Fadenspannung

  • Um ein gutes Stichbild zu erzielen, müssen sich bei einer einfachen Naht Ober- und Unterfaden genau in der Mitte des Stoffes kreuzen. Ist der Oberfaden auf der Unterseite des Stoffes sichtbar, ist der Oberfaden zu locker oder der Unterfaden zu stramm. Ist der Unterfaden auf der Oberseite des Stoffes sichtbar, ist der Oberfaden zu stramm oder der Unterfaden zu lose.

    Wenn sich Schlingen auf der Ober- und Unterseite des Stoffes bilden, sind sowohl Ober- als auch Unterfadenspannung zu locker. Sind beide zu stramm eingestellt, kräuselt sich die Naht zusammen. Bevor man die Fadenspannung verstellt, sollte man kontrollieren, ob die Nähmaschine richtig eingefädelt ist, oder ob Staub und Garnreste entfernt werden müssen. Das können Ursachen für Fehleinstellungen sein. In den meisten Fällen genügt es, die Oberfadenspannung an der entsprechenden Stelle zu regulieren. Wenn das nicht ausreichen sollte , kann die Spannung des Unterfadens mit der kleinen Schraube an der Spulen-Kapsel einstellen werden. Diese reagiert allerdings auf die kleinste Drehung und sollte ganz vorsichtig verstellt werden.


    Wenn dicke Garne wie Knopflochgarn o. Ä. verarbeitet werden, muss die Fadenspannung ebenfalls reguliert werden. Ebenso, wenn mit der Zwillingsnadel genäht wird. Am besten auf einem Probestück austesten. Die Fadenspannung bei einigen modernen Computermaschinen wird nur am Oberfaden reguliert.


    Verfasser: Andrea N., 01.11.2012

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