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Blog Articles Tagged with “reloaded”


    Vita Cola Pur Test Foto: NADV.com


    Anlassprolog in Kurzfassung: Es trug sich zu, dass Frau Sowieso Besuch empfing. Im Laufe des Abends wurden schöngeistige Mischgetränke konsumiert, die koffeinhaltige Limonaden als Füllstoff nutzen. Hier wurde fleissig Coca Cola eingeschenkt. Aus nicht näher erwähnenswerten Anlässen kam das Gespräch auf einen Cola-Oldie aus der ehemaligen DDR. Vita Cola. In meiner üblich charmanten Art sinnierte ich über dieses abwaschwasserähnliche Erfrischungsgetränk, das irgendwie gar nicht mehr so schmeckt wie früher. Sondern noch schlimmer als früher. Nach Spülmittel mit Zitronengeschmack. Zitronengeschmackaroma. Und Koffein. Und Wasser. Sprich: Ich trank die gemeine Vita Cola vor Jahren und sie fiel bei mir in Ungnade. Schublade „ungeniessbar“ und gut. Dies

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    Hausgoethe Haus Goethe Foto: NADV.com


    Was zum Teufel ist ein „Haus – Goethe“?


    Auftraggeber, Texter/Setzer, Produzent – niemand schreit Stop?


    Ich lehne mich derweilen aus dem Fenster und würde es mit dem Inhalt eines meiner Lieblingsschilder halten:


    Hier war Goethe nie. Foto: NADV.com



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    Supermarkt MBMA


    Neulich bei Albrechts Feinkost in einer süddeutschen Großstadt. Die Hitze flimmert am frühen Abend. Frau Sowieso und ich betraten die heilige Halle des von der Mittelschicht verpönten Discounters. Uns egal, wir gucken gern mal, welche Exemplare „Mitmensch“ sonst so hier rumlungern. Und auch heute sollten wir nicht enttäuscht werden.


    Nachdem ich in Eingangsnähe anrempelnderweise fast von einer Meute Gebetswütiger lautstark (LAUTSTARK!) überrannt wurde, die mit Laken im Ku-Klux-Klan-Style (Kopf war frei, naja vom Bart mal abgesehen) den Delikatessenhandel stürmten, brauchte ich erstmal ein paar Meter, um mich zu sortieren. Meine Toleranzgrenze wurde das erste mal angekratzt.


    Am Süssigkeitenregal hatte ich mich wieder einbekommen.


    Und erspähte prompt einen Sonderposten an pinken

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    MBMA Sommer Kindheit


    Früher, als man in den Ferien noch zu den Großeltern aufs Land fuhr, war alles anders. Sechs Wochen am Stück absolutes Kuhdorf und es war schön. Kein Whatsapp, kein Facebook, ja nicht mal Internet. Ein Telefon gab es. Beim örtlichen Bullen (aka Abschnittsbevollmächtigter) oder in einer Telefonzelle auf dem Dorfplatz. Die Post hatte auch eins, aber die hatte nur an zwei Tagen in der Woche ein paar Stunden geöffnet.


    Fragt mich, was man den ganzen Tag gemacht hat – ich weiß es nicht. Was hängen blieb, sind einige Dinge. Der Geruch von Sonne, alten Teerdächern von Schuppen, Stroh in den Scheunen, Wiesen, auf denen Kühe malmend herumstehen und ab und zu mal mit dem Ohr zucken, wenn sich eine Scheißhausfliege auf demselben niederließ. Traktoren, die polternd mit leeren Anhängern

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    Bärenklau


    Da sitzt irgendwo in einer Redaktion ein Redakteur oder Volontär oder Schülerpraktikant und haut einen raus. Regelmäßig gegen Dinge, die sich nicht wehren können. Zum Beispiel Pflanzen, die heutzutage nicht unbedingt als Symphatieträger gelten. In hetzerischer Art und Weise wird alljährlich quer durch Deutschland der Riesen-Bärenklau als Heuschreckenplage der neuen Welt dargestellt.


    Deutschlands Armageddon für moderne digitale Kreuzritter, der Waffe mit „qwerty“ geladen wird.


    Das doldenblütlerartige Teil schmimpft sich „Heracleum mantegazzianum“ und ist ganz einfach eine Pflanze. Die ist jetzt auch nicht unbedingt neu in Deutschland sondern wurde in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts von grünorientierten Naturexperten sogar mal hofiert. Unter anderem sollte es die

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    Linksfahren auf Autobahn Foto: nadv.com


    Ihr, die auf dreispurigen Autobahnen am Sonntag mit einer komplett leeren rechten Spur und vereinzelt dahindösenden Rentnern auf der Mittelspur auf kilometerlangen Strecken ohne Geschwindigkeitsbegrenzung auf der linken Spur mit 140 km/h dahinrast und euch nach einem Überholvorgang nicht einordnet, weil am Horizont ja der nächste 100km/h-Mittelspurrentner zu sehen ist und ihr zu blöde seid, auf einer Strecke von einem Kilometer den Blinker zu finden und zu betätigen und dann lieber andere Autofahrer hinter euch sammelt:


    Schafft euch Rückspiegel an und nutzt diese. Zum Beispiel beim Wechsel der Fahrspur. Immer. Vor dem Blinken.


    Fahrt rechts, sofern voraus ein paar hundert Meter nichts zu sehen ist. Auch immer. Ganz rechts geht auch. Auch, wenn alle vier Kilometer

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    MBMA Wahl und Realität


    Die Bundestagswahlen stehen an. Kandidaten, amtierende Politiker, Kasper samt reisewilliger Claqueure Anhängsel sind auf Wahlkampftour in der Republik. Und tatsächlich, vereinzelt versammelt sich Klatschvieh und jubelt den künftigen und derzeitigen Lenkern zu.


    Wenn man vor Jahren noch dachte, Wahlprogramme oder verkündigte politische Ziele können nicht inhaltsloser sein, wird man in diesem Jahr eines Besseren belehrt. Nichts. Gar nichts. Es wird durch regierende Parteien nicht mal versucht, Schadensbegrenzung zu betreiben, indem man Fehler in der politischen Arbeit der letzten Jahr zugibt oder gar Besserung gelobt. Kackfrech aussitzen ist die Devise.


    Andere Parteien geben offenbar bereits vor der Wahl auf. Zum Beispiel bei der FDP. Slogans wie „Schaffe, schaffe, Datenhighway

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    nervige Müsliwerbung


    Ihr habt es geschafft. Ihr wurde eiskalt von eurem Tröten-Thron, den ihr in meiner Bäh-Ich-will-das-nicht-mehr-hören-Zelle im Hirn habt, verstoßen. Und zwar von wirkaufendeinauto.de. Ehrlich. Die sind optisch und phonetisch noch lästiger als eure unerträgliche Werbung. Wirklich. Absolut widerlich, anstrengend und schmerzhaft. Zumindest für denkende Menschen.


    Wenn ich mir allerdings im Bundesanzeiger die Jahresabschlüsse beider Unternehmen anschaue, tippe ich darauf, dass Seitenbacher meinen Thron zeitnah zurückerobern wird… ;)


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    Am Freitagvormittag lässt der artige Patient nach der Stentimplantation vom Dienstag beim Hausarzt Blut zapfen, um zu erkennen, und und wie was im Körper falsch läuft. Allgemeinbefinden trotz sengender Hitze hervorragend. Soweit, so gut.


    16.30 Uhr. Und los geht der Spaß. Ein Notarzt stürmt den Weg zum Haus am Wohnzimmer vorbei und klingelt Sturm.


    NA: „Hallo, nicht erschrecken, hier kommen gleich ganz viele Leute zu ihnen ins Haus…“


    „Wie bitte? Hier kommt erstmal niemand rein. Wer sind sie und was wollen sie von mir?“


    Zwischenzeitlich trabten im Laufschritt vier!!! Rettungsassis an und sammelten sich vor der Tür, mit der Absicht, ebenfalls das Haus zu stürmen…


    NA: „Mein Name ist Müllermeier und ich bin Notarzt.“


    „Das ist total toll, und was möchten Sie jetzt hier?“


    NA: „Also wir haben

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    Gehört habe ich ja davon schon oft, aber es noch nie selbst erlebt. Heute Mittag lege ich ich mir ein paar Festplatten, ein NAS und ein paar IP-Kameras samt Heizung in den Warenkorb bei Amazon. NAS und Festplatten waren preislich ok, die Kameras rund 15 Prozent unter marktüblichem Preis und damit das zumindest von mir gefundene günstigste seriöse Angebot.


    Am späten Nachmittag dann die Überraschung. Huch, die Heizungen für die Kameras wären auf einmal nicht mehr lieferbar, das NAS ein paar Cent (drauf geschissen) günstiger und siehe da: Die Kameras satte 15 Prozent über Normalpreis. „Es tut uns leid…“ sagt Amazon. Die Festplatten haben mich da schon gar nicht mehr interessiert.


    Warenkorb gelöscht und woanders bestellt. Gut gemacht Amazon. Bleibt die Kohle eben beim Händler in der Stadt. ;)


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    Oma & Opa. Er, so wie er aus´m Hühnerstall gekommen ist und sichtlich sauer über samstäglichen Ausflug. Sie aufgehübscht, duftet nach Fliederparfum und Seife. Es ist Wochenende! Auf in die Stadt, um sinnlosen Krempel aufs Dorf schleppen zu können.


    Opa: „Ick bleib hier und warte!“


    Oma: „Tu so…“


    Sie verschwand erst im Blumenladen, später dann im Supermarkt. Opa hingegen schleicht sich zum Imbiss, um erstmal ein Frühstücksbier zu ziehen. Mal abgesehen von der lautstarken, aber liebevollen Unterhaltung der Beiden im Vorfeld – allein aufgrund der Optik hätte ich sie mir gemerkt… Aber es kam noch besser.


    Knapp eine Stunde später. Die Stimme kennst Du doch… Oma voll am lamentieren. Opa hat offenbar die Stunde Freiheit damit verbracht, das Frühstücksbier mit

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    Was für eine bekloppte Aktion. 24-Stunden-Blitz-Marathon. Die Auswertung im Bereich der Polizeiinspektion Stralsund ergab:

    • 80 Beamte
    • 35 Kontrollstellen
    • 159 Verstöße (davon 147 im Verwarngeldbereich, also kaum der Rede wert)

    Die Aktion lief 24 Stunden. Mal blöd gerechnet sind das nicht mal zwei Verkehrssünder pro Beamten. In 24 Stunden. Zwei. ZWEI! Ok, die werden auf drei Schichten verteilt gearbeitet haben, aber selbst dann ist die „Pro-Kopf-Quote“ immer noch unter aller Kanone. Da sehe ich mehr Verstöße, wenn ich mich eine halbe Stunde lang mitten auf ´ne Kreuzung setze…


    Für Erheiterung meinerseits sorgte folgender Satz:

    Quote

    In Anbetracht der bundes- und landesweiten Ankündigung des

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    Ich denke an Menschen, die meinen Weg geprägt haben. Viele sind schon Jahre tot, andere leben. Die Erinnerung an Erlebnisse aus der Kindheit ist zum Beispiel erstaunlicherweise auch mit Gerüchen geprägt. Was habe ich den Geruch vom Intershop geliebt… Oder den Geruch von Sommer, wenn ich als Kind beim Opa auf den Hof kam. Irgendeine Mischung zwischen Sonne, warmer Dachpappe und Blumen. Diesen Geruch hatte ich vor einigen Tagen in der Nase, als es warm war. Auf meinem Hof. Ein wohliges Gefühl, das mehr wert ist als irgendetwas anderes. Komisch, dass solche Erinnerungen Jahrzehnte überleben…


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    Kurze Zwischenmeldung: Es ist in der Tat passiert. Ich habe einen Synapsenohrwurm. Immer, wenn ich hochbegabte Menschen auf der Straße sehe, denen die Dummheit quasi als Maske auf den Bürgersteig fällt, denke ich an das Wort „Spontaninkontinenz“. Danke Honigbrezel . Ganz toll. Wirklich. ;)


    BTW: Gestern war Wahl. Da gab es viel Spontaninkontinenz. Ich saß gemütlich in meiner Lobby und beobachtete die willigen Wahllemminge aka Stimmvieh. WAHL-LEMMINGE (für die bessere Lesbarkeit :) ) Meine Meinung behalte ich heute mal für mich.


    BTW2: Leute kauft Deckel, Deutschland ist bald im Eimer!


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    Kunde: Guten Morgen, ich hätte gern Servietten.


    Ich: Führen wir nicht, die gibt es nebenan im Supermarkt.


    Kunde: Ganz einfache, weiß.


    Ich: FÜHREN WIR NICHT!


    Kunde: Soll ich jetzt wegen einer Packung Servietten da reinlatschen?


    Ich: Meinetwegen nicht.


    Kunde: Sie haben wirklich keine?


    Ich: (schaue unter den Tresen) Nö.


    Kunde: Sagen Sie das doch gleich und klauen mir nicht meine Zeit!


    Ich: (winke)


    Und das am Samstag. 10.30 Uhr. Quasi mitten in der Nacht. X/


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    Die Tage des Disaster-Fachhandels sind gezählt. Ich habe vor zwei Wochen die Kündigung des Mietvertrages zum Jahresende an den Vermieter geschickt. Nach intensiven Veränderungen, die ich im Leben nie und nimmer nicht erwartet hätte, letztlich aber selbst so wollte, fehlt mir für derlei Nebenerwerb ganz profan die Zeit. Blöd für die Kundschaft, blöd für mein Ego, gut für meine Nerven. Oder auch nicht. Ich muss mir dann halt andere Opfer suchen. ;)


    Ich befürchte aber, dass ich noch Stoff für Jahre habe, um dieses Blog weiterhin mit sinnfreien Texten zu füllen. Also sage ich zum zweiten Mal in diesem Jahr: Stay tuned, auch wenn Herr Disaster live und in Farbe bald nicht mehr sooo häufig zu sehen ist. :)


    Herr Hesse (der Hermann) sagt dazu:


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    Supermarktkasse. In der Schlange vor mir ein Paar mit einer knapp 3-jährigen Großfresse (weiblich, Hello-Kitty-Look) im Korb. Erzählte den Altvorderen, wie was auf´s Band zu packen ist. Unter anderem lag da eine Flasche Rum zwischen den Lebensmitteln. Madame beobachtete die Kassiererin genau. Als sie die Flasche über den Scanner zog, kam total trocken und ohne eine Mine zu verziehen:


    „Mein Papa trinkt jeden Morgen zum Frühstück Schnaps!“


    Ich: *UMFALL*  ^^


    Also der Papa sah nicht ansatzweise so aus, als ob er zum Frühstück Rum verzehrt. Die Mutter auch nicht.


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    …dieser Drecks-Kaffeeautomat vom Bäcker gegenüber beim Milchaufschäumen eigentlich immer so ein räudiges Geräusch wie dieses ekelhafte Absaugteil beim Zahnarzt?


    So, wie viele böse Wörter waren das jetzt in einem Satz? ;)


    Merktbefreit mit Attest

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