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Erste Versuche auf einer alten Pfaff

  • Guten Morgen!


    Ich habe mich eben neu im Forum angemeldet, weil ich neben den vielen schon bestehenden Informationen auch auf ein wenig Unterstützung bei meinen ersten Nähversuchen hoffe :)


    Ich habe die letzte Maschine meiner schon lange verstorbenen Oma bei meiner Mutter ausgegraben. Sie wurde ca. 15 Jahre lang nicht benutzt, deshalb weiß ich bei meinen diversen Startschwierigkeiten nicht, was ich auf das Alter bzw. die lange Ruhezeit und was auf mein mangelndes Können zurückführen muss... U.U. wäre der Thread deshalb vielleicht auch besser bei "Pfaff" platziert?


    Also, es ist nämlich eine Pfaff 1199. Grundsätzlich läuft sie, und ich habe es auch mit Hilfe der Original-Bedienungsanleitung geschafft, Ober- und Unterfaden einzufädeln. Es sind mehrere Nadeln dabei, aber ich habe jetzt einfach die genommen, die drin war. Auf der Fingerspitze fühlt sie sich noch sehr spitz an. Das Garn für den Unterfaden ist das alte, vorhandene, der Oberfaden ist neu, aber von Aldi. Ich glaube, dass der alte Faden besser ist, jedenfalls ist er glatter, während der Billigfaden schnell ausfranst.


    Ich habe die Maschine bisher grob gereinigt, also entstaubt, den großen Deckel abgenommen und die Platte unter dem Füßchen ebenfalls. Die Fadenreste, an die ich dran kam, habe ich entfernt. Ich habe aber noch nichts geölt und auch noch nichts getauscht (mangels Ahnung...).


    Ich liste mal die Probleme auf, bestimmt hängt einiges auch miteinander zusammen:


    1. (vermutlich das Hauptproblem) Die Oberfadenspannung funktioniert nicht richtig. Der Oberfaden läuft zwischen zwei Scheiben, die über eine Feder mehr oder weniger stark zusammengedrückt werden können. Das regelt man über ein Rädchen. Ich habe den Deckel der Maschine abgenommen und mir das angeschaut: Die Feder bewegt sich beim Drehen des Rädchens zwar, aber auf die obere Scheibe, die den Faden herunterdrücken müsste, hat das null Auswirkung. Im Ergebnis ist der Oberfaden (schätze ich) generell zu locker, weil quasi ohne Spannung, ABER: Nach ein paar Zentimetern Naht klemmt er sich tief im Inneren zwischen den Scheiben dann richtig fest und der Faden reißt.


    2. Der Oberfaden klemmt sich irgendwo bei der Spule des Unterfadens fest. Das passiert nicht immer, aber sehr oft. Nach ein paar Stichen kommt der Oberfaden nicht wieder hoch, sondern ist unter dem Füßchen verschwunden. Ich muss ihn dann vom Unterfaden entwirren und entweder mit viel Kraft herausziehen oder das Spulenkästchen(?) aufmachen, die Spule herausnehmen und den Oberfaden herauspulen.


    3. Das Nahtbild passt nicht. Bei den allerersten Versuchen mit einem geraden Stich sah noch alles gut aus. Der OF war oben sichtbar, der UF unten. Vielleicht war da die Oberfadenspannung noch "in Ordnung", sprich noch nicht verstellt worden, das weiß ich nicht mehr. Jedenfalls ist es jetzt so, dass der Unterfaden oben sichtbar ist. Außerdem ist ein Zick-Zack je nach Einstellung nur beim UF erkennbar, während der OF quasi gerade durchläuft. Bzw. ist es genauer gesagt so, dass die ersten Stiche noch richtig aussehen und dann der OF gerade wird. Hängt vielleicht mit dem Festklemmen des OFs zusammen? Zuletzt hatte ich es auch ein paar Mal, dass sich der Stoff zusammenzog/kräuselte (ich nähe auf einem Baumwollrest immer knapp 10cm Nähte und teste dabei herum).


    4. Vermutlich nur eine Kleinigkeit: Eine der Tasten oben auf der Maschine hängt. Ich weiß noch nicht genau, wozu sie gut sind, aber man kombiniert sie irgendwie mit der Stichart und erhält dann noch mal andere Nähte, glaube ich. Davon lasse ich erst mal die Finger... ;)


    5. Das Pedal reagiert nicht immer gut. Manchmal trete ich stark drauf und komme trotzdem nicht aus einem Zeitlupentempo heraus. Dann wieder funktioniert das problemlos. Vielleicht hilft da ein Kontaktspray...?


    So, jetzt bin ich gespannt auf eure Vorschläge! Vielen Dank schon mal an alle, die sich mit diesem Anfängerkram auseinandersetzen :)


    LG
    Christiane

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  • Guten Morgen,


    schön, daß Du die alte Pfaff wieder zum Leben erweckst. Nach 15 Jahren Standzeit kann durchaus im Inneren etwas verharzt sein.


    Wenn eine Nähmaschine sehr lange nicht genutzt wurde, tut eine Wartung der Maschine gut. Kosten hierfür liegen zwischen € 50 bis € 100 - je nach dem, was an der Maschine zu machen ist. Idealerweise sollte der Nähmaschinenmechaniker die Maschine anschauen und Dir dann mitteilen, wie hoch die Kosten für die Wartung werden. Wohnst Du in der Oberpfalz oder dem Fränkischen, dann kann ich Dir eine zuverlässige Werkstatt nennen, die das genau so macht. Dort kannst Du Deine Maschine auch hinschicken, wenn Du weiter weg wohnst, solltest dies vorher telefonisch abklären.


    Eine einwandfrei arbeitende Nähmaschine ist die beste Voraussetzung für den Spaß beim Einstieg ins neue Hobby, den Dir die Pfaff 1199, wenn sie okay ist, bieten und Dich noch eine lange Zeit begleiten kann. Wenn Du in der Verwandt- oder Bekanntschaft eine erfahrene Hobbyschneiderin hast, kann sie Dir evtl. dabei helfen. Denn ohne das Gewurschtele zu sehen, ist eine Beurteilung schwer möglich.


    Fadenproblem: Ober- und Unterfaden sollten der selbe sein, sonst gibt es u.a. die von Dir beschriebenen Probleme. Also mal den Oberfaden auf die Unterspule umspulen und weiter probieren. Oder den alten Faden oben und unten probieren. Bringt das alles keinen Erfolg, kann es sowohl an der oberen als auch an der unteren Spannung liegen als auch an der Positionierung des Greifers bzw. Höhe der Nadelstange. Beim Zick-Zack muß ich an meiner Nähmaschine die obere Spannung etwas zurücknehmen - könnte evt. bei der Pfaff auch nötig sein.


    Nadel: Tausche sie trotzdem mal aus und verwende eine neue Webnadel = Standardnadel, Stärke 80, die eignet sich zum Probieren auf Baumwollstoff. Manchmal verursacht nämlich auch die Nadel das Gewurschtel oder das Reißen, weil sie doch einen kleinen Datscher abbekommen hat.


    Scheiben der Fadenspannung: Kannst Du mit Zahnseide zwischen den Scheibchen reinigen. Staub und Fadenfuselchen können die Übeltäter sein.


    Gaspedal: wenn es nicht mehr feinfühlig reagiert, dann sollten die Kohlen des Kondensators ausgetauscht werden. Bietet sich an, wenn die Maschine sowieso in die Wartung geht. Ansonsten Stefan oder Focault anschreiben. Die Beiden können Dir erklären, wie das geht, wenn Du Interesse hast Dich mit Technik auseinanderzusetzen. Kontaktspray hilft da, meines Erachtens nach, nicht.


    Wegen der hängenden Taste kann ich nichts sagen, da ich keinen Pfäffling daheim habe.



    PS. Solche Fragen sind kein Anfängerkram, das bringt auch Näherinnen, die schon länger das Hobby betreiben manchmal in Verzweiflung.

    Kreativität ist ... eine Allround-Fähigkeit für alle :na: Lebenslagen.

    Die Eile ist der größte Feind der Qualität. (Irena Paukshte)
    Keine Frau ist perfekt, aber die aus dem Süden :biggrin: sind verdammt nah dran.

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  • Vielen Dank für deine ausführliche Antwort :)


    Ja, an eine grundlegende Wartung habe ich auch schon gedacht. Das wäre bestimmt so oder so hilfreich.


    Den Faden gleiche ich dann nachher mal an und probiere neu. Heute morgen habe ich mir aber erst mal die genaue Funktion der Oberspannung angeschaut. Der Aufbau ist im Prinzip so (von oben nach unten):
    - Metallhalterung (quasi die obere Begrenzung des Ganzen)
    - Plastikschraube, die durch das Bedienungsrädchen bewegt wird
    - Feder, die durch die Plastikschraube mehr oder weniger gestaucht wird
    - schwarze, trichterförmige "Scheibe" aus Kunststoff (für die Übertragung der Federkraft auf die nächste Scheibe)
    - obere Metallscheibe, die den Faden auf die
    - untere Metallscheibe drückt; er ist also zwischen beiden leicht eingeklemmt.


    So sollte es jedenfalls sein, schätze ich. Denn die beiden Metallscheiben sind so locker, dass man durch leichtes Anheben mit dem Fingernagel (ohne Kraft) mehrere Milimeter Luft hat, und zwar völlig unabhängig von der Einstellung des Rädchens. Die Feder drückt zwar auf das Kunststoffteil, aber das gibt den Druck nicht auf die Metallscheiben weiter. Ist das verständlich?


    Meine erste Idee war, dass die Feder einfach zu lange auf Dauerspannung war und dadurch "geschrumpft" ist. Also habe ich einen passend großen Ring dazwischengelegt. Trotzdem kommt der Druck aber nicht unten an. Drücke ich das Kunststoffteil allerdings von Hand auf die obere Metallscheibe, wird der Faden leicht eingeklemmt und hat Widerstand, also so wie es sein sollte.


    Nun ja, diesen Details kann man vermutlich nur folgen, wenn man so eine Maschine vor sich stehen hat ;)


    Danke für den Nadeltipp. Dann werde ich mal eine neue besorgen. An sowas soll es ja nicht scheitern...


    LG
    Christiane

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  • Hallo azalee,
    nur, um sicher zu gehen:
    Der Nähfuß ist aber abgesenkt, wenn du dir die Oberfadenspannung anschaust, oder?


    Gruß
    Detlef

    Gruß
    Detlef


    Die Pfaff meiner Mutter hat damals zwei Monatsgehälter gekostet und näht nach über 60 Jahren immer noch. Dann müsste eine Nähmaschine, die nur einen Tageslohn kostet, umgerechnet ein Jahr halten - tatsächlich, die meisten Maschinen dieser Preisklasse schaffen das sogar.

  • Ähm... :o :o :o Danke für den Hinweis! :applaus:


    Ich sage es ja, ich habe keine Ahnung... *schäm*


    Also, tatsächlich ist das Ganze jetzt sehr fest, wenn das Füßchen abgesenkt ist. Ich bin nicht sicher, aber ich glaube, dass ich bisher noch nicht bewusst die Spannung überprüft hatte, während es unten war... Ich muss dann erst mal die Änderung rückgängig machen, die ich vorhin versucht habe. Man kann nämlich diese obere Begrenzung der Oberfadenspannung innerhalb eines Längsschlitz festschrauben. Ich habe die Schraube ein wenig weiter unten festgezogen, um mehr Druck auf die Scheiben zu bringen. Die Schraube muss vermutlich wieder höher eingestellt werden, denn jetzt ist es zu fest.


    Args... aber immerhin weiß ich jetzt, wie dieser Teil der Maschine funktioniert ;)


    Ich berichte nachher, ob ich eine vernünftige Spannung hinbekommen habe! Apropos... gibt es dafür eine Faustregel, mit wieviel Kraft der Faden hindurchgezogen werden können sollte oder so?


    Vielen Dank für eure Hilfe :)

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  • Alles gut!
    Das hab ich hier im Forum schon zehnmal gelesen.
    Mir ist das auch schon passiert.
    Und die anderen geben das vermutlich einfach nicht zu. :D


    Natürlich hätte man sich den Teil sparen können.
    Aber so funktioniert das Leben halt nicht.


    Alles, alles gut!


    Das es mit "Faustregel" nicht getan ist, den Teil überlasse ich jetzt Detlef....

    Dirk - des Teufels nackter KofferNÄHER 2.0 ...

    (Alt und müffelig.)

    2 Mal editiert, zuletzt von Koffernäher ()


  • Das ist schon mal sehr gut, dann bekommen wir den Rest auch wieder hin.


    Alles gut!
    Das hab ich hier im Forum schon zehnmal gelesen.
    Mir ist das auch schon passiert.
    Und die anderen geben das vermutlich einfach nicht zu. :D


    Was meinst du wohl, warum ich die Frage vorhin gestellt habe ;)


    Das es mit "Faustregel" nicht getan ist, den Teil überlasse ich jetzt Detlef....


    Also ich habe da auch nur eine Pi mal Daumen Anleitung.
    Da jetzt eh alles verstellt ist, würde ich erst mal die Unterfadenspannung mit dem Jojo-Test einstellen.
    Ein gute Anleitung findest du in diesem PDF vom naehmaschinenverzeichnis. Ich würde erst mal nur nach Seite 6-7 einstellen. Beim Zerlegen und Reinigen aufpassen, dass Feder und Schräubchen nicht wegfliegen, die findet man kaum wieder.
    Auf Dauer lege dir eine zweite Spulenkapsel zu, dann kannst du für dicke und dünne Garne getrennt einstellen.


    So, jetzt zur Oberfadenspannung.
    Ich bin übrigens ein Freund davon, oben und unten unterschiedliche Garnfarben zu nehmen, solange bis alles gut läuft, dann kann man schneller den Fehler lokalisieren.


    Grobeinstellung der Oberfadenspannung: Bei abgesenktem Nähfuß (!) und nach Anleitung eingefädeltem Oberfaden (aber nicht durchs Nadelöhr ziehen) sollte bei Stellung 0 oder 1 ein ganz leichter Widerstand spürbar sein, wenn man am Oberfaden zieht, bei Stufe 9 Stufe 10 sollte man nur mit großer Kraftanstrengung am Faden ziehen können, er soll aber nicht reißen (es sei denn, du nimmst 50 Jahre altes Baumwollgarn).


    Ralf C. würde jetzt eine Wasserflasche an den Faden knoten und diese langsam mit Wasser befüllen. Wenn die Flasche den Faden runterzieht, Flasche mit Inhalt wiegen, dann hat man den Widerstand der Fadenspannung. Er liegt IIRC irgendwo zwischen 200 bis 1000 gr, welcher Wert für die 1199 korrekt ist, weiß ich nicht - bestimmt hat Stefan das Servicemanual und kann nachschauen.


    Ich mache es meist anders:
    Also, Baumwollgewebe (z.B. alte Jeans, Oberhemd), doppellagig mit breitem Zick-Zack und z.B. 80er Nadel nähen.
    Oberfadenspannung auf 4-5 stellen und so lange die vermurkste Grundeinstellung nachregeln, bis eine passable Naht herauskommt, also Ober- und Unterfaden sind nur auf 'Ihrer' Seite sichtbar, damit kannst du dann erst mal loslegen.


    Viel Erfolg
    Detlef

    Gruß
    Detlef


    Die Pfaff meiner Mutter hat damals zwei Monatsgehälter gekostet und näht nach über 60 Jahren immer noch. Dann müsste eine Nähmaschine, die nur einen Tageslohn kostet, umgerechnet ein Jahr halten - tatsächlich, die meisten Maschinen dieser Preisklasse schaffen das sogar.

    Einmal editiert, zuletzt von kledet () aus folgendem Grund: 10 statt 9

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  • Also ich habe da auch nur eine Pi mal Daumen Anleitung.


    Beeindruckend! :daumen:


    Mein Wissen in diesen Dingen reicht immer nur zu "neue Nadel?", "neues Garn?", gutem Zureden und Trost spenden.
    Oder, wenn ich mich erinnere, die Tage was dazu gelesen zu haben.


    Neue Mitglieder begrüßen, das kann ich ganz gut.. :D

    Dirk - des Teufels nackter KofferNÄHER 2.0 ...

    (Alt und müffelig.)

    2 Mal editiert, zuletzt von Koffernäher ()


  • Ralf C. würde jetzt eine Wasserflasche an den Faden knoten und diese langsam mit Wasser befüllen. Wenn die Flasche den Faden runterzieht, Flasche mit Inhalt wiegen, dann hat man den Widerstand der Fadenspannung. Er liegt IIRC irgendwo zwischen 200 bis 1000 gr, welcher Wert für die 1199 korrekt ist, weiß ich nicht - bestimmt hat Stefan das Servicemanual und kann nachschauen.


    Ralf C. hat dafür inzwischen eine Federwaage. Ralf C. legt aber eigentlich nur Wert darauf, dass es funktioniert. Das warum ist bei Nähmaschinen viel zu kompliziert.


    Gruß
    Ralf C.

    Nähmaschinen sind wie Raubtiere; man kann sie nicht bezwingen, aber wenn man sie geduldig beobachtet kann man mit ihnen auskommen.

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  • So, wie versprochen eine Rückmeldung.


    Das Schräubchen habe ich wieder oben befestigt, und jetzt passt auch wieder alles mit der Oberspannung - wenn das Füßchen unten ist ;) Der Unterfaden ist richtig gespannt, da musste ich nichts ändern. Mit etwas Feintuning an der Oberspannung gibt es jetzt auch keine Schlaufen oder unten verhedderte Fäden mehr.


    Angesichts dieses Erfolges und nach etlichen gelungenen Testnähten habe ich dann heute morgen erst mal vier Vorhänge gekürzt. Die hängen im Keller, waren also ein prima Versuchsobjekt ;) Aber ich bin ganz zufrieden. Das Umbügeln war schwieriger als die Naht selbst *g*


    Danach habe ich ein Utensilo aus einem Stoffrest (dummerweise habe ich noch gar keinen richtigen Stoff hier) und - in Ermangelung von Wachstuch - einem Stück alter Plastiktischdecke genäht. Abgesehen davon, dass mir erst im Laufe des Nähens bewusst geworden ist, dass ein Stück Naht (an der Wendeöffnung) ja doch sichtbar ist und ich vielleicht doch eine andere Fadenfarbe hätte wählen sollen, ist das Körbchen eigentlich ganz gut geworden :)


    Morgen gehe ich Stoffe kaufen. Ich werde in ein größeres Stoffgeschäft fahren. Gibt es noch etwas, das ich gleich mitbesorgen sollte? Ich werde auf jeden Fall noch mal Nadeln kaufen, denn die Aldi-Nadeln, die ich in meinem Aldi Näh-Set gefunden habe, passen zwar von den Daten her, aber die neue Nadel hat mir schon nach wenigen Stichen jedes Mal den Faden zerhackt. Ich konnte es kaum glauben und habe direkt die uralte Nadel (die doch nicht mehr ganz glatt ist, wie ich jetzt im direkten Vergleich gemerkt habe) wieder eingesetzt. Siehe da, alles funktionierte wieder. Krass, oder? Ich habe dann eine von den ebenfalls vorhandenen alten, aber besser erhaltenen Nadeln eingesetzt, mit der geht es auch gut.


    Dann habe ich mal herumgetestet, was meine Maschine so an Stichen kann. Sehr cool, was man da alles machen kann ;) Allerdings klemmt ja die eine Taste noch, so dass ich mit der nicht kombinieren kann und mir dadurch einige Stiche rausfallen. Aber das kann ich erst mal verschmerzen.


    Soweit erst mal, vielen Dank für eure Unterstützung!
    Christiane

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  • Oh je, so schlimm? :o Sorry, ich hab' mich einfach tierisch gefreut, dass es heute voranging, nachdem ich gestern Stunden mit lauter frustrierendem Rumgepopele verbracht hatte ;)


    Aber was ich vorhin so dachte, war, dass es doch ganz gut ist, dass man die meisten Nähte ja gar nicht sieht :D

  • "Des baschd scho!" - wie wir Franken sagem, sei stolz auf Dich und genieße den Spaß am Nähen, den Du gerne allen mitteilen darfst.

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  • Danke euch!


    Nein, böse habe ich es nicht verstanden, nur mit einem zwinkernden Hinweis, dass da wohl jemand mächtig stolz ist ;) Und ich wollte ja nicht angeberisch rüberkommen oder so... Also, alles gut :)


    Über die Maschine selbst freue ich mich auch total. Auch etwas aus Nostalgie-Gründen. Die Nähmaschine meiner Oma eben :) Jetzt muss ich nur noch sehen, was sie mag. Aldi-Nadeln zähleln jedenfalls nicht dazu, das Garn scheint jetzt aber zu funktionieren, seit ich es auch auf die Unterfadenspule aufgespult habe.


    So, jetzt hoffe ich nachher auf schöne Stofffunde und dann geht's an die erste Beanie ;)


    Einen schönen Tag!
    Christiane

  • Morgen gehe ich Stoffe kaufen. Ich werde in ein größeres Stoffgeschäft fahren. Gibt es noch etwas, das ich gleich mitbesorgen sollte? Ich werde auf jeden Fall noch mal Nadeln kaufen, denn die Aldi-Nadeln, die ich in meinem Aldi Näh-Set gefunden habe, passen zwar von den Daten her, aber die neue Nadel hat mir schon nach wenigen Stichen jedes Mal den Faden zerhackt. Ich konnte es kaum glauben und habe direkt die uralte Nadel (die doch nicht mehr ganz glatt ist, wie ich jetzt im direkten Vergleich gemerkt habe) wieder eingesetzt. Siehe da, alles funktionierte wieder. Krass, oder? Ich habe dann eine von den ebenfalls vorhandenen alten, aber besser erhaltenen Nadeln eingesetzt, mit der geht es auch gut.


    Hallo Christiane,


    aus meiner Erfahrung würde ich Dir raten, auch von dem Nähgarn von Aldi Abschied zu nehmen und lieber etwas mehr in 'vernünftiges Garn' zu investieren. Vielleicht zu jedem ergatterten Stoff erstmal eine passende Rolle. Du ärgerst Dich sonst irgendwann schwarz, wenn das Garn - sofern es nicht schon an der Maschine aufgegeben hat - nach dem ersten Waschen seine Topqualitäten im Auseinanderfusseln zeigt.... :eek:


    Viel Erfolg und Spaß weiterhin!

    Liebste Grüße
    kade

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  • So, wie versprochen eine Rückmeldung.


    Soweit erst mal, vielen Dank für eure Unterstützung!
    Christiane


    Moin,


    das sind zwei Sätze, die im Forum nicht so oft vorkommen. Oft bleibt es beim Fragestellen, dann kommen Tipps, und dann hört oder liest man nichts mehr. Insofern waren Lob und Stolz echt und verdient. Viel Spaß also. Was Garn angeht rate ich, wenn es erstmal weniger kosten soll, zu den Hausmarken der Nähmaschinen- oder Kurzwarenhändler. Ich hatte zu Weihnachten als Erstlingswerk Rückenlehnen für das Bett meiner Tochter gefertigt und den Garnbedarf unterschätzt. Nach der einen Rolle aus dem Fachhandel, die problemlos durchlief, musste ich sämtliche farblich passenden Garnsetrollen, die früher mal gekauft wurden, mit verwenden. Alle 20 Zentimeter Naht ein Fadenriss. Mit Markennadeln. Wenn ich die Fäden mit der Hand zerreiße um zu sehen, ob es knallend durchschappt oder müde zerfasert ist bei allen Garnen gleichermaßen der Knalltest ok, aber in der Maschine herrschen wohl andere Regeln.


    Meine Frau hält mich jetzt für bescheuert, weil ich erst mal einen Vorrat Nadeln in gängigen Größen in gängigen Spitzenformen und Garn in zwei Dicken in vielen Farben gekauft habe. Wo wir doch soooo viel Garn von den Omas und Opas geerbt haben, ganze ungeöffnete Sets damals bei Aldi und Lidl gekauft. Jetzt heißt es hier mein Garn, dein Garn, meine Nähmaschinen, deine Nähmaschine.


    Gruß
    Ralf C.

    Nähmaschinen sind wie Raubtiere; man kann sie nicht bezwingen, aber wenn man sie geduldig beobachtet kann man mit ihnen auskommen.

  • Ja, das ist so ein Thema, deshalb näht mein Mann auch nicht und ich rede ihm dafür nicht in den Einbau von Wishbones oder Achsaufhängungen hinein. :D Nee, im Ernst, ich finde es ehrenvoll, eine alte Eisendame zum Leben zu erwecken. Das ist noch eine ganz andere Qualität.
    Professionelle Wartung beim ersten Mal ist aber wirklich durchaus ganz hilfreich. Ich kannte das gesamte Innenleben meiner Singer auch nicht, habe jetzt aber zumindest die relative Sicherheit, daß der Fachmann alles in Ordnung gebracht hat. Dann macht alles andere auch viel mehr Spaß.
    Ich bin gespannt, wie es bei Dir weitergeht, Christiane!

    Ich habe keine Wespentaille. - Ich habe eine Hummelhüfte.

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