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Beiträge von Schiaparelli

    Moin!


    Zu Punkt 4:

    Um sicherzugehen, dass ich "gerade nach unten verlaufend" richtig verstehe: Meinst du, dass die Passennähte jeweils ab RV waagerecht verlaufen und am Ende, Rucichtung Armloch, etwas nach unten kippen?


    Zu Punkt 2:

    Du hattest, wenn ich es richtig verstanden habe, die Schulternähte aufgetrennt und neu gemacht, richtig?

    Wenn ja: Lassen sich die Schulternähte im Halsbereich nicht näher an deine natürlichen Schulterlinie bringen?

    Falls ja: Neu heften. Falls nein: Ist die hintere Passe im Stoffbruch zugeschnitten oder hat sie eine Mittelnaht?


    Zu den (in Draufsicht) zwei diagonalen Falten rechts:

    Wenn du mit den Fingern versuchst, die Falten wegzustreichen - so als wenn es die einer Tischdecke oder eines Bettlakens wären: Lassen sich die zwei zu einer großen "zusammenstreichen"?

    Und wenn du die Falten - nicht permanent, nur temporär - mit Nadeln absteckst, so dass die Passe faltenfrei ist, aber stattdessen zwei "Abnäher" gesteckt hat: Welche Form haben die "Abnäher"? Wie ein American Football, also oval mit spitzen Enden? Oder sind sie keilförmig?

    Hallo Kaz,


    oh je, Schimmel ist nie gut, aber in Kombination mit chronischen Asthma besonders besch...eiden. Hoffentlich ist der Schimmel-Spuk jetzt beendet; die Biester können ja hartnäckig sein.


    Ich schaue mir die Bilder später noch genauer an und melde mich morgen, aber vier Fragen schonmal vorab.


    • Wie gefällt dir der Ausschnitt von vorne, wenn du dir vorstellst, dass dort der Kragen dran wäre: Gut so, zu weit, zu tief, ...?
    • Auf den Bildern von vorne DSC_1480 und vorher DSC_1397 sieht es so aus, als ob rechts (Draufsicht) beim Übergang Hals-Schulter anfangs 1-2 fingerbreit Luft ist. Täuscht das? Auf den noch weiter zurückliegenden Fotos keil3 und DSC_1386 sieht es nicht so aus. Sprich, die Naht liegt von Beginn an auf der Schulter auf.
    • Hast die vorderen Keile am "Saum" ungefähr dort abgeschnitten, wo du den Jackensaum haben willst? Falls nicht, kannst du das schon mal tun.
    • Verläuft die vordere Passennaht waagerecht? Sie scheint etwas (in Draufsicht) von links nach rechts ebtrachte nach oben rechts abzudriften, wie eine langsam steigende Gerade. Das kann aber auch an der Haltung liegen oder daran, dass sie sich durch Bewegung etwas verzogen hat und rechts etwas runtergezogen werden müsste.

    Bis dann!

    Steffi, das Risiko besteht, zweifelsohne. Aber eben auch bei Kauf-Stretch-Jeans. :)


    Die Elastizität des Stoffs ist gering und wäre für eine Jeans ungeeignet, die mit negative ease konstruiert ist. Ich mag diese Prise Stretch, um etwas an Bewegungszugaben zu sparen, was die Silhouette gefälliger macht. Da ich den Hosenschnitt sowieso anpassen musste, war die Zeit gut investiert. Aber ich werde sicherlich erstmal eine Jeans ohne Kappnähte machen, weil mich die Zeit und Mühe dafür ärgern würde, wenn der Stoff sich beim Tragen unschön beulen sollte.

    Hier also der Bericht meines Cola-Experiments. Es hat viel Spaß gemacht, wir haben viel gelacht und fühlten uns ein bisschen wie in manchen Verbrauchersendungen, wenn Produkttest gemacht werden. :)


    TL;DR: Es hat in diesem Versuch funktioniert, aber der Effekt ist moderat.


    Long read:

    Der Versuchsaufbau ist nicht Stiftung Warentest-verdächtig, aber ich habe mich bemüht.


    Versuchsobjekte

    2 Coupons Stretch-Jeans identischer Qualität und Abmessungen


    Methodik

    • Beide Coupons wurden in einer handelsüblichen Waschmaschine (Frontlader) mit demselben Programm im zeitlichen Abstand von 90 min (1 Waschgang = 83 min) gewaschen und jeweils anschließend auf demselben Wäscheständer zum Trocknen placiert.
    • Einziger Unterschied: Bei der Wäsche des zuerst gewaschenen Coupons wurde unmittelbar vorm Drücken der Start-Taste ins Waschpulverfach der Inhalt einer 0,33l-Flasche Coca-Cola eingefüllt.
    • Nach 24 bzw. 22.5 h Trockenzeit wurden beide Coupons vermessen sowie vier Tester (2 W, 2M) zur Tuchbeurteilung und -fühlung gebeten. Die Frage lautete: Gibt es einen Unterschied der beiden Stoffe und wenn ja, worin besteht dieser?


    Ergebnis

    • Die Coupons sind - wie schon vor dem Experiment - gleich groß und nicht eingelaufen.
    • Drei von vier Testern (2W, 1M) erkannten einen geringen Unterschied in der Haptik ("der eine fühlt sich ein bisschen weicher an"; "der hier ist weniger starr"; "der ist nicht ganz so fest"). In 3 von 3 Fällen wurde die "softere" Variante dem Cola-behandelten Coupon zugeordnet.

      Ein Tester (M) konnte keinen Unterschied feststellen.

      Mein Tastsinn fühlt ebenfalls einen geringen Unterschied, ebenfalls ein etwas weicherer Griff des Coupons in der Cola-Wäsche. Aber der Unterschied ist moderat, und der Griff des Cola-behandelten Coupons ist nicht mit dem Griff zu vergleichen, den er beim Einkauf hatte.

    The End

    Hallo Steffi,


    ich kann nachgucken, wenn ich wieder zuhause bin, aber nicht sicher, ob ich #190 habe; meine Sammlung ist nicht lückenlos.


    Wenn du bis dahin schon was gucken magst, könntest du die Suchmaschinen bemühen, ob ein bestimmter älterer THREADS-Artikel zum Thema noch frei verfügbar ist: Ich kann mich erinnern, dass es vor vielen, vielen Jahren einen gab. Autorin mit Vornamen Karen, Nachname Holland oder Howland oder so ähnlich. Titel: Irgendwas mit "merits of a basic pattern". Vielleicht auch "benefits" statt "merits". Auf jeden Fall mit vielen Zeichnungen in fast milka-lila. :)

    Hallo,


    ich war am 23.02.18 auf dem Stoffmarkt Holland in Osnabrück. Ein Stand hatte u.a. viele richtige Dessousstoffe, ich hab dort gekauft. M. E. hieß der Benno Stoffen. Ungefahr ein Meter breit und hoch gestapelt. Es gab viele Uni, etwas dezent gedrucktes, und auch so hochelastisch-miedermäßge mit eingewirken Muster. Und auch wohl Powernet. Laminat oder fertige Cups sah ich nicht.

    Das ist ja spitze, im wahrsten Sinne des Wortes! :) Danke fürs Mitteilen.

    norimberga  


    Ich dachte, ich hätte am Montag noch die folgenden Artikel gepostet, aber offensichtlich schwirren sie im Nirwana. :) Daher ein zweiter Versuch:


    In den folgenden Artikeln findet man auch praktischere Infos bzw. Anregungen zu Zero Waste-Zuschnitten. Das Konzept finde ich im Prinzip interessant, aber ich würde das Design doch in den Vordergrund stellen und dann zusehen, wie ich es mit möglichst wenig Verschnitt zuschneide und die Reste sinnvoll nutzen.


    Es ist inzwischen sehr OT, was den Kuss der Handarbeits-Muse betrifft ;) aber ich glaube nicht, dass die Voraussetzungen für Umwelt- und Bildungspolitik vergleichbar sind.


    Bildungspolitik ist nach der Föderalismusreform à la Koch/Steinbrück eine der letzten Bastionen, in der Länder überhaupt noch größeren Spielraum haben. Landespolitiker interessiert es schlicht nicht, sich hier reinreden zu lassen - und ich kann das sogar nachvollziehen: Landespolitiker haben in der Bildungspolitk genug Ecken, an denen es klemmt, ohne den Blick auf die Kompatibilität mit anderen Bundesländern zu werfen. Zudem wird das Gros der Kinder nicht umziehen. Und Eltern wollen in erster Linie, dass ihre Kinder im Bundesland, in dem sie derzeit wohnen, eine Schulpolitik erfahren, die sie für sinnvoll erachten.

    Es fehlt schlicht an Wählern, denen es ein derart wichtiges Anliegen ist, dass sie eine Partei wählen würden, die sich die Aufhebung des Kooperationsverbots als Herzensthema Nr. 1 auf die Fahnen schreiben würde. Zumal im hypothetischen Fall, dass das Kooperationsverbot fiele, ich sehr große Zweifel hätte, dass mit dem, was dann als gemeinsamer Nenner durchgesetzt würde, alle happy wären. Sogar ganz im Gegenteil. :S

    Seewespe Ich finde, dass der Grund dafür auf der Hand liegt. Sieht man seit Jahrzehnten bei jeder Landtagswahl und während Verhandlungen von Bund und Ländern. Das Zauberwort heißt Kooperationsverbot.

    Solange Landespolitiker, egal in welchem Bundesland und egal wo im politischen Spektrum verortet, sich darüber einig sind, dass der Bund sich nicht einzumischen hat, wird sich nichts Grundlegendes ändern. Und ich habe auch noch in keinem Landtagswahlkampf (die ich überregional verfolge) erlebt, dass Wähler von ihren Landespolitikern die Abschaffung des Kooperationsverbots gefordert hätten.


    Solange es diese Schere im Kopf gibt bzw. sie akzeptiert wird, ändert sich nichts.

    Nun ja, vor Jahren war es auch in öffentlichen Schulen in D (ohne Schulgeld) möglich, Handarbeiten und Werken zu unterrichten, ohne dass es zu Aufspießungen oder ähnlichem gekommen wäre. :) 

    Die Frage, warum das nicht mehr so zu sein scheint (!), finde ich nicht nur legitim, sondern drängt sich mbMn geradezu auf. (Nicht als Diskussion hier im HS-Forum, aber "im wahren Leben da draußen" schon.)

    Meine Bedenken beziehen sich nur aufs Elasthan. MMn sehen Lycra-Stoffe schäbig aus, wenn das Elasthan zerstört ist. Das würde mich selbst bei einem Schnäppchen-Stoff ärgern. Ein längeres, konzentriertes Cola-Bad, wie es einige mit Erfolg an reinem BW-Denim ausprobiert haben, würde ich wegen des pH-Werts Stretch-Denim nicht zumuten.


    Ich werde es am Wochenende ausprobieren und berichten. :)

    Zitat von norimberga

    Mich würde der Jeans-Schnitt ohne Verschnitt sehr interessieren bzw. das Vorgehen, aus einem normalen Schnittmuster eins ohne Verschnitt zu machen.

    Meiner Vermutung nach wird bei zero waste Jeans noch mehr der Fadenlauf und die Passform ignoriert als im "klassischen" Zuschnitt üblich.


    Aber das wäre ein tolles Projekt als Hobbyschneiderin. :)

    Ich hab mir mal einen Stetch- Jeansrock genäht...mit dem hatte ich alles durch...auch Cola, Natron, Essig, mit Turnschuhen in den kalten Trockner...den kannst du immer noch hin stellen und er sieht aus wie ne blaue Sandburg.

    :D Ich glaube, ich weiß genau, was für ein Denim das ist: Widersteht jeder Schwerkraft. Hast du mal hauchzartes Abschleifen mit Sandpapier versucht? Frei nach dem Motto "und bist du nicht willig, so brauch' ich Gewalt"?

    M.n, im Laden war der Stoff um einiges weicher als nach dem Waschen; daher hatte ich ihn mitgenommen, denn diese brettharten Stretch-Denimstoffe mag ich nicht so sehr. Aber schon nach der 1. Wäsche (2x habe ich sie bisher in die Maschine gesteckt) war der Griff ganz anders, eben ziemlich steif. Es macht daher auf mich Eindruck, dass irgendeine Bearbeitung, bevor der Stoff für Endverbraucher auf den Ballen gewickelt wurde, für den weicheren Griff sorgte, und eben diese ist durchs Waschen perdu gegangen. Daher nehme ich nicht an, dass noch Appretur drin ist: Im Gegenteil, dass irgend ein Zeug rausgespült wurde. Aber als Anti-Fan von Weichspülern (den man außerdem jeder Wäsche der fertigen Hose(n) zusetzen müsste) hoffe ich auf den Effekt eines ein- oder zweimaligen Cola-Bads. ^^

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