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Warum näht ihr Damenoberbekleidung?

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  • Ich nähe (inzwischen auch) Oberteile, damit ich mich von der Masse abheben kann. Ich mag es gerne individuell - und das widerspricht der Massenproduktion in der Industrie.

  • Ich nähe schon seit ich 16 war. Damals hätte ich es auch noch nicht nötig gehabt, zwecks Passform. Aber immerhin gab es gute Stoffläden und die Fertigschnitte aus Pramo und Für Dich passten.

    Jetzt, viele Jahre später, muss ich nähen, da wie schon erwähnt, die Kaufklamotten keine Passform für mich haben. Und das geht gar nicht. Außerdem ist es extrem entspannend, nicht mehr durch Konfektionsläden zu hasten, um eventuell etwas annähernd passendes zu finden und dann doch frustriert zu sein. Diese eingesparte Zeit nutze ich für meine eigenen Entwürfe und fühle mich entsprechend wohl.

    Zum Kleiderangebot muss ich auch sagen, dass die Auswahl gerade in etwas größeren Größen grausam ist. Da hilft wirklich nur - selber nähen!

  • Herzlichen Dank für die vielen Rückmeldungen von euch. In vielen sehe ich auch meine Beweggründe wieder. Ich freue mich, dass es vielen hier auch so geht.

    Wie hier öfters gesagt wurde: Es macht einfach Spaß!


    Ich habe inzwischen noch etwas nachgedacht und habe noch etwas für mich Erstaunliches zum Thema Nähen festgestellt: Ich handarbeite (neben Nähen Stricken, Weben) viel, male, werke und töpfere (Plastiken, nicht Gebrauchsgegenstände). Alles macht mir Spaß.


    Aber so richtig Kraft tanken, oder wenn ich mal mies drauf bin, wenn ich mir ärgere, dann nähe oder töpfere ich. Wenn ich nähe, auch mal eine Nacht fast durchmache, dann bin ich am nächsten Tag absolut entspannt, fit und könnte Bäume ausreißen. Dann kann ich den ganzen Tag beschwingt durcharbeiten und falle dann abends auch nicht früh ins Bett. Irgendwie gibt mir Nähen Energie.
    Wenn ich wütend bin, dann muss ein Batzen Ton herhalten und dann fließt die nächste Skulptur aus meinen Händen - nein, keine, die böse oder wütend schaut. Sobald ich den Ton ein paar Mal auf den Tisch geschmissen habe, ist alles erst mal vergessen. Wenn ich dann wieder in die Realität auftauche, ist natürlich nicht alles weg, aber es geht mir viel besser.


    Ich habe das Glück, dass ich eigenlich immer auch etwas von der Stange finden würde und ich meine Schnitte, die ich abwandele, nicht groß größenmäßig anpassen muss - es sein denn es sind aktuelle Burda-Schnitte, da bin ich einfach zu groß dafür. Die Taille hängt mir immer zu hoch und damit natürlich auch jeder Abnäher. Gut, damals war ich unter den Größeren, als man so 1,67 m im Schnitt groß war, aber heute ist doch 1,72/74 m absoluter Durchschnitt und es gibt viele Frauen die größer sind. Ich hatte inzwischen sogar schon eine gekaute Hose, die ich kürzen musste:!:

    Ich lebe noch von meinen Neue Mode-Heften und Burda International, sowie die Carinas. Für mich damals als Teenager mein geliebtes Heft. Wenn andere die Bravo kauften, kaufte ich mir die Carina. ^^

    Wenn wir eine Klausurwoche hatten, habe ich danach auch mitgefeiert, aber dann meldete ich mich für ein paar Tage ab und musste einfach mein Nähen nachholen, zu dem ich in der Vorbereitungszeit nicht kam. Wehe irgendjemand hätte angerufen oder wäre bei mir vorbei gekommen. Ich nähte!

    Erst dann hatte ich das Gefühl, jetzt ist wieder alles normal.


    Irgendwie nähe ich schon unendlich gerne - weiß auch nicht warum. Ist mir aber auch egal, es ist einfach so. :)

  • CARINA!!! Da habe ich auch noch ein paar im Fundus und gucke mir zwischendurch die Preisboxer-Schultern und Karottenhosen an und schmunzele ... ^^

    Mein Freizeit-Motto: Alles kann, nichts muss. 

    Aber ich werde mich freuen, wenn ich in 2018 ca. 75m meiner Stoffvorräte vernähen könnte. :D 

  • Ist jetzt OT, aber kennst du die eine Carina, in der das Oberteil war mit den zwei Stäben? Puh, wie beschreibe ich das am besten: Man nähte ein Oberteil und das hatte dann an der Schulter links und rechts, sowie im Saum unten links und rechts so einen Tunnel. Da hat man dann je einen Stab über Kreuz gesteckt. Ich weiß es nicht mehr, wenn ich mich recht erinnere war das irgendetwas aus dem Modell- oder Drachenbau. Die gab es in verschiedenen Farben.

    Es machte, wenn man schlank war, eine super Figur, man hatte natürlich wie damals üblich eine extreme Schulterbreite und für den Alltag war es auch nicht so ideal. Wenn man sich an einen Tisch setzte, war das lustig. - Nein, ich behaupte jetzut nicht, dass ich das aus eigener Erfahrung weiß. ;)

    Nein, ich war kein verrücktes Huhn!


    Und dann dieser eine Regenmantel aus Zeitungsstoff! Waren das Zeiten! :saint:

    Ich bin in die Post gegangen und habe in den dort ausliegenden Telefonbüchern sicherlich zwei Stunden lang Stoffgeschäfte gesucht, die Telefonnummern herausgeschrieben, dann alle von zu Hause aus abtelefoniert und meinen Eltern damals schon eine kleine Horror-Telefonkostenrechnung verursacht. Tja, so musste die Jugend damals arbeiten, als es noch kein Internet gab.

    Aber niemand hatte den Stoff. Selbst Carina konnte mir nicht sagen, wer den in meiner Nähe hatte. Als wir dann im Urlaub in Italien waren, sah ich in einem Stoffgeschäft einen ganz ähnlichen, eigentlich noch viel besseren Stoff. Alle Sehenswürdigkeiten mussten warten, ich kaufte den Stoff und bin lieber mit einer großen Stofftüte bei der Hitze noch zu den Sehenswürdigkeiten gegangen, als dass er nach den Sehenswürdigkeiten ausverkauft wäre. Mir war egal, dass ich dann bei einem Museum nicht rein durfte. Hm, eigentlich behaupten meine Eltern immer, ich wäre in der Pubertät leicht handlebar gewesen, aber wenn ich das hier nun so schreibe, mussten sie schon einiges mit mir aushalten. :D


    Aber ich muss sagen einen anderen Mantelschnitt habe ich immer noch davon. Der ist wirklich extravagant und so langsam könnte ich mir in der Richtung wieder einmal einen nähen. Der hatte keine so opulenten Schultern, aber einen enormen Stoffverbrauch von knapp 6 Metern bei Größe 36! Mit abnehmbarer Kapuze und im Rückenteil einfach zwei genial geschnittenen breiten Riegeln, die einen Godet-Einsatz hielten. Das Vorderteil war relativ langweilig, aber das hatte ich dann damals einfach anders gemacht.

  • rufie


    Nein, ich kenne weder den Drachenbau-Schnitt noch kann mich an den Zeitungsstoff erinnern! Passt aber zur Experimentierfreudigkeit der damaligen Offenburger Redaktion. :D


    Sehr wohl erinnern kann ich mich aber an die sehr viel höheren Telefonkosten damals. Und an lange Reihen mit Telefonbüchern in der Hauptpost. Und ganz schwach auch noch an Wählscheiben mit Schloss, damit die Kinderlein nicht beim Ausprobieren zufällig bei Guatemalas Zeitansage oder so landeten ... :saint:


    Ich habe einen Wickelrockschnitt von Carina geliebt - lang, in einem Stück, ohne Seitennähte, nur mit Abnähern (an den Seiten entsprechend tiefer und länger). Carina hatte schöne Kleiderschnitte, von Mini-Etuikleid bis lang weitschwingend. Westen waren auch mal ganz angesagt, auch da war Carina weit vorne. Keine Ironie! Es gab sogar mal einen Fertigschnitt mit BH und French Knickers.


    Was ich damals nicht genäht habe, aber noch heute (!) auf meiner "to sew"-Liste steht: Die Idee des langen Mantels mit verschiedenen einknöpfbaren Schals bis zum Saum. Im Modell war der Mantel aus dunkelblauem Wollstoff, die Schals waren aus Wolle, Samt oder Fake-Fur (Tiger, soweit ich mich erinnere). Der zu 100% unförmige Schnitt (stark überschnittene Schulter, keine Abnäher) und vor allem der Verschluss - man band den Mantel zu und hatte dafür Schlitze ins Innenleben ! - haben mir schon damals nicht gestanden. Aber nächsten Winter ist so ein Mantel fällig! :) Nur eben mit ordentlichem Verschluss und ordentlicher Passform.


    Toll war auch ein Designerschnitt, der reversibel und konvertibel zugleich war: Es bestand aus zwei oder drei Teilen, eine Seite schwarz, die andere weiß, aus schwerem Jersey, wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt. Diese Teile wurden in allerlei Variationen zu Oberteilen oder Kleidern zusammengeknotet. Es juckte mir schon mehrfach in den Fingern, burda anzuschreiben und zu bitten, das in die Neuzeit und etwas "erwachsener" neu zu interpretieren.

    Mein Freizeit-Motto: Alles kann, nichts muss. 

    Aber ich werde mich freuen, wenn ich in 2018 ca. 75m meiner Stoffvorräte vernähen könnte. :D 

  • .....da bin ich einfach zu groß dafür. Die Taille hängt mir immer zu hoch und damit natürlich auch jeder Abnäher. Gut, damals war ich unter den Größeren, als man so 1,67 m im Schnitt groß war, aber heute ist doch 1,72/74 m absoluter Durchschnitt und es gibt viele Frauen die größer sind. Ich hatte inzwischen sogar schon eine gekaute Hose, die ich kürzen musste

    Mit der Größe stimme ich dir voll zu. Die Models, die uns die aktuellen Sachen in den Katalogen vor die Nase halten sind alle deutlich über 1,75m - eher so bei 1,80m. Wenn ich dann so ein Kleidungsstück bestelle, dann ist es ganz massiv zu kurz.

    Vor vielen Jahren habe ich mir erlaubt mehrere Versender anzuschreiben und sie gebeten mir diese Differenzen zu erklären. Das Ergebnis war eigentlich von vornherein klar: Nicht einer hatte es nötig zu antworten.



    Für deine gekaute Hose schenke ich dir noch ein "f" und ein "l". Du darfst dir aussuchen, welchen Buchstaben du haben möchtest. *duck und wech* :rofl:

  • Ja, an den Mantel erinnere ich mich noch. Ich hatte sogar schon einmal einen in die Richtung genäht, also anderes Mantelteil, aber die Idee mit den wechselbaren Schals fand ich genial.


    Stimmt, an den Designerschnitt kenne ich mich auch! Die French Knickers habe ich damals für einen Bikini abgewandelt. Ich hatte in Spanien meinen Traumbikini gesehen. Meine Eltern hatten Freunde, die für einige Zeit in Barcelona lebten. Zum Baden fuhren wir manchmal nach Sitges. Jetzt muss man wissen, dass man dort einerseits einen sehr schönen Strand hat, aber es einen Strandteil gab, an dem Barcelonas leichte Mädchen sich sonnten - wirklich nur privat sonnten, ihrem Geschäft gingen sie in Barcelona nach. In Sitges in dem Bereich waren sogar Männer verpönt.

    Von der Promenade aus sah ich dann dort eine Dame mit einem sagenhaften Bikini.


    Ein Bandeauoberteil eine Seite war bei ihr Gold, die andere Schwarz. Jetzt muss man sich vorstellen, den zweifarbigen Streifen dreht man einmal und bindet ihn hinten zu. Sozusagen die eine Brust war dann Gold, die andere Schwarz. Es war natürlich nicht gebunden, sondern ein richtiger Verschluss. Es sah nur so aus. Ich wollte auf der Stelle so ein Oberteil, allerdings in einfarbig. Ich so toll, wie die Drehung des Oberteils wirkte.

    Na gut, eigentlich war für mich auch die "Hose" faszinierend, aber da streikten dann meine Eltern. Man muss sich vorne ein schwarzes Oval vorstellen, an dem mehre Schwarze Schnüre waren. Es sah aus, als würde eine Spinne dort liegen. Noch dazu war es ein String. Gut, als Alltagsbikinihose für einen Teenager vielleicht doch nicht so geeignet. 8|

    Kaum wieder daheim besorgte ich mir einen hellgelben Bikinistoff - sieht bei mir bei brauner Haut super aus. Jetzt muss man wissen, das war zu einer Zeit, in der man noch nicht so einfach eine Overlock herumstehen hatte. Für die Bikinihose musste dann der French Knickers Schnitt herhalten.

    Ich konnte damit sogar ins Wasser gehen!


    Dein letzter Satz spricht mir aus der Seele. Wie sehr würde ich mir eine Nähzeitschrift wünschen, die etwas in dem Stil wie die Carina war, hätte. Natürlich an die aktuelle Zeit angepasst und erwachsener - da bin ich egoistisch;), aber auch so etwas für Teenager wäre super. Ich wäre ja schon mit Schnitten a la damals die Burda International zufrieden. Ich bin ja kein Teeni mehr.


    Ich hatte gehofft, als der Nähhype wieder ausbrach, es würde so etwas wieder kommen, aber leider nein.


    Noch was: In der Vorschau der Burda 3/2018 ist wieder eine Karottenhose als Schnitt, nicht ganz so richtig taillenhoch, aber eindeutig eine Karotte und sie hat sogar den Umschlagbund! ^^ In einem Laden habe ich auch schon Karottenhosen hängen sehen. Zwar nicht so extrem, wie wir sie damals hatten, aber doch sichtbar karottig. Meine weiteste war damals eine weiße Karottenhose. Für das Vorderteil habe ich Größe 40 verwendet und angepasst, denn die Rückseite und der Bund waren Größe 34. Die sah damals einfach nur genial aus. 8)


    Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich die Frage hier auch gestellt, weil ich wissen wollte, ob hier auch einige eher experimentierfreudige Näherinnen sind. Also Leute, die gerne Damenoberbekleidung nähen, weil sie dann auch etwas ausgefallenere Mode tragen können - und nein, damit meine ich nun nicht den Drachenbau-Schnitt :D - genialer Name von dir, den werde ich mir bestimmt merken.


    So, nun sind wir wieder beim eigentlichen Thema angekommen. Entschuldigt dieses OT, aber irgendwie war der Ausflug in die Nähzeiten wunderbar. Ich sitze hier mit einem breiten Lächeln. Danke! Ich habe mir nämlich einen ordentlichen grippalen Infekt eingefangen und bin krank geschrieben. Da tut das Lächeln einfach nur gut!




  • Ich lebe noch von meinen Neue Mode-Heften und Burda International, sowie die Carinas. Für mich damals als Teenager mein geliebtes Heft. Wenn andere die Bravo kauften, kaufte ich mir die Carina. ^^

    Dann sind wir wohl ähnlich alt. Neue Mode Hefte hab ich auch noch ein paar, überwiegend die Sonderhefte. Carina Schnittmuster hab ich vor ein paar Jahren entsorgt, genauso wie die Brigitte-Schnittmusterhefte. Dann wären da noch die BurdaModen inkl. einiger Sonderhefte, aus einer Zeit als ich das monatliche Heft noch nicht regelmäßig kaufte. Gesammelt hab ich die seit 95 bis 2010 vollständig, danach hab ich erst nur noch sporadisch gekauft und schließlich den Kauf komplett eingestellt. Die Schnittmuster waren irgendwie nicht mehr meins, irgendwie passten mein Körper und die Schnitte nicht mehr zusammen und auch mein Anspruch war gestiegen.
    Inzwischen nähe ich überwiegend nach amerikanischen Schnitten, damit komm ich mittlerweile besser zurecht und habe auch angefangen selbst Schnittmuster zu konstruieren. Hier fehlt mir aber noch ganz viel Erfahrung.

  • Gut, damals war ich unter den Größeren, als man so 1,67 m im Schnitt groß war, aber heute ist doch 1,72/74 m absoluter Durchschnitt und es gibt viele Frauen die größer sind.

    Nö. Der Durchschnitt ist heute zwischen 1,65 m und 1,68 m für Frauen (verschiedene Quellen nennen entweder die eine oder die andere Zahl), aber ich habe noch nie die Angabe über 1,70 m als Durchschnittsgröße für deutsche Frauen gesehen. Hast du eine Quelle dafür oder ist das dein persönlicher Eindruck?

    Natürlich gibt es viele Frauen, die größer sind - das ist ja genau der Punkt am Durchschnitt ;) - aber es gibt genauso viele Frauen, die kleiner sind.


    Models sind selbstverständlich alle sehr groß (und zwar deutlich überdurchschnittlich), aber das ist doch nicht repräsentativ? Die werden doch extra wegen ihrer Größe als Model ausgesucht.

  • Für deine gekaute Hose schenke ich dir noch ein "f" und ein "l". Du darfst dir aussuchen, welchen Buchstaben du haben möchtest. *duck und wech* :rofl:

    laugh.png

    Hilfe, ich bin wirklich smiley-krank.gif.

    Hab ich doch eine Zeit lang überlegen müssen, was ich mit dem l anfangen soll und gemeint, da kaue ich erst mal auf meiner Hose herum, vielleicht bekomme ich dann die Erleuchtung. Kurz vor dem ersten Biss leuchtete dann in meinem Hirn doch noch eine Lampe auf!

  • Hast du eine Quelle dafür oder ist das dein persönlicher Eindruck?

    Natürlich gibt es viele Frauen, die größer sind - das ist ja genau der Punkt am Durchschnitt ;) - aber es gibt genauso viele Frauen, die kleiner sind.


    Ich hab jetzt auch mal nachgeschaut. Du hast Recht, es sind knapp 1,66m. Ich muss sagen, ich bin baff, denn irgendwann in den 80er Jahre wurden doch die Damengrößen für Bekleidung wieder einmal angepasst. Das geisterte damals durch alle Medien und ich bin mir ziemlich sicher, man sprach von statt 1,65 cm Körpergröße auf 1,67 m. Jetzt, 35 Jahre später sind wir also immer noch nicht größer? Aber das scheint lauf statistischem Bundeamt wohl wirklich langsam voran zu gehen. Interessant finde ich auch diese Grafiken hier. Da sind wir wohl ein paar Jahre sogar im Schnitt kleiner geworden.


    Da ich viel mit Jugendlichen und Leuten bis 40 zu tun habe, war das natürlich ein persönlicher Eindruck, War ich in meiner Alterklasse immer etwas über dem Schnitt, aber lang nicht bei den Großen, denn in meiner Klassenstufe, in der 60 Mädchen waren, waren 22 größer als ich, ähnliches Bild in den Sportvereinen. Habe ich jetzt den Effekt, von dem meine Mutter immer gesprochen hat. Sie meinte, die ganzen Jüngeren wären größer als sie und es werden immer mehr. ;) So ähnlich fühle ich mich in der S-Bahn jetzt auch.

  • rufie schrieb:

    Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich die Frage hier auch gestellt, weil ich wissen wollte, ob hier auch einige eher experimentierfreudige Näherinnen sind. Also Leute, die gerne Damenoberbekleidung nähen, weil sie dann auch etwas ausgefallenere Mode tragen können


    Das kommt darauf an. Aus figürlichen Gründen stehen mir viele experimentierfreudige Schnitte nicht. Das war schon im Teenager-Alter so. Ich kann mich an originellen Designs auch nur so erfreuen, ohne dass ich sie umsetzen muss. Mein durchaus vorhandenes stilistisches Drama-Potential lebe ich eher durch Kontraste und experimentelle Farbkombinationen aus. ;)
    Mich begeistert in den letzten Jahren v.a. alles, was irgendwie geknotet und gedreht wird. Und ich mag konvertible Sachen (wie den besagten Carina-Mantel oder die Schwarz-Weiß-Kombi), habe aber selbst noch nichts Konvertibles genäht. Ich sollte so ein Projekt auf meine 2018er to-sew Liste setzen.

    Mein Freizeit-Motto: Alles kann, nichts muss. 

    Aber ich werde mich freuen, wenn ich in 2018 ca. 75m meiner Stoffvorräte vernähen könnte. :D 

  • Hallo,
    ich nähe seit ich 15 Jahre alt wurde- und das ist schon ein ganzes Weilchen her.
    Ich war von jeher mit dem Handarbeitsmodus infiziert und hatte das Glück ihn behalten zu dürfen.
    Seit der Grundschule habe ich viel gestrickt, mit 15 durfte ich einen Nähkurs machen.
    Zunächst habe ich genäht , weil es mir Spaß macht. Die Erfolge waren eher fragwürdig- vor allem was die Passform anbelangt.
    Es gab Zeiten, da spielte das Nähen keine große Rolle durch die Lebensumstände. Aber es hat mich nie losgelassen.
    Völlig erwischt hat es mich wieder 1992 als ich meine Quelle Nähmaschine gegen eine Pfaff tiptronic eintauschen durfte.
    Plötzlich war nähen auch noch unproblematisch. Keine Fadenrisse, kein Fadengewurschtel etc.

    Hinzu kam der Glücksfall, dass es hier in meiner Nähe ein Nähgeschäft gibt mit Nähkursen, Stoffen und allem was man so braucht.
    Tatsächlich wollte ich es schon bald zu meinem Beruf machen - sollte aus verschiedenen Gründen nicht sein und ist heute gut so.

    Mein Lieblingsmann ;)unterstützt und versteht mich , weil auch er ein tolles Hobby hat.

    Nähen und die Beschäftigung (Planen, Einkaufen dafür ;)) hat was Therapeutisches: bringt mich runter, entspannt mich.
    Zudem weiß ich inzwischen natürlich die bessere Passform von Kleidungsstücken und die Wirkung davon sehr zu schätzen.
    Da ich mich mit meinem Figur- und Farbtyp beschäftigt habe kann ich mir die Länge von Oberteilen, Ausschnittvarianten , Taillierung etc. gestalten wie ich will. Das mag ich einfach und freue mich an jedem gelungenen Kleidungsstück.
    Aber natürlich: es gibt auch weniger gelungene !


    Ich kaufe wenige Kleidungsstücke - nur Hosen, weil ich da noch keinen wirklich guten Schnitt für mich gefunden habe - bzw. vorzugsweise Jeans trage und auch Winterjacken.

    Das Nähen wird seit Jahren noch schöner, weil ich das Glück mit einigen lieben Freundinnen teilen darf.

    Wir treffen uns 2x im Jahr für ein Wochenende in der Gruppe und sehen uns untereinander immer mal wieder zu zweit.

    Nähen ist einfach toll - und gehört für mich zu meinem Leben !
    Und wenn ich einen Wunsch frei hätte: ich möchte es noch ganz, ganz lange tun dürfen - möge die Gesundheit und die Lebensumstände mir dieses Glück gönnen.

    Klingt irre pathetisch, ist aber so :)

    Grüße - Dagmar


    *Ein Leben ohne Nähmaschine ist möglich aber definitiv sinnlos*

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