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Singer Klasse 15 restaurieren

  • Hey,

    ich habe mal eine Frage. Auf dem Dachboden meiner Oma habe ich eine Singer Klasse 15 gefunden. Leider ist sie wie "eingefroren"... Also wenn man das Handrad beispielsweise bewegt passiert gar nichts. Ich will versuchen sie wieder gangbar zu machen, da mich solche alten Nähmaschinen interessieren und ich auch lernen will wie man sowas selber hinbekommen kann. Deshalb will ich sie auch nicht wegbringen und jemand anders machen lassen, sondern eben selbst.

    Ich habe gehört das man erst mal den ganzen groben Schmutz wegmachen soll und dann mit Kriechöl, Petroleum und einem Föhn arbeiten soll, damit das ganze verharzte Öl entfernt wird und sie wieder läuft. Was sind eure Tipps und Tricks und wie würdet ihr anfangen? Ist es überhaupt möglich, wenn man noch gar keine Ahnung von restaurieren hat?


    Viele Grüße und einen guten Start ins Wochenende,

    Birte

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  • Kein Kriechöl.

    Den losen Dreck wenn möglich mit Druckluft ausblasen, dann den Festen ausputzen.

    Dann im Wechsel mit Petroleum und Fön bearbeiten bis sie sich fein dreht.

    Danach richtig sauber putzen und polieren.

    Anschließend mit harzfreiem Nähmaschinenöl ölen.

    Liebe Grüße

    Walter


    Nachtragende Menschen haben viel zu schleppen.

  • Hallo,

    bei der Singer 15 reicht wahrscheinlich schon ein Petroleumbad und dann bewegen, bewegen.


    Die alten schwarzen Geradstichmaschinen sind bei mir meist nach ein, zwei Stunden "frei".

    Oft hat die Nadelstange etwas Rost angesetzt, der geht mit dem Föhn auch nicht weg.

    Gruß
    Detlef


    Die Pfaff meiner Mutter hat damals zwei Monatsgehälter gekostet und näht nach 60 Jahren immer noch. Dann müsste eine Nähmaschine, die nur einen Tageslohn kostet, umgerechnet ein Jahr halten - tatsächlich, die meisten Maschinen dieser Preisklasse schaffen das sogar.

  • Hallo,

    Was darf ich mir unter einem Petroleumbad vorstellen? Quasi die ganze Maschine in Petroleum "baden"?

    ok, Bad ist etwas übertrieben, dafür bräuchte man ca. 10 bis 20 Liter von dem Zeug, Dusche trifft es eher.

    Alle potentiell beweglichen Stellen mit einigen Tropfen Petroleum versehen, auch auf der Unterseite.

    Vorher die Spulenkapsel/Spule und nach Möglichkeit auch den Greifer herausnehmen.

    Und dann am Handrad langsam vor- und zurückdrehen.

    Wenn alles wieder gängig ist die Maschine etwas trockenwischen und mit Nähmaschinenöl an jede Ölstelle 1 bis 2 Tropfen Öl geben.

    Gruß
    Detlef


    Die Pfaff meiner Mutter hat damals zwei Monatsgehälter gekostet und näht nach 60 Jahren immer noch. Dann müsste eine Nähmaschine, die nur einen Tageslohn kostet, umgerechnet ein Jahr halten - tatsächlich, die meisten Maschinen dieser Preisklasse schaffen das sogar.

  • Vorher die Spulenkapsel/Spule und nach Möglichkeit auch den Greifer herausnehmen.

    Und dann am Handrad langsam vor- und zurückdrehen.

    Problem ist, dass man die Spule uns daher auch die Spulenkapsel nicht entfernen kann, da da die Nadel drinnen steckt und sich nichts bewegen lässt... Danke :) Ich werde mal mein Glück versuchen!

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