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Nähmaschine für Fortgeschrittene mit "butterweich-Gefühl" - bitte helft mir :)

  • Ja, 15-18 kg bringen die schon auf die Waage. Als Koffermaschine natürlich nur, als Schrank- oder Tischmaschine noch einiges mehr.

    Wenn man einen Preisvergleich mit der 230/260 anstellt, dann kommt man bei einer neuen Maschine zu einem Preis von 6-10000 Euro für eine heutige Maschine.

    Liebe Grüße

    Walter


    Bist Du wütend zähl bis vier, hilft das nicht dann explodier! Wilhelm Busch


  • [Reklame]

    Nähmaschine JUKI HZL-NX7 Kirei

    2018 war die Maschine erstmals auf der H+H zu sehen, im Sommer war die JUKI NX7 Kirei dann endlich erhältlich. Die große Schwester der DX7 punkten mit vielen Features aus der Industrie. Im Forum gibt es einen lesenswerten ausführlichen Test- und Erfahrungsbericht.
     

    technische Daten | Produktseite Hersteller | Händlersuche

  • Ich dachte bei den Anforderungen auch eher an eine neuere Computernähmaschine.

    Wenn die dann auch noch verstellbaren NFD haben soll (und das sollte sie), wird das Eis schon sehr dünn. Und "butterweich" und 400 Euro bekomm ich gedanklich einfach nicht unter einen Hut.

    Abstriche muss man einfach machen. Selbst die hochpreisigen Maschinen können nicht alles von Seidenorganza bis echtes Leder ohne Einstellungsanpassungen oder evtl. Zubehör tadellos nähen.

    In der Preisklasse hatte ich mal die Juki HZL-H60 und die wäre fast als Zweitmaschine geblieben, wenn sich meine Lebensumstände damals nicht gravierend geändert hätten.

    Im Allgemeinen schreibe ich nur über Themen, bei denen ich mich auskenne. Aber man lernt ja nie aus.

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  • Ich habe nur mit der DC360 genäht, nie mit der "kleinen".

    Der Hauptunterschied ist der verstellbare Nähfußdruck.

    LG Ulrike

    Es gibt eine "neue" Version der Janome DC 230, (ich habe sie ja auch schon fast ein Jahr).


    Die ist MIT verstellbarem Nähfußfdruck und mit großem Anschiebetisch.

    (Schrieb ich oben schon.)


    Eine stabile Hartplastik-Haube zum Staubschutz hat meine übrigens auch, obwohl in manchen Prospekten von einer Weichhaube die Rede ist.

  • Also ich schmeiße nun doch einfach einmal die W6 5000 und die 8000 in dern Raum. Das Butterweich hat mich bisher davon abgehalten, weil ich mit den Begriff nicht viel anfangen kann.


    Die kannst du dir natürlich nicht vor Ort ansehen und testen, aber schicken und ausprobieren sowie bei Nichtgefallen wieder zurücksenden. Ich habe die 6000, die es heute nicht mehr gibt. Sie ist eigentlich in etwa die 5000 mit Stickeinheit. Heute hat die 5000 optional die Stickeinheit.

    • Nadel hoch runter Taste: haben die beiden vorgeschlagenen
    • stufenlose Nähgeschwindigkeitsregelung ebenso
    • Start Stop Taste fürs nähen auch, kann dazu aber nichts sagen, ich brauche den Fuß für eine stichgenaue Steuerung der Maschine. Das geht in meinen Augen mit der Start/Stop Taste nie. Aber nicht weil sie das vielleicht nicht kann, sondern weil ich das nicht kann und möchte. Ich bin halt aus der Generation die Maschine steuer ich micromilimetergenau mit dem Fuß.
    • halbautomatische Fadeneinfädelung: Sie hat einen wunderbaren Nadeleinfädler der nach meine Erfahrung teilweise besser oder sagen wir lieber komplikationsloser funktioniert als bei manchen anderen Nähmaschinenmarken. Man muss nur vorher auf den Knopf drücken, dass die Nadel in der richtigen Position ist. Den Faden kann man vorher beim Einfädeln ganz leicht durch die Führung ziehen.

    Beim butterweichem Nähen habe ich einfach ein Problem, weil ich nicht verstehe, was du damit meinst. Die 6000 (digitale Maschine) und ich habe auch die 9000 (mechanische Maschine) sind erstaunlich leise, der Stofftransport ist sehr gut und gleichmäßig. Sie haben eine extrem hohe Durchschlagskraft im Vergleich zu vielen anderen modernen Maschinen. Jeans, Leder gar kein Problem, aber auch feinster Organza ist ohne Tamtam und langen Umbau der Maschine möglich.

    Ich finde das Stichbild wuderbar. Sie macht einen sauberen Satinstich, daran sehe ich immer, ob es hakt. Der Geradstich ist prima.
    Klar, die "tausend" Zierstiche der 5000 bräuchte ich nicht. Aber der durchgenähte Zickzack-, Overlock- und so manch anderer für elastische Nähte ist schön zu haben. An meiner 6000 liebe ich noch die vielen verschiedenen Knopflöcher, die die Maschine im Gegenteil zu vielen anderen gut näht. Ich lege auf Knopflöcher einen großen Wert, denn was ich nähe hat mindestens zu 80% Knopflöcher.

    Es gibt für mich bei der 6000 allerdings einen Nachteil, ich weiß nicht, wie das bei der 5000 ist: Die Anordnung der Stiche bei dem Touchfeld. Ich nähe überweigend Geradstich und Zickzack oder Überwendlichstich. Bei meinen alten Singern verschiebe ich den Hebel eins nach rechts und schon habe ich von Gerad- auch Zickzackstch gewechselt.

    Bei der 6000 ist der Geradestich auf 1 und Zickzack auf 12. Ich kann nicht die Nummer eingeben, sondern muss zweimal auf den Tochscreen nach links wischen und dann auf die den Zickzackstich touchen.

    Ob die das geändert haben, oder es bei der heutigen 5000 anders ist, müsstest du erfragen.


    W6 hat im meinen Augen momentan einfach das beste Preis-Leistungsverhältnis auf den Markt. Außerdem liebe ich es, wenn ich eine Maschine aufmache und sie ist innen Vollmetall und hat nicht bewegliche Teile aus Kunststoff. Dazu die 10 Jahre Garantie und inzwischen auch wieder einen guten Service. Die waren wohl eine zeitlang überrannt worden und hatten zu wenig Manpower in dem Bereich als reiner Internetanbieter. Heute erreicht man sie wieder telefonisch und bekommt auch schnell eine E-Mail-Antwort. Ich habe meiner 6000 nun einmal eine Wartung gegönnt. Rein in den Versandkarton, Montagabend hingeschickt, am Samstag hatte ich die Maschine wieder. Das schafft manch lokaler Händler nicht.

    Wichtig ist einfach, dass man den Versandkarton aufbewahren muss. War früher auch für die Garantie wichtig. Heute bieten sie den Versand eines Versandkartons an. Also wenn man nicht den Platz im Keller, o.ä. hat, wäre das auch gelöst.

    Die Maschinen werden wohl in Japan von einer Firma, die hauptsächlich Industriemaschinen herstellt, produziert und da gibt es wohl auch noch eine Verbindung zu der Herstellung der alten Singermaschinen, ich meine nun die echten, guten, die damals jedes Jahr mit Pfaff kämpften, wer besser ist. Als viele Städte ein Singer-Nächmaschinengeschäft und ein Pfaff-Nähmaschinengeschäft hatten.


    Vielleicht würde dir auch schon eine kleinere Maschine reichen, wie gesagt, butterweich, da kann ich nicht viel damit anfangen. Aber mit 434,99 € (lustiger Preis für eine Nähmaschine) für die 5000 wärst du bei einer Maschine, die der Premiumklasse zugeordnet wird. Wenn du dich traust, kannst du sie auch schon als Vorführmaschine mit maximal 4 Wochen Alter kaufen. Da kostet sie dann nur noch 379 Euro. Sie wird vor dem Verkauf komplett von deren Werkstatt überholt und hat auch die 10 Jahre Garantie.

    Wie früher ein Freund meiner Eltern, Qualitätsleiter einer großen deutschen Haushaltsmaschinenfirma meinte: Er nimmt für sich immer die Maschinen aus den Dauerversuchen nach Hause. Die zeigen, dass sie es können und wenn sie dann überholt sind, halten die ein Leben.

    Auch wenn das bei den Maschinen, die wir von ihm so gekauft haben, stimmt, bei einer Nähmaschine bin ich dummerweise eigen und will eine ganz neue.


    Die 8000er liegt bei 649 Euro neu. Vielleicht reicht auch schon die 3300er, die hat wohl nur den automatischen Fadenabschneider nicht, den ich schon teilweise nehme und schätze.


    Auf der Webseite kannst du auch bei jeder Maschine auf Vergleich klicken und dann die ausgewählten Maschinen vergleichen. Ist dort ganz gut. Sonst anrufen und sich beraten lassen.


    Da wäre es natürlich vollkommen egal, ob du einen Babysitter hast oder nicht und anschauen, ob sie deiner Anforderung butterweich zu Hause entspricht.


    Es ist nur so, dass du dann eben niemanden persönlich vor Ort hast. Aber nach meinem jahrelangen Fiasko bei Nähmaschinenverkäufern vor Ort habe ich dort angerufen, hatten den Senior am Telefon und fühlte mich sofort verstanden und zu Hause. Der merkte sofort, wie viel Nähwissen man hat und hat seine Beratung darauf eingestellt, fragte als erster nach all den Jahren sinnvolle Fragen für meinen Nähmaschineneinsatz und hat mich gut beraten. Damals gab es die 8000 noch nicht.

    Ich bin froh, dass ich mich darauf eingelassen habe und nun glücklich mit meinen neuen Maschinen - natürlich schätze und liebe ich auch noch meine alten Singer.


    Die W6 Maschinen sind auf jeden Fall keine solchen Sensibelchen, wie manch andere Premiummaschine, bei der man dann nicht selten im Jahr so viel für Wartung ausgibt, wie die 3300 oder 5000 neu kosten. Ich würde sagen, zwischen VW und Porsche - zuverlässig, hochwertig und gut. Kein Lamborghini, Ferrarri oder Maserati, die viel Wartung benötigen und dann auch gerne einmal etwas zicken.

    LG rufie


    Der einzige Geschmack, der einem Menschen wirklich Befriedigung geben kann,

    ist sein eigener (Philip Rosenthal)

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  • In deinem Fall würde ich auf jeden Fall die Maschnen probenähen. Du suchst ein butterweiches Nähgefühl, das kannst nur du selbst wahrnehmen. Nimm dir die Zeit und fahr auch mal 40 Minuten um andere Fabrikate zu probieren.

    Und wenn du ein Kleingewerbe anmelden willst, solltest du auch nicht an der Maschine sparen, zweimal kaufen ist immer teurer.


    Ich hab mir mal eine Brother online bestellt, nur um wieder nähen zu können, weil meine alte nicht mehr reparabel war.

    Die Brother hat auch brav genäht, aber wir zwei sind nicht warm geworden. Also verkauft, Verlust gehabt und neue gekauft. Gerade wenn man gern und viel näht, muss die Maschine passen, sonst macht das Ganze keinen Spass.

    -----------------------------
    LG
    Karin

  • Die Brother hat auch brav genäht, aber wir zwei sind nicht warm geworden. Also verkauft, Verlust gehabt und neue gekauft.

    Das ist natürlich die eine Sache. Aber wenn du online kaufst, hast du doch lange genug Zeit, das Gerät auszuprobieren und kannst sie bei Nichtgefallen wieder zurückschicken ohne irgendwelchen Verlust - bis auf das Porto.

    Bei W6 sind das 4 Wochen plus der Rückgabezeit, also das Verschicken. Ich denke so ausführlich kann man vor Ort gar nicht testen.

    Wenn Geschäfte vor Ort natürlich jemand Qualifizierten haben, der einen beim Testen unterstützt, Hinweise und Tipps gibt, ist das natürlich sicherlich besser als der reine Onlinekauf.


    Nur bei den Geschäften vor Ort habe ich das in den vielen Jahren nicht erlebt. Entweder wurden einen ähnlich wie bei einer Versicherung oder Bank die gerade bevorzugten Modelle mit den höchsten Vorteilen für den Verkäufer angeboten oder sie spulten nur das Programm ab, das sie von der Mitarbeiterschulung bekommen haben und schließlich dann diejenigen, die einfach so gut wie nichts wussten.


    Leute, die Nähfreude verbreiteten, die auch in der Lage waren, sowohl Anfänger als auch Könner entsprechend zu beraten, die sich in den Kunden hineinversetzen konnten, habe ich das letzte Mal Mitte der 80er Jahre in den Nähgeschäften angetroffen.
    Wenn man dann fragt, was die Verkäufer heute selbst nähen, dann gibt es nicht wenige, die nicht ohne diese Nadel, diesen Stich, diese Maschine ein hochwertiges und auch anspruchsvolleres Teil nähen können. Das ist für sie dann eine Jersey-Shirt mit etwas tieferen oder breiteren Ausschnitt.


    Der Bericht von Yari deutet darauf hin, dass das Geschäft, in dem sie schon war, auch so eines wie aus meiner Nähmaschinensuche-Leidenszeit ist und zu genau so einem nicht für Beratung und Verkauf geeigneten Geschäft gehört.


    Wenn es irgendwo andere gibt, wunderbar. Dann dies aber bitte auch für alle schreiben. Wir hatten doch hier einmal so einen Thread in dem empfehlenswerte Geschäfte geschrieben werden sollten und der sah sehr mager aus.

    LG rufie


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  • Tja, online steht das nicht bei dem Modell auf der Janome Seite, vielleicht heißt dein Modell anders? Oder kostete mehr?

    Fast 200 € mehr bezahlen für lediglich 30 Stiche mehr - das wäre doch unwirtschaftlich (also für den Käufer! )

    Dann würde ich auch die "kleinere" nehmen.

    LG Ulrike

  • Tja, online steht das nicht bei dem Modell auf der Janome Seite, vielleicht heißt dein Modell anders? Oder kostete mehr?

    Fast 200 € mehr bezahlen für lediglich 30 Stiche mehr - das wäre doch unwirtschaftlich (also für den Käufer! )

    Dann würde ich auch die "kleinere" nehmen.

    LG Ulrike

    Warum das so ist, weiß ich auch nicht.


    Ich glaube, es gab da einfach Ende letzten Jahres eine Art Modell-Update.


    Die Version mit verstellbarem Nähfußdruck und Anschiebetisch wird wohl als "mit Bonus" beworben.

    Warum das bei Janome und auch einigen Händlern nicht entsprechend werbewirksam /durchsichtig kommuniziert wird, verstehe ich auch nicht.


    Beim Nähpark steht der einstellbare NFD wenigstens im Datenblatt, wobei ich fast glaube, das oberste Produktbild zeigt die alte Ausführung ohne.

    Bei dem Bild, wo man von vorne oben drauf sieht und der große Anschiebetsich dran ist, kann man das Einstellrad für den NFD aber sehen.


    Den Preisunterschied zur 360 finde ich genauso unlogisch wie Du.

    Jedenfalls ist die 230 DC mit verstellbarem NFD und großem Tisch ab 316.- zu haben und das finde ich keinesfalls zu teuer für die Kleine.

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  • Ich hab mir das im Shop grad mal angeschaut und soeben veranlasst, dass das geprüft und ggf. korrigiert wird. Kann bis nächste Woche dauern, Samstag ist das immer schlecht und es muss sich jemand beide Maschinen aus dem Regal holen.

    Im Allgemeinen schreibe ich nur über Themen, bei denen ich mich auskenne. Aber man lernt ja nie aus.

  • Mein Dealer für Stoff, Garne, Nähmaschinen und Ersatzteile ist von Hause aus Nähmaschinenmechaniker.

    Seine bevorzugten Maschinen sind Pfaff, Janome und Husqvarna.

    Er bietet auch die alten Pfaffen generalüberholt noch an.

    Gestern habe ich dort außer etwas Garn und Kordel eine Spulenkapsel für meine Phoenix Gloria ZZ erstehen können. Die Gloria hat einen Brillengreifer und die Spulenkapseln sind im Netz nicht zu bekommen.

    Liebe Grüße

    Walter


    Bist Du wütend zähl bis vier, hilft das nicht dann explodier! Wilhelm Busch


    Einmal editiert, zuletzt von W.R.Mehring ()

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  • Wow!! Vielen vielen Dank, dass ihr mir so viele Gedanken mitteilt! :)


    Leider geht zuhause gerade alles etwas drunter und drüber, aber ich lese mir nochmal alles genau durch!

    Ich werde mir mal die W6 Maschinen im Internet anschauen und auch Janome nochmal genauer. Das wären ja beides "Internetbestellungen", aber wenn ich vorher in den 40km entfernten Nähmaschinenladen komme, habe ich ja schon mal etwas Erfahrung sammeln können bezüglich "butterweich" - lach :). Ich weiß, dass ist ein schwammiger und sehr subjektiver Begriff. Ich denke, dass es für mich eine Kombination aus mehreren Eigenschaften ist: Geräusche beim Nähen, Stichbild, Durchschlagskraft, Stofftransport...

    Irgendwie stelle ich mir eine Maschine vor, die nicht allzu laut ist, ein schönes Stichbild hat und vor allem irgendwie über den Stoff dahingleitet :). Meine Toyota hat zB Probleme über mehrere dicke Lagen Stoff, über Jeansnähte (Wiederverwertung alter Jeans zB)...dann näht sie nur schwer bis gar nicht durch, manchmal bricht auch die Nadel, der Stoff wird nicht recht transportiert und ich nähe mehr oder weniger mit dem Handrad darüber oder hebe den Nähfuß plus Nadel an um manuell den Stoff weiterzuschieben. Bei dehnbaren Stoffen dehnt sie den Stoff und er wellt sich. Angeblich kann die Maschine den Nähfußdruck verringern...aber praktisch funktioniert das eben doch nicht so, dass es einen Effekt hat.


    Tanja: Meinst du die Juki HZL-H60 wäre evtl auch eine Möglichkeit?


    Ich muss sagen, dass mir die Qualität der Naht/ Durchstichskraft/ Transport usw am wichtigsten wäre.

    Allerdings sollte sie auf jeden Fall dehnbare Stoffe sehr gut vernähen können, da ich zu 85% Jersey, dehnbare Wolle Seide Stoffe, Sweat vernähe. Aber eben auch Outdoorhosen sprich Cord, Corduraverstärkungen usw.


    Die Schneiderin meiner Mutter hat mir die Bernina 780 empfohlen....die würde man im Internet gebraucht für ca 160€. Sie würde dann an meiner Stelle einen anderen Motor für ca 50€ einbauen lassen.

    Aber meint ihr, das passt mit dünnen Jerseystoffen usw?

    Mir ist klar, dass ich dann auf modernen Schnickschnack verzichten müsste....wäre aber evtl eine Überlegung?...


    Allerdings haben wir jetzt nicht so den Platz für eine schwere Maschine, die beispielsweise auch noch in einen Tisch eingelassen ist.:/ Sie müsste schon auch gut weggeräumt werden können. Hinzu käme, dass ich mich mit den alten Maschinen kaum auskenne und evtl nicht glücklich werden würde, weil ich mit Wartung und Einstellungen nicht zurecht käme :/


    Also könnte man zusammenfassend sagen, dass ich zB mit

    Pfaff Passport 2.0

    Juki HZL-H60 oder H80

    Janome 230 DC

    W6 5000 oder etwas kleiner


    ganz gut mit meinem gewünschten Schnickschnack hinkäme, aber Abstriche beim Nähgefühl, Durchstichskraft usw machen müsste?


    Mit einer alten Maschine wäre das Letztere möglich, aber der Schnickschnack eben nicht?


    Kann man denn generell sagen, welche der Marken in diesem Preissegment (ca 400€ - etwas mehr ist auch ok und wenn ich jetzt 600€ bezahlen müsste und dafür aber ein großer Unterschied in Durchschlagskraft/ Stoffführung usw wäre, würde ich mir das auch überlegen) noch am ehesten meinem Wunsch nach "butterweich" nahe käme? :/

    Dann würde ich versuchen, mich beim Probenähen direkt an diese Marken Modelle zu halten. Oder kann man jetzt zwischen den genannten (Janome, Pfaff, Juki, W6) keinen wirklich Unterschied bezüglich dieses Kriteriums ausmachen, wenn man sich in ungefähr der gleichen Preisklasse bewegt?


    Ich aber aber bisher eher das Gefühl, dass zumindest vom Datenblatt her eher mehr Zierstiche für den teureren Preis verantwortlich sind. Oder gibt es irgendwo versteckte Angaben zum Motor der Maschinen? Oder muss ich mich da auf die Aussagen der Händler verlassen, die dann zB sagen, dass die Pfaff Ambition 1.0 eben einen deutlich stärkeren Motor hätte als die Pfaff Passport 2.0?


    Tut mir leid, dass das so lang wird :huh:....ich versuche nur möglichst viel rauszufinden und evtl. auszuschließen, bevor ich ins Geschäft gehe und teste, eben damit ich recht schnell durchkomme - so mit Kleinkind zuhause ^^. Das werde ich natürlich nicht mitnehmen ins Geschäft!:S Er würde alles auf den Kopf stellen und fleißig mittesten :D

    3 Mal editiert, zuletzt von Yiari ()

  • Die Durchstichkraft dürfte bei vielen Haushaltsnähmaschinen ähnlich sein, aber einer gewissen Preisklasse zumindest.

    Mechanische Maschinen schneiden da i.d.r. Besser ab.

    Du musst dir schon klar werden, was dir am wichtigsten ist!

    Alles in einer Nähmaschine vereint wird schwierig, auf keinen Fall in diesem Preisbereich. (Meine 2500 € bernina beherrscht alle deine Anforderungen )

    Manches ist auch eine Frage der Technik, z.b. quer über dicke Kappnähte nähen --》 wie geübt bist du bei der Verwendung eines Höhenausgleich, genannt Hebamme?

    LG Ulrike

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  • Die Durchstichkraft dürfte bei vielen Haushaltsnähmaschinen ähnlich sein, aber einer gewissen Preisklasse zumindest.

    Aus meiner Erfahrung muss ich dir da widersprechen. Gerade die eher hochpreisigen Nähmaschinenmarken haben in der Preisklasse keine vergleichbar hohe Durchstichskraft. Ich hatte damals nach der Euroeinführung auch bis 1000 Euro geschaut und das sah ich eigentlich schon nicht ein, für eine Nähmaschine auszugeben, die dann auch noch ein Plastikkasten, teilweise auch von innen, ist.

    Also mit Jeans bin ich bei denen regelmäßig verzweifelt. Mit Leder habe ich da teilweise gar nicht erst angefangen. Da kam ich selbst bei weit günstigeren Victorias weiter.


    Deshalb war ich ja so fasziniert, als ich online die ersten Näherfahrungen zu der W6 gelesen hatte. Was die Näherinnen da schrieben, kam mir vor, als wäre das eine Maschine, die meine Wünsche erfüllt. Endlich wieder eine, die gerade Nähte auch schnell näht, die ich einfach durchrattern kann, eine, die dicke Stoffe näht, eine hohe Durchschlagskraft hat, etc.

    Schnell nähen können nämlich die hochpreisigen Marken in der Preisklasse auch nicht. Ich kam mir immer vor, als würde ich einschlafen und stelle mir vor, ich müsse damit eine Hosennaht oder eine Mandelnaht nähen.Toller Kommentar der Verkäufer: Sie hat genau das richtige Tempo, dass man sein Stoffteil gut unter Kontrolle halten kann.

    Hallo? Wer eine versierte Näherin ist, muss nicht von der Nähmaschine vorgeschrieben bekommen, wie schnell man nähen sollte, um die Naht unter Kontrolle zu halten. Ich will in dem Tempo nähen, das ich schon viele Jahre gewohnt bin. Wenn moderne Maschinen das nicht können, sind sie nichts für mich.


    Zuerst traute ich mich bloß nicht wegen des reinen Onlineverkaufs- und Supports an W6 heran. Geht doch bei eine Nähmaschine gar nicht! Aber ich war bis dahin schon so weichgekocht, so verzweifelt, dass ich dachte, kann nur eine weitere schlechte Erfahrung sein. Erster kleiner Lichtstreifen am Horizont war das Telefonat mit dem Seniorchef. Dann habe ich mich einfach getraut und freue mich heute noch, dass ich es gemacht habe.


    Ich sehe das so, wie manche vor der KitchenAid knien. Sie hat eine gute Qualität, aber ich bekomme von anderen Firmen oft mehr oder eine bessere Qualität nur dann habe ich eben keine KitchenAid. Mir ist Qualität, Funktion und Preis-/Leistung wichtiger als irgendein Name. Denn das sind für mich Werkzeuge, mit denen ich arbeite und die funktionieren sollen.


    Da fällt mir zur Druchschlagkraft noch ein: Hatte Pfaff nicht einmal diese leicht schräg stehende Nadel, weil sie dann meinten mit weniger Durchstichskraft trotzdem mehr Lagen zu schaffen. Ist das heute noch so bei denen? Das ist allerdings wirklich schon lange her und war noch mehrere Jahre vor meiner Nähmaschinensuchs-Leidenszeit. Das muss bei Pfaff so Mitte/Ende der 80er Jahre gewesen sein.

    Also ich habe damals bei denen nicht mehr Lagen reines, festen Jeans durchgenäht als zeitgleich bei einer preislich entsprechenden Singer, die die Nadel gerade stehen hatte. Nur bei Leder kam ich bei der Singer besser durch, als bei der Pfaff. Aber diese Singer hatten mit den heutigen Singermaschinen, die sich nur den Namen gekauft haben, nichts zu tun. Das waren noch echte Singer.

    LG rufie


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  • Da fällt mir zur Druchschlagkraft noch ein: Hatte Pfaff nicht einmal diese leicht schräg stehende Nadel, weil sie dann meinten mit weniger Durchstichskraft trotzdem mehr Lagen zu schaffen. Ist das heute noch so bei denen? Das ist allerdings wirklich schon lange her und war noch mehrere Jahre vor meiner Nähmaschinensuchs-Leidenszeit. Das muss bei Pfaff so Mitte/Ende der 80er Jahre gewesen sein.

    Also ich habe damals bei denen nicht mehr Lagen reines, festen Jeans durchgenäht als zeitgleich bei einer preislich entsprechenden Singer, die die Nadel gerade stehen hatte. Nur bei Leder kam ich bei der Singer besser durch, als bei der Pfaff. Aber diese Singer hatten mit den heutigen Singermaschinen, die sich nur den Namen gekauft haben, nichts zu tun. Das waren noch echte Singer.

    Ich kenne es genau umgekehrt bezüglich der schrägen Nadel.


    In den 1950er Jahren hat Singer hat die Schrägnadelmaschinen herausgebracht, nachzulesen z.B. hier, das waren noch sehr stabile Maschinen, also die 300 bis 600er Baureihe. Die folgenden Schrägnadelmodelle ab der 700er Baureihe und die späteren Modelle, die bis in die 1990er Jahre gebaut wurden, hatten zwar auch oft sehr kräftige Motoren, aber leider nicht besonders haltbare Kunststoffzahnräder.


    Pfaff Tipptastenmaschinen aus den 1980/90er Jahre gehen normalerweise locker durch 16 Jeans durch.

    Ich habe hier einen Probelappen mit 12 bis gut 20 Lagen Jeans, der ist bretthart und passt so haarscharf noch unter den Nähfuß. Die Pfaff Tipmatic 6122 meiner Frau lässt sich davon nicht beeindrucken und näht da so durch.

    Gruß
    Detlef


    Die Pfaff meiner Mutter hat damals zwei Monatsgehälter gekostet und näht nach über 60 Jahren immer noch. Dann müsste eine Nähmaschine, die nur einen Tageslohn kostet, umgerechnet ein Jahr halten - tatsächlich, die meisten Maschinen dieser Preisklasse schaffen das sogar.

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  • Oh, das finde ich nun interessant. In der Stadt damals waren das Singer- und das Pfaffgeschäft fast nebeneinander. Ich hatte von meiner Patentante ein paar Jahre davor eine Singer geschenkt bekommen.

    Dann ging ich vorbei und sah im Schaufenster, dass Pfaff den integrierten Oberstofftransport bewarb. Ich ging zu Singer und die hatten dann kurz darauf den Oberstofftransportnähfuß und propagierten das natürlich als praktischer, weil man ihn nicht immer hätte und deaktiveren müsse. ;)


    Ich weiß jetzt wirklich nicht mehr, ob das davor oder danach war, auf jeden Fall war bei Pfaff plötzlich diese schräg gestellte Nadel groß im Fenster mit der Erklärung, welche Vorteile das hätte.

    Also ich wieder einmal drei Türen weiter zu Singer. Dort sagte man mir, ihre Maschinen würden im jeweiligen Preissegment trotzdem mehr Stofflagen schaffen. Wie oben beschrieben machte ich auf preislich vergleichbaren Maschinen den Jeanstest und Singer gewann tatsächlich. Bei Singer hatte ich das Nachfolgemodell von meiner Maschine genommen, dann bin ich mit dem Preis und den Modellnamen zu Pfaff und auf einem angeblich vergleichbaren Modell habe ich dann meine Jeanslagen ausprobiert.


    Jetzt muss ich allerdings sagen, das war damals keine so hochpreisige Maschine, obwohl ich von meiner Patentante schon eine gute geschenkt bekam. Ich würde sagen Mittelklasse bis gute Mittelklasse. Der Test zwischen Singer und Pfaff war im ersten Semester meines Studiums 1986/87. Also wenn ich mir meine Maschine von der Seite her anschaue und auch das Premiummodell meiner Patentante von Anfang der 60er Jahre, die Nadelstellung sieht schon gerade aus, auf jeden Fall nie so schräg, wie auf den von dir verlinkten Bildern.


    Selbst meine Patentante meinte damals, Pfaff wäre im Moment (also Mitte/Ende der 80er) wohl innovativer, aber die höhere Qualität und bessere Leistung sah sie bei Singer.


    Zu der damaligen Zeit war ich einfach glücklich eine so tolle eigene Nähmaschine zu haben, nur die Neuerungen, die ich immer sah, weil ich täglich auf dem Weg zur Bushaltestelle bei Pfaff und Singer vorbei kam, interessierten mich natürlich schon. Ich hatte mir auch kurz nach dem Erscheinen einen Oberstofftransportnähfuß und einen Ruffler gekauft. Glücklicherweise gab es damals auch schon viele Schüler, die händeringend Mathematik-Nachhilfe wollten. Da konnte ich mir das leisten.

    LG rufie


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  • Ich kann dir nicht sagen, ob dir Juki was für dich wäre. Meiner Meinung nach brauchst du einen Händler, dem du vertrauen kannst. Sonst wird das sicher eine lange Odysee.

    Bei örtlichen Händlern testen und dann im Internet bestellen fände ich unfair.

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  • ulrike: Ja, das kenne ich. Meine Toyota hatte so eine Hilfe direkt mit dabei. Damit funktioniert es natürlich um Welten besser - trotzdem bildet der Unterfaden hier oft Schlingen, der Faden reisst, sie transportiert dann vor allem nicht mehr weiter, so dass ich das ganze dann mit Einzelstichen machen und den Stoff immer selbst ein Stück weiter vor schiebe.

    Sie hat eben schnell kein gleichmäßiges Stichbild mehr, wenn sich die Stoffdicke ändert.


    Tanja: Nein, das habe ich auch auf keinen Fall vor.


    Die Ausgangssituation hat sich gerade etwas geändert. Das Christkind würde wohl einiges beisteuern und daher kämen jetzt auch noch Maschinen bis ca 1200€ in Frage.


    zB

    Pfaff Expression 3.5 - kann es sein, dass sie keinen verstellbaren NFD hat?? Trotz des Preises?

    Pfaff Expression 4.2

    Pfaff Performance 5.2


    Aber hier frage ich mich wieder...

    nähen die denn auch wirklich besser als die Pfaff Ambition 1.0? Klar haben sie mehr Stiche/Knopflöcher/Fadenabschneider oder so.....aber ist denn die Durchschlagskraft/Stichbild/nähen von Jersey usw. wirklich auch besser? Oder entsteht der Preis durch die vielen kleinen Extras?

    Dann würde mir die Ambition nämlich reichen.


    Ohje, es wird immer schwieriger...denn in der Preisklasse kämen dann auch wieder ganz andere Modelle von den anderen Marken in Frage, oder?!


    @rufie:Oder bliebe zB die W6 5000 im Rennen?

    Ich bin hier etwas unsicher, man liest doch auch einige gruselige Berichte von Maschinen die zu Beginn für Begeisterung sorgen und sich nach wenigen Wochen Fehler einstellen und dann doch nicht so kulant bzw rechtens mit Garantiefällen verfahren wird.


    Ich hoffe, ich schaffe es nächste Woche endlich in ein Geschäft! Bin ganz ungeduldig :)

  • Ich habe die ganze Zeit nix gesagt, weil zwar bei deinen Anforderungen, aber nicht beim Budget die Juki DX5 nicht infrage kam. Jetzt, beim geänderten Budget solltest du sie dir aber auf jeden Fall anschauen. Sie näht anstandslos durch alle Stoffe, die ich ihr vorlege, von dünn bis dick — und das leise und kraftvoll. So etwas würde ich nun mit "butterweich" beschreiben.

    Liebe Grüße,

    Lotosblüte

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  • Ja, die 3.5 hat keinen anpassbaren NFD. Ich würde da zur 5.2 raten. Da kann man am jetzt vielleicht auch ein Schnäppchen machen, da sie von der 720 abgelöst wird.

    Im Allgemeinen schreibe ich nur über Themen, bei denen ich mich auskenne. Aber man lernt ja nie aus.

  • Noch ein Strich für die DX5. Sie näht wirklich butterweich durch dick und dünn. Elastische Stoffe vernäht sie ohne Wellen, den beigefügten OTF brauche ich dafür nicht. Sie ist mit vielen Details ausgestattet wie Kniehebel, Nähfusslifter per Knopfdruck, Fadenschere, Floatingmodus, Spulermotor, etc., Dinge die man schnell zu schätzen lernt

    -----------------------------
    LG
    Karin

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