trotz Vollzeitbeschäftigung nur ein Nettobetrag rauskommt, der einem gerade mal eine einfache, bescheidene Lebensführung ermöglicht, weil jeder Pfennig zwei Mal umgedreht werden muß, damit das Geld nicht vor dem Monat endet. Spontane Unternehmung sind da recht dünn gesäht.
Ich weiß genau, wie das ist ... und wie Scheiße sich das anfühlt.
Geht ungeplant etwas kaputt, dann muß man Kopfstände machen um es zu ersetzen (oft nur gebraucht möglich) und es dauert lange bis das "Loch", das die unvorhergesehene Ausgabe gerissen hat, wieder zu stopfen.
Ich wohne am AdW, bin auf einen fahrbaren Untersatz für den Beruf angewiesen. Der ÖPNV scheidet für mich wegen mangelnder Verbindung und meiner chaotischer Arbeitszeiten aus. Ein Umzug in die Stadt kommt aus diversen Gründen nicht in Frage.
Die Kosten für den Lebensunterhalt (Miete, Energie, Lebensmittel, etc.) und für das Auto sind in den letzten Jahren gestiegen. Deutlich mehr als meine Verdiensterhöhung, so daß nach Abzug der Kosten letzlich für mich weniger übrig bleibt.
Manche Dinge, die ich gerne mache, z.B. Motorradfahren, kann ich mir nur leisten, weil ich eine Nebenbeschäftigung habe, aus deren Verdienst ich die Kosten bestreiten kann. Jede fordert vollen Einsatz, was anstrengend ist und mir manchmal ganz schön auf den Geist geht.
Das kann nicht die Lösung für alle sein. Dennoch haben über 4,1 Mio Menschen in Deutschland einen Nebenjob (Quelle de.statista.com, Stand Jan 2020). Da frage ich mich manchmal schon, was da schief läuft.

