Anleitung/WIP: Hundeschlafsack

  • Hier möchte ich euch gerne einen Hundeschlafsack vorstellen und zeigen, wie ich ihn genäht habe und welche Gedanken bei der Planung und Ausführung eine Rolle gespielt haben.


    SchlafSackA.jpg


    Die Überlegungen waren folgende, die Auflistung erfolgt kreuz und quer:


    1. der jagdlich geführte Hund soll, wenn er nass ist und/oder im Einsatz war, warm und trocken liegen können, ohne eingeengt zu sein
    2. die Handhabung soll bequem für den Besitzer sein, also kein "Reingestopfe" des Hundes, sondern die üblichen Kommandos sollen greifen: also in dem Fall: "Ablegen" oder "Platz"
    3. eine Überhitzung soll ausgeschlossen werden, wenn der Schlafsack z.B. im Restaurant eingesetzt wird. Also muss das Teil aufklappbar und wie eine Decke nutzbar sein
    4. gut waschbar
    5. Preisleistungsverhältnis muss stimmen
    6. der Name soll mit drauf
    7. man soll sehen, dass es für einen Deutsch Kurzhaar ist
    8. unempfindliche Farben
    9. unempfindliche Stoffe und vor allem solche, wo die "Stippelhaare" eher weniger haften.
    10. gut transportabel
    11. evtl. sollte ein 2. Hund Platz finden

    seid lieb gegrüßt
    Ute und Chenoa-Carisma



    "Keine Frau ist mit fünfundvierzig Jahren noch jung, aber sie kann in jedem Alter unwiderstehlich sein." Coco Chanel


    "Viel Feind, viel Ehr´". Oder: "Was kümmert es die Eiche, wenn sich ein Schwein an ihr scheuert" ;)

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  • hier nun das "Schnittmuster".


    zu sehen ist einmal die linke und dann die rechte Stoffseite des äußeren Teils vom Schlafsack


    hobbyschneiderin.de/attachment/29438/


    ich habe die Stoffbahn ca. 250 cm x 100 cm (Tiefe) zugeschnitten und dann dreigeteilt.


    Mindestens MUSS die kürzeste Seite 50 cm haben, besser sind 70 cm, dann ist der Platz zum Liegen immer noch 90 cm breit und der oberste Überschlag der mit Name und Bild des Hundes, auch.
    So habe ich es nach Probieren bei dem in den Fotos zu sehenden grünen Schlafsack gemacht.


    Benutzt habe ich die Indira-Decke von IKEA, 100% Baumwolle und eine dünne Steppdecke, Kunstfaser als Innenfutter.


    Dieses "Innenfutter" kann/sollte ca. 20 bis 50 cm größer als die Außenstoffbahn in der Länge sein und etwa 10 bis 20 cm in der Tiefe - erhöht später den Kuschelfaktor und die Temperaturkonstante für den Hund. Ist aber bissi nervig beim Einnähen.


    gestartet habe ich nach Zuschnitt der Außenbahn mit der Stickerei.

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  • Liebe Ute,


    wie schön, dass Du dieses Projekt mit uns teilst! Ich denke, ich werde auch so ein Teil nähen! Oder zwei oder drei. Es gibt ja schliesslich viele Hundefreunde und -freundinnen :D

    Get used to being the ruler instead of depending on one!

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  • Das sieht sehr gemütlich und kuschelig aus, ich hätte da aber noch die Frage ob bzw. wie Du die Maße genommen hast, ich meine soll es jetzt in der Länge/Breite so sein wie der Hund oder größer ? Vielen Dank.

  • Ich habe den Hund im Stehen von der Schauze bis zum Rutenanfang abgemessen.


    Kopf geradeaus nach vorne: In etwa so


    AstaMaß.jpg


    so ein Kurzhaar hat da eine Länge, je nach Alter von ca. 100 - 120 cm. Das nehme ich dann als Tiefe des Schlafsackes. Die Breite kann etwas weniger sein, da man ja die Seitenteile aufklappen kann. Aber die Tiefe des Schlafsackes sollte dieses Längenmaß des Hundes nicht wesentlich unterschreiten, damit der Kopf nicht auf dem blanken Boden zum Liegen kommt. Allerdings habe ich bislang noch keinen Hund erlebt, der kerzengerade im Schlafsack liegt.
    Wenn man unsicher ist, dann legt man einfach die Stoffbahn auf den Boden und läßt den Hund bequem drauf Platz machen. Sohabe ich es beim allerersten Schlafsack gemacht.


    War es verständlich?

    seid lieb gegrüßt
    Ute und Chenoa-Carisma



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  • Hallo, ist ja mal interessant, so einen Kuschelsack für große Hunde zu sehen. Dachte immer, dies wäre das typische Kleinhunde Zubehör ;)
    auch, welche Perspektiven berücksichtigt werden.


    [QUOTE=Caresse3;205191
    Dieses 'Innenfutter' kann/sollte ca. 20 bis 50 cm größer als die Außenstoffbahn in der Länge sein und etwa 10 bis 20 cm in der Tiefe - erhöht später den Kuschelfaktor und die Temperaturkonstante für den Hund. Ist aber bissi nervig beim Einnähen.
    [/QUOTE]


    und, gleich eine Frage, denn das ergibt jetzt für mich keinen rechten Sinn. Habe ich das richtig verstanden, du hast einen größeren (als Außenteil), beweglichen Innenteil? Was ist da der Vorteil, und wieso ist das "kuschelig"?
    Ich hätte zu einem Sorge, dass Hund sich beim drehen vor dem Hinlegen mit den Beinen verfängt? Ich habe das schon mit Bettbezügen gehabt, daher meine Frage.

  • Das war sehr gut erklärt und ganz lieb von Dir, vielen Dank. Das wird auf jeden Fall genäht, für meine zwei Kuschelknäule.

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  • Ja, richtig verstanden. Der Innenteil ist etwas größer und kann so um den Hund "herumfallen" wie es passt. Eventuelle "Luftlöcher" werden durch diesen Fall vermieden. Wenn wir frieren, versuchen wir ja auch die Decke ganz nah an den Körper zu bekommen. Das kann der Hund nicht, also wird dies durch gefällig fallende Mehrweite erreicht.


    Das "Futter" ist an allen Stellen festgenäht, da gibt es kein mit den Beinen verfangen. Du musst auch bedenken, dass der, wenn auch dünne Steppstoff, einen ganz anderen, schwereren Fall hat, als normaler Baumwollstoff. Und wenn man ca. 30 - 50 cm mehr Länge auf 250 cm verteilt, das ist nicht so wahnsinnig viel, das ist letztlich nur ein wenig eingekräuselt.

    seid lieb gegrüßt
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  • so, los geht es jetzt mit der Stoffauswahl.
    Ich habe ziemlich viele große Baumwoll-Bettüberdecken, die jetzt gar nicht mehr zu Stil und Farbe meiner Einrichtung passen oder noch nie gepasst haben und deshalb peu á peu in die Hundedecken-Abteilung integriert wurden. Auch gibt es ganz große fertig gekaufte Patchworkdecken, die ich sehr kostengünstig erstanden habe und die als Unterlage für meine gezüchteten Welpen dienten. Niemals hätte ich gedacht, dass diese knapp 10 Mark-Decken drei Würfe aushalten mit täglichem Waschen sowie das durch den Trockner "jagen".


    bwurf.jpg


    Ja und die möchte ich nun Stück für Stück verarbeiten.


    Für den Schlafsack für meine Chenoa habe ich diese beiden Stoffe, aus dem Fundus, ausgesucht. Der Schlafsack soll auch im Auto Einsatz finden.


    Stoff.jpg


    Das nächste ist dann das Erstellen der Silhouette. Da findet man einiges im Netz. Digitalisieren erledigt bei mir die Maschine *freu*


    Da für mich privat genutzt muss ich auch auf keine Rechte achten. Für anders gelagerte Verwendung gibt es genügend Silhouetten käuflich zu erwerben mit den dazu gehörigen Rechten.
    Da dies ein Hundeutensil ist, was doch öfter gewaschen werden wird, so nehme ich keine "schönen" mehrfarbigen Stickdateien, sondern einfarbige Silhouetten. Reine Umrisszeichnungen haben sich nicht so bewährt, als die gefüllten.


    Jetzt noch der Name des Hundes - und wir können mit den ersten Schritten loslegen.

    Files

    • Futura.jpg

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  • so die beiden nächsten Schritte sind getan.


    Eine irish Setter Silhouette und den Namen Chenoa gestickt.


    Schl1.jpg

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  • Das war sehr gut erklärt und ganz lieb von Dir, vielen Dank. Das wird auf jeden Fall genäht, für meine zwei Kuschelknäule.


    mit Beweisfoto ;) bitte :D

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  • Hallo Ute,
    da bin ich mal ein paar Tage nicht an Board und schwupps - näht die Ute ein Weihnachtsgeschenk, was ich natürlich kopieren werde. Vicky arbeitet im Moment nicht auf dem Platz, aber der Hund meiner Tante ist schon ganz alt und freut sich bestimmt über was Kuscheliges. Ich hatte den Schlafsack schon in dem Hunde-Dawanda-Buch gesehen, aber ich fand die Erklärung lange nicht so einleuchtend wie Deine - Vielen Dank!

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  • Zitrone
    eilt ja nicht. Ich finde es immer schön, wenn man dann die Ideen und Nähergebnisse sieht


    @ Doggy
    oh, ich kenne das Hunde-Buch von DaWanda gar nicht? Ist es gut? Kannst du es empfehlen?
    Was nähen die denn da für Hunde? Auch für mittelgroße wie unsere?

    seid lieb gegrüßt
    Ute und Chenoa-Carisma



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  • Ich hab´s geschenkt bekommen. Kaufen, würde ich sagen, lohnt nicht. Futterbeutel, Schlafsack, Decken, Spielzeug wie z.B. genähte Knochen.
    Basics wie man näht, strickt oder häkelt. Dazu gibt´s eine App, mit der man das betreffende Thema scannen kann, aber in der App steht dann tatsächlich nichts, was nicht auch im Buch steht. Wie gesagt, gekauft hätte ich es nicht, aber die Idee mit dem Schlafsack fand ich schon gan süß und praktisch.

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  • Bin ein bischen dumm: wird der Kuschelsack hinten zusammengenäht, sonst wäre es ja eine Röhre? Wie wird dann das kurze Ober- am langen Oberteil befestigt? Mit Klett?

    Danke

    LG Brunna

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