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Beiträge von Seewespe

    Mal ehrlich, Steffi:


    Aus welchem Grund solltest Du Scham empfinden?


    Ich verrate Dir etwas: Mit Anfang 30 habe ich mir einen Porsche gekauft. Neu. Warum? Weil ich damals Spass daran hatte und einen Job, der mir derartiges erlaubte. Ich habe hart gearbeitet und früh eine Führungsposition in einem Unternehmen bekommen, das mir ein sehr gutes Gehalt zahlte. Ich musste jeden Tag eine Stunde zur und eine weitere von der Arbeit pendeln und das Auto versüsste mir diese Zeit, so banal das klingen mag - es machte mir Freude.


    Geschämt habe ich mich deshalb nicht.


    Etwas zurück zu geben, finde ich eine sehr schöne Sache - aber ganz unabhängig davon, ob man sich etwas Besonderes leisten konnte oder nicht. Sich für etwas engagieren, stark machen, Kraft und Ressourcen einsetzen - das ist in meinen Augen ein Persönlichkeitsmerkmal, das auf Grossszügigkeit, Empathie und Verantwortungsgefühl basiert. Das hat man - oder man hat es nicht, es hat wenig zu tun mit dem, was man selbst besitzt. Es ist SEIN, nicht HABEN.


    Mein Herzensmann und ich haben uns auch schon für andere engagiert, als wir manchmal nichtmal das Geld für eine Straßenbahn-Fahrkarte hatten und überwiegend von Toast und Marmelade lebten.


    Freu Dich daher über Deine Maschine, geniesse sie, hab Spass mit ihr. Ich teile Deine Freude und wünsche Dir ganz viel Spass mit Deiner Berni!


    Wenn Du anderen etwas Gutes tun möchtest, dann tu das. Ich finde es schön, das ganz selbstverständlich zu tun, mit Freude und weil es zum eigenen Sein dazu gehört, nicht weil man irgendwie ein schlechtes Gewissen hat und vielleicht einen gewissen Fatalismus, der nach einem "Pfand" verlangt.


    Wenn das Herz aufrichtig dabei ist, ist es gut.

    Schon einmal GartenVlies probiert? Gibt es in unterschiedlichen Stärken - hat natürlich kein Raster. Ausserdem gibt es von Stoff und Stil Mustervlies, das Du testen könntest. Ich finde, dass das sehr ähnlich ist.

    Ich glaube, ich würde mich mit nackigen Beinen da nicht hinsetzen wollen. Aber es gibt ganz viele Leute die da nicht so empfindlich sind wie ich. Ich kann nicht mal Sockenwolle am Hals vertragen (Schals oder Tücher) ... :D

    Geht mir auch so, Bettina! Ich finde Jute schön, aber ich mag das nicht auf der nackten Haut haben, da bekäme ich in Nullkommanix Reizungen, mal ganz abgesehen davon, dass ich Kratziges überhaupt nirgends ertrage. Deshalb auch keine Rollkragen (nein, meine Schilddrüse ist völlig in Ordnung) - die Haut am Hals ist nochmal doppelt empfindsam.


    Walter, ich finde sowohl die Idee und Umsetzung Deiner Kühltasche prima als auch das Sitzbankpolster! Ich denke, dass ich, sollte ich mich entschliessen, doch noch Kissen aus dem Restbestand Jute zu nähen, mit Baumwolle kombinieren würde.

    Erinnere Deinen Händler an das Thema Gewährleistung und dass es im Rahmen der Gewährleistung abgedeckt sein muss, ein stumpfes Messer bei einer NEUEN Maschine auszutauschen. Neuware hat einwandfrei zu funktionieren, in Deinem Fall darf man getrost davon ausgehen, dass das nicht der Fall war. Er hat jetzt die Wahl: entweder, er übergibt Dir im Rahmen der Gewährleistung eine korrekt funktionierende, einwandfreie Maschine oder Du wandelst, d.h. Du bekommst den Kaufpreis zurück.


    Momentan bewegt Ihr Euch im Bereich der Nachbesserung. Die darf dann aber für Dich nichts kosten. Lass Dich also hier nicht auf Debatten ein. Will der Verkäufer Dir die Maschine nicht übergeben, ohne dass Du etwas bezahlst, lässt Du sie beim Händler, räumst ihm schriftlich eine weitere Frist zur Nacherfüllung im Rahmen seiner Gewährleistungsverpflichtung ein und kündigst darüber hinaus an, dass Du im Fall der Nichterfüllung vom Kaufvertrag zurück trittst. Das Schreiben solltest Du per Einschreiben mit Rückschein schicken.


    NOCH befindest Du Dich in dem Zeitfenster, in dem der Händler in der Pflicht ist. Nach einem halben Jahr wechselt die Beweislast - dann müsstest Du beweisen, dass der Mangel von Anfang an bestanden hat, das erschwert die Sache erheblich. Also handle jetzt und lass Dich nicht vereumeln.

    Darf ich Euch folgenden Fragen stellen:


    Wann und warum habt Ihr Euch eine Cover- und/oder Overlock-Maschine zugelegt?

    Wie lange habt Ihr vorher auf einer üblichen Haushaltsnähmaschine genäht?

    Erst kam die Overlock, ich schätze mal, sie zog zwei Jahre nach der NäMa bei mir ein. Die Cover kam erheblich später. Warum? Weil ich neugierig war und gern Neues lerne!

    Zitat


    Welche Näherfahrungen mit der Nähmaschine hattet Ihr, die den Ausschlag für den Erwerb einer Overlock- bzw. Cover-Maschine gaben?


    Ich fand das Versäubern mit Zickzack doof und ansonsten war es einfach der Reiz, mit einer vordergründig so "komplizierten" Maschine klar zu kommen. Ich finde die Möglichkeiten, die mir Ovi und Cover bieten - und noch dazu so einfach, denn kompliziert finde ich beide nicht wirklich - fantastisch. Die machen richtig Spass! Ich empfinde sie aber nach wie vor als absoluten Luxus. Auf die Ovi zu verzichten, fiele mir schon schwer, von der Cover könnte ich mich dagegen leichter trennen.


    Zitat

    Wie oft kommt die Overlock-Maschine bei Eurer Näherei zum Einsatz und für welche Zwecke bevorzugt Ihr sie?

    Ich nutze die Ovi sehr häufig bei Wirk- UND Webware. Ich mag die Art, wie sie versäubert und dehnbare Stoffe lassen sich einfach wunderbar nähen. Sie kann aber noch viel mehr - Ziernähte beispielsweise.


    Zitat

    Wann nehmt Ihr die Cover-Maschine und warum?

    Für Ziernähte und Säume / Ausschnitte.


    Zitat

    Wie leicht oder schwierig war es mit der jeweiligen Maschine vertraut zu werden?

    Vor der Overlock hatte ich erst schon Respekt, aber ein Kurs bei babylock hat mir meine Berührungsängste genommen. Schwierig fand und finde ich weder die Ovi noch die Cover.


    Zitat

    Wie habt Ihr das Nähen mit diesen Spezialmaschinen erlernt?

    Genau genommen habe ich es mir selbst beigebracht. Der Kurs bei babylock hat mir nur meine Berühungsängste in Sachen Ovi genommen und mir die basics gezeigt, aber den Umgang und Feinheiten habe ich mir selbst erarbeitet über Lektüre und mithilfe von Videos / Videokursen. Die Cover habe ich mir allein vertraut gemacht.

    Moin Moin,


    bei jeder Wäsche von Fleece-Textilien gelangen viele Fasern Mikroplastik in unser Abwasser und von dort in die Kreisläufe der Natur. Sie können derzeit nur ungenügend heraus gefiltert werden. Wasserorganismen, Fische, Vögel und letztlich auch wir werden krank davon, denn wir essen und trinken das, was wir da heraus waschen, letztlich selbst.


    Hier ein kurzer, auf den Punkt gebrachter Beitrag zum Thema:klick mich!!


    Keine schöne Vorstellung, richtig?


    Dennoch erfreuen sich Textilien, die Mikroplastik frei setzen, ungebrochen einer ungeheuren Beliebtheit. Niemand denkt über die Folgen nach und sie sind ja (meist) so herrlich bequem und billig. Schlimmer noch: viele Menschen WISSEN gar nicht, woraus die Fleecejacke, die sie so oft tragen, besteht.


    Was können wir tun?


    1. ANDERE Fasern nutzen und verarbeiten. Gerade wir als HobbyschneiderInnen haben da doch erhebliches Potenzial!


    2. Vorhandene Fleece-Sachen kälter, seltener waschen und nicht schleudern.


    3. Das im oben verlinkten Beitrag erwähnte Guppybag anschaffen und benutzen. Guppybag unterstützt übrigens diese Initiative.


    Wasser ist Leben!!! Lasst uns dazu beitragen,, dass auch unsere Kinder, Enkel und Urenkel noch Freude an gutem Wasser haben und die Kreisläufe der Natur sich wieder erholen können!

    Es können keine Stangen, sondern müssen kleine, aber schwere Teile sein, da der Vorhang zur Seite schiebbar bleiben muss. Habe mich statt der Bleistäbe für Unterleg/Vierkantscheiben in M20 entschieden. Edelstahl.

    Steffi,


    ich denke auch, dass Du Dich emotional eigentlich entschieden hast. Die Frage, die ich mir in diesem Kontext stellen würde, ist eigentlich nur die der Möglichkeiten, die Du hast. Die kleine Bernina würde ich ohne Zaudern abgeben. Benefit von 7 x im Jahr finde ich nicht wirklich überzeugend. Dass die Brother nicht mehr hergestellt wird, finde ich dagegen vernachlässigbar. Teile wirst Du auch weiterhin bekommen. Ich habe sie gerade wieder beim Kaffeesack Projekt schätzen gelernt. Dabei habe ich mich übrigens explizit für das Brüderchen entschieden, weil daran nicht so viel kaputt gehen kann bei Stoffen, die unter Umständen in Bezug auf eine raffetückische Elektronik Chaos anrichten könnten.


    Und das ist auch mein größter Kritik/Zauderpunkt hinsichtlich der großen Berninas - da steckt so viel Computer-Technik drin, dass ich ehrlich gesagt rein emotional den Aspekt Robustheit in Frage stelle und durchaus beeindruckende Folgekosten einkalkulieren würde. Exakt aus diesem Grund würde ich ein eher einfacher strukturiertes Arbeitstier nicht hergeben.

    Ja - nicht anders als in "echten" Dialogen face2face. Da hüpfen wir letztlich auch oft über verschiedene Themen und wissen manchmal nicht einmal mehr, wie wir nun DARAUF gekommen sind.


    Thema Kaffeesäcke und meine Erfahrung bislang:


    Wie schon einige schrieben, fusseln die Teile ohne Ende. Ich habe teils während der Verarbeitung den Staubsaugerrüssel auf meine Schneidematte gehalten und nach jeder Verarbeitungseinheit kurz durchgesaugt, weil die Fasern sehr penetrant sein können und mich pieksen.


    Das Schneiden / Begradigen geht leicht, wenn man am Rand Fäden heraus zieht.


    Wie Bettina schon schrieb: großzügige NZG zahlen sich aus.


    Bügeln lässt sich der Stoff recht gut. Die Kombi mit groben Jeans Stoffen mag ich sehr. Ich warte noch auf die Gardinenstange, beim Anbringen werde ich ein bisschen tricksen müssen, habe aber eine Lösung im Kopf. Ausserdem fehlen noch Bleistäbchen, mit denen der Vorhang unten beschwert wird.

    Mein Biolehrer pflegte immer zu sagen, daß es drei Kategorien von Menschen gibt: Die ersten haben ein Gehirn und nutzen es. Die zweiten haben einen Zettel auf dem Gehirn steht und die dritten glänzen durch einen Hohlraum zwischen den Ohren.


    Es ist tatsächlich so, daß es dumme Menschen gibt, aber das ist keine neurologische sondern eine sozialwissenschaftliche Frage...

    Damit bestätigst Du letztlich meine Sichtweise.


    Ein Gehirn hat jeder Mensch. Die Frage ist nur, was er damit anfängt, respektive ob ihm jemand zeigt, wie er was damit tun kann.

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