Kreatives Nähen mit Flüchtlingen

  • Hallo, ich melde mich auch mal wieder zu Wort. Nehmt es mir bitte nicht übel, bei uns ist immer so viel los.
    Ich habe in 14tägigen Abständen mit unseren Flüchtlingen genäht, Leider schwankt die Zahl doch sehr. Es ist anders als bei Karin, unsere Damen müssen zum Integrationgkurs, zu Deutschkursen und auch für die Familie sorge, da ist die Zeit doch oft knapp bemessen.


    Ich möchte euch aber trotzdem zeigen, was wir in der letzten Zeit genäht haben. Oft vergesse ich vor lauter gewusel Fotos zu machen, entschuldigt bitte.


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    Einige Kindersachen sind entstanden, Das passende Shirt habe ich leider vergessen. Die Hose, habe ich auch erst später einfangen können, nachdem sie schmutzig war ;)
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    Damenröcke


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    Im Moment nähen wir gemeinsam die #machdeinding Tasche, ein Wettbewerb der Initiative Handarbeit .Wir sitzen schon den dritten Nähtag daran.


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  • Schön ist es bei euch, Monika, aber ganz anders als bei uns.


    Wir hatten am Mittwoch wieder mal einen ruhigeren Tag, eine größere Gruppe der Frauen aus Eritrea und Äthiopien sind zum Transfer. Unsere beiden afghanischen Schwestern gehen nächste Woche weg, dann fangen wir praktisch wieder von vorne an. Also werden demnächst wahrscheinlich erst mal wieder Nadelbücher genäht, damit wir sehen können, welche Nähkenntnisse vorhanden sind, wen man relativ selbständig arbeiten lasssen kann, und wer intensiver betreut werden muss. Zu komplizierteren Sachen über Taschen und Kissen hinaus kommen wir da nicht, weil die Frauen gar nicht lange genug da sind.


    Obwohl wir jetzt zu dritt waren und weniger Frauen genäht haben, habe ich trotzdem kaum Fotos gemacht, ich war intensiv mit ein paar Nähmaschinen beschäftigt, die mal dringend eine Entstaubung und ein paar Tropfen Öl brauchten. Barbara und meine Freundin Moni haben mit einigen jungen Mädchen Zaubertaschen genäht, das ist für die Mädels ein schöner schneller Erfolg.
    Ein junger Mann kam und wollte gerne an die Maschine, um Klamotten zu ändern, aber ich habe ihn mit Nadel und Faden ausgestattet und weggeschickt. Ich glaube einfach, dass es nicht gut tut, wenn ich Männer , die älter als 3 Jahre sind, zulasse. Die Frauen sind nicht mehr so unbefangen, und ich vermute auch sehr stark, dass sie dem Mann automatisch den Vortritt an den Nähmaschinen lassen würden.
    Außerdem hatte er keine Nähmaschinenkenntnisse, da muss ich ohnehin immer höllisch auf "meine" Maschinen aufpassen. Es herrscht wie überall ja die Vorstellung, man braucht seine Klamotten nur neben die Nähmaschine zu legen, die macht das dann von alleine. Ich habe da mit den Frauen schon immer genug zu diskutieren, ich weiß nicht, wie das dann mit einem jungen Mann funktioniert, der es nicht gewohnt ist, sich von einer Frau etwas sagen zu lassen.
    Also bestimme ich kraft meines mir selbst verliehenen Amtes als "Chef" :D, dass es eine reine Frauenveranstaltung bleibt.
    Eine mir noch unbekannte Frau kam, um eine Hose zu kürzen. Sie stellte sich erwartungsvoll neben eine Nähmaschine, wohl in der Hoffnung, dass der oben beschriebene Selbstnäheffekt eintritt. Sie hatte aber zuvor noch nie an einer Nähmaschine gesessen. Ich hab ihr die Schere und Stecknadeln in die Hand gedrückt, und aufgefordert, erst mal abzuschneiden und zu stecken.
    Nach eine Weile kam sie dann und hatte tatsächlich sehr schön mit großen Stichen den Saum gereiht, und ich konnte ihr die Nähmaschine erklären. Die Hose wurde erfolgreich gesäumt, die Dame bedankte sich und ging wieder. Mal sehen, ob sie jetzt Lust auf mehr bekommen hat.
    De vierzehnjährige, deren Mama eine richtig gute Schneiderin ist, kann schon sehr souverän mit den Nähmaschinen umgehen, sie durfte dann für die anderen Teenager die vorher mit der Hand genähten Zaubertäschchen mit der Maschine nachnähen. Das ist eines davon DSCI0425.jpg
    Die afghanischen Schwestern nähten wie der Wind, weil sie vo rihrem Transfer noch angefangene Sachen fertig machen wollten.
    Dieses Kleid ist noch fertig gewordenDSCI0424.jpg
    Das waren zwei ganz liebe junge Frauen,die werde ich vermissen.


    Es bleibt weiterhin spannend bei uns.
    Ich wünsche allen schöne Pfingsten, wie schön wäre es jetzt, wenn ich in allen Sprachen reden könnte!
    Liebe Grüße von karin

    Die mit der Nähkampf-Ausbildung

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  • Irgendwie ist es schwer hier etwas zu schreiben, bei dem letzten Post, habe ich mehr als 1/2 Std. gebraucht, dann war der Post gleich 2 Mal:confused::confused:


    Ist schon toll, was bei euch immer noch abgeht liebe Karin. Schöne Dinge haben die Frauen wieder genäht.


    Bei uns könnten gern auch Männer kommen, es gibt einige die nähen können. Jedoch kommen sie nicht, da Frauen anwesend sind. Das war letzte Woche richtig lustig, ein Mann sagte, dass er auch alles nähen kann, doch wenn er hierher käme würde seine Frau ihn lynchen. Er machte das Zeichen Kopf ab ;) . Als ich ihm erklärt habe, das in Deutschland Männer und Frauen zusammen arbeiten, meiner er, er hätte noch Syrien im Kopf ;)


    Endlich ist für unsere Familie die 3 jährige Aufenthaltsgestattung durch, letzte Woche kam der Beschluss. Es wurde erst gegen die Entscheidung Berufung eingelegt, doch die wurde abgewiesen. So hat unsere Familie etwas mehr Zeit.


    Ich wünsche euch allen schöne Pfingsten.

  • Oh, das Forum läuft ja wie der Wind, schnell mal einen ganz kurzen Bericht.
    Wir hatten gestern ein gnz kuscheliges Treffen, mit mehr Ehrenamtlerinnen als Besucherinnen. Da wie schon berichtet ganz viele zum Transfer gegangen sind, kamen gestern nur noch die tolle Schneiderin aus Afghanistan und ihre 14 jährige Tochter. Die beiden können ja ganz für sich allein werkeln. So haben Moni und Barbara die Zeit genutzt, unsere Schränke, Kistchen und Kästen mal gründlich aufzuräumen. Das war aber auch mal nötig, es kamen so allerhand Überraschungen zum Vorschein. Ich habe alle Maschinen aufgeschraubt, gesäubert und geölt. So hatten wir doch einen sehr produktiven Nachmittag, während Mutter und Tochter fleissig nähten.
    Behnaz hat zwei neue Shirts bekommen.DSCI0433.jpgDSCI0436.jpg


    Erinnert sich noch wer an die Werbung für Recyclingprodukte, die es vor einigen Jahren gab "ich war einmal eine Dose"??? #Daran musste ich gestern denken, denn dieser tolle Rucksack könnte sagen: "Ich war einmal ein Rock"! DSCI0435.jpg
    Dieses Design, mit den bedruckten Baumwollstoffen in Postiv-negativ-Druck, war meiner Erinnerung nach in den 70er Jahren modern. Ich hatte damals ein Kleid in rot mit weißen Blümchen, mit Volant in weiß mit roten Blümchen, und ich war sehr stolz drauf.
    Jedenfalls finde ich das zweite Leben des Rockes sehr gelungen.


    Jetzt müssen mal die Leute vom Sozialdienst ordentlich die Werbetrommel rühren, damit wir wieder neue Näherinnen dazu bekommen.


    Schon mal jetzt ein schönes Wochenende wünscht euch Karin

    Die mit der Nähkampf-Ausbildung

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  • Tolle Dinge habt ihr wieder genäht liebe Karin. Bei uns waren auch nicht so viele Da, liegt wohl am Ramadan.
    Trotz allem, haben wir doch schon einmal 3 Taschen fertig bekommen, die wir mit den Frauen nähen. Ich habe ja 2 Stück vorgearbeitet, damit die Damen Anschauungsobjekte haben.
    Es ist die Tasche #machdeinding2017 Ein kostenloses Schnittmuster von der Initiative Handarbeit. 3 Wochen haben wir daran gesessen.


    Die Stoffe, habe ich von Swafing für eine Ferienpassaktion gesponsert bekommen, Da es so viel Stoff war, konnte ich ihn hier zweckentfremden.
    Die 2 Lederähnlichen Stoffe an den Taschen sind von mir.



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    Diese Taschen kann man in klein oder Groß tragen oder auch wenden also eine 3 in 1 Tasche,


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    Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie stolz die Damen über diese Taschen waren.


    Ich selbst hatte mir auch privat diese Taschen genäht. Die Beiden= 1 Tasche


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    So sieht man, auch dass es eine Wendetasche ist.


    Ich verstehe es nicht, ich habe die Bilder extra verkleinert, dass sie nun doch so groß sind ;)

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  • Nun möchte ich euch den Abschluss unserer Aktion zeigen, Taschen nähen nach #machdeinding2017 von der Initiative Handarbeit die Frauen haben sich so über ihre tollen Taschen gefreut.



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    Dann möchte ich auch auf unseren Glossar aufmerksam machen, den Anouk und ich zusammen fertig gestellt haben.

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  • Wirklich wunderschöne Taschen, Monika!
    Bei uns war es Ramadan-bedingt relativ ruhig in den letzten drei Wochen, daher auch keine neuen Bilder.
    Letzte Woche dann aber schon wieder etwas belebter mit 5 Näherinnen, die aber aufgrund der Hitze und des Fastens ein bisschen matt waren.
    Morgen ist großes Sommerfest, daher wird nicht genäht.
    Gruß von Karin

    Die mit der Nähkampf-Ausbildung

    Einmal editiert, zuletzt von Fruehling ()

  • Danke du Liebe. Na ja, ich habe sie auch etwas gedrängt, da die Frist am 29 Juni abläuft und ich sie mit einreichen wollte. Ich habe für Frauen die zwischendurch auch mal nicht konnten, bei mir am Samstag, gestern und letzte Woche Montag (Kulturtreff bei uns) extra Nähzeiten eingelegt ;) NUn freuen wir uns, dass alle eine geschafft haben :)

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  • Morgen haben wir eine Ferienpassaktion bei uns im Stadthaus, ich habe die Damen, die in der Flüchtlingshilfe mit nähen eingenordet.


    Alle Damen haben einen Rucksack genäht, den die Kinder an den 2 Tagen nähen sollen.


    Da einige Deutschkurse haben, können leider nicht alle daran teilnehmen.


    Ich denke aber, ich habe es geschafft, dass für das jedes Kind 1 Erwachsene Person bereit steht.


    Also wird es ein multikulturelles nähen zur Ferienpassaktion geben. So profitieren beide Seiten dazu


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    Es hat sich jede Dame einen Rucksack als Anschauungsprojekt für die Kids genäht, dabei sind wirklich tolle Rucksäcke entstanden.


    Es sind auch einige Stoffe von euch mit dabei, worüber ich mich sehr gefreut habe, ich denke ihr erkennt sie..
    Für die Ferienpassaktion habe ich jedoch einige Firmen angeschrieben und ich habe mich sehr gefreut, dass mich Union Knopf, Swafing Stoffe, Prym und Farbenmix so großzügig mit Material unterstützt hat. Auch wenn wir viele Spenden bekommen haben, fehlte es hier an passenden Zutaten, so dass wir nun genügend Material für hübsche Turnbeutel haben.

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  • Hallo zusammen,


    Ramadan ist zum Glück um, und so ist wieder mehr Leben in unsere Nähgruppe gekommen. Meine Damen waren doch zuletzt etwas schlapp und wenig motiviert.
    Aber dieses Mal waren wieder ca. 10 Frauen und Mädchen da, vom Vollprofi bis zur absoluten Nähanfängerin.


    Und alle waren quirlig und motiviert, so dass es mal wieder ein recht anstrengender, wenn auch fröhlicher Nachmittag wurde. Ein paar Männer, die neugierig reinsschauten, ließen sich nur unwillig vertreiben.
    Barbara hat sich die Mädchen geschnappt und mit ihnen lustige Täschchen für die Handys oder Tabletts genäht, die Verzierungen wurden von Hand genäht. DSCI0468.jpg
    Beim Zusammennähen hat dann die 14 jährige Behnaz, Tochter einer ganz tollen Schneiderin, den anderen geholfen, da wir nicht alle an die Nähmaschinen lassen. Behnaz ist aber versiert und absolut zuverlässig, sie näht gerne auf der alten Bernina, meinem „Zuggerschneggsche“.


    Die zwei jungen Frauen aus Eritrea haben Kleider zum abändern mitgebracht, da musste ich erst mal einen Crash-Kurs Maschinennähen machen, aber dann klappte das auch ganz gut.


    Ich bin zur Zeit bei „Nähpark“ Nähmaschinentesterin und darf eine Juki HZL H60 testen, und die habe ich den beiden versiertesten Schneiderinnen zur Verfügung gestellt.DSCI0457.jpg DSCI0465.jpg
    Das war natürlich ein Riesenspaß für die beiden, auch wenn wir im ersten Anlauf noch nicht kapiert haben, wie die Knopflöcher funktionieren. Dazu war es dann doch etwas zu hektisch, das muss ich zuhause noch üben.
    Dann gibt es nächste Woche aber auch schöne Knopflöcher für diesen neuen Mantel.
    Eine Dame hat mit der Juki aus Dessousstücken ein Bustier für ihre Tochter gemacht, dass ganz süß aussieht. Leider habe ich hier natürlich kein Tragefoto bekommen DSCI0460.jpg
    Bei Nada entstand eine leichte Sommerhose, ich glaube sie war in nicht mal einer Stunde fertig. Ich bin manchmal erstaunt über das Tempo, das die Damen vorlegen, es hat sogar noch für ein kleines Schleifchen gereicht.DSCI0462.jpg



    Monika, das ist eine tolle Aktion, das gefällt mir richtig gut. Und die Beutel sehen schön aus.



    Liebe Grüße in die Runde von Karin

  • Hallo, liebe Hobbyschneiderinnen-Gemeinde,


    der letzte Mittwoch war wieder ein sehr lebhafter. 12 Frauen
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    (inclusive einiger Teenager) waren da, und etliche Kinder. Die konnte ich dieses Mal nicht so einfach vor die Tür setzen, da es ja teilweise wie aus Eimern geregnet hat. So habe ich die ganze Schar in eine Ecke gescheucht und mit Bilderbüchern versorgt(winke, winke zu Christiane) , aber das hat natürlich nicht zwei Stunden lang funktioniert, und so musste ich immer mal wieder die Dreikäsehochs von den Nähmaschinen, Scheren, Nadeln etc. vertreiben.
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    Daher gabs am Ende die Ansage, nächste Woche bleiben die Kinder bei den Babas! sonst darf nicht genäht werden. Und wir übern schon mal unser Mantra: Hart bleiben! Keine Kinder zwischen den Nähmaschinen!


    Von den zwölf Damen waren uns ca. die Hälfte unbekannt, da aber alle versicherten, schon nähen zu können, wurden zum Nachweis erst mal wieder die Kiste mit den zugeschnittenen Nadelbüchern ausgegeben, um klein anzufangen. An so einem überschaubaren Projekt kann ich dann schon mal beurteilen, ob die entsprechende Dame schon mal an der Nähmaschine gesessen hat und einigermaßen damit umgehen kann.
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    Nachdem der Beweis erbracht war, durften sie sich dann größere Stoffstück für eigene Projekte aussuchen. Leider schaffe ich es zeitlich überhaupt nicht, den Umgang mit Schnittmustern zu zeigen, dafür ist es einfach zu stressig, aber die Frauen, die gut zuschneiden können, helfen den anderen oft dabei, sie schneiden ja immer ohne Schnittmuster einfach so aus der Hand zu.
    So entsteht hier eine lockere Hose.
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    Barbara hatte schon vorbereitete Zuschnitte für kleine Kulturtäschchen mitgebracht, und so wurde auch mal das Einnähen von Reissverschlüssen geübt. Die Täschchen fanden dann einen reissenden Absatz. Das ist immer so, manche Sachen sind wochenlang uninteressant, aber wenn dann erst mal eine anfängt, wollen alle so ein Teil.
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    Trotz der Vorkenntnisse hat dann eine Näherin in der Rekordzeit von ca. 21 Sekunden die
    Singer 404 außer Kraft gesetzt, und es kam wie immer die Ansage: Karin, Makina kaputt.
    Unsere Schneiderin Faraz fing an zu lachen, sie kennt mich und den Spruch „Das Problem sitzt immer vor der Maschine“ ja bereits, und erklärte der Dame: „Makina nix kaputt, du kaputt“, was diese empört zurückwies. Aber auch hier hatte das Problem wahrscheinlich wieder vor der Maschine gesessen, die blockierte, weil unter der Spulenkapsel (die bei dieser Maschine fest eingebaut ist), Fädchen verklemmt waren. Das konnte ich trotz Einsatz von Geduld und vielen Schweißtropfen in diesem Trubel nicht richten, aber zum Glück habe ich die gute alte Maschine zuhause mit etwas WD 40 und einer gebogenen Pinzette wieder flott gekriegt.


    Faraz selbst war nicht von der Juki, meiner Test-Maschine wegzubekommen und hat an dem Tag so einiges weggeschafft, von der Änderung einer Jeans bis zu ihrem schicken Satinkleid.
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    Sie kommt auch ohne Hilfe mit der Maschine klar, die ist wirklich in der Handhabung selbsterklärend. Wie schade, dass wir das Maschinchen im September wieder abgeben müssen.


    Ich wünsch allen einen schöne Zeit und unbeschwerte Sommertage.


    Liebe Grüße von Karin

    Die mit der Nähkampf-Ausbildung

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  • In der letzten Woche hatte ich für 2 Tage eine Ferienpass Aktion mit Schulkindern ab 10 Jahren.
    Es war Multikulturell, 4 Damen aus meiner 14 tägigen Nähgruppe mit den Flüchtlingen haben uns unterstützt, sowie noch einige andere Damen. Auch 4 Flüchtlingskinder haben sich unserer Ferienpassaktion angeschlossen. An beiden Tagen waren es 21 Schüler.Wir haben es geschafft, dass jedes Kind eine Erwachsene hatte, die sich um ein Schulkind gekümmert hat. Es hat allen sehr viel Spaß gemacht, die Kinder waren begeistert über ihre tollen Rucksäcke. Ich zeige euch hier mal ein paar Bilder, ich kann sie hier nur nicht alle einstellen vielleicht schaut ihr bei Interesse mal in meinen Blog



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  • Wow, habt Ihr tolle Rucksäcke genäht! Die sind ja wirklich total praktisch, ich denke da an Schulausflüge und "Zum-Sport-Radeln", ich bin mir sicher, dass die Kids ihre Werke stolz zeigen und auch benutzen werden.

    Herzliche Grüße


    pfeiferlspieler

  • Hallo zusammen,


    letzten Mittwoch war ich etwas unorganisiert, hatte sowohl Fotoapparat als auch Handy zuhause vergessen, also gibt es keine neuen Fotos.
    Schade, denn es ist vieles fertig geworden. Zwei Familien gehen morgen zum Transfer, daher wirde genäht wie der Wind, es sollte noch einiges fertig werden. Obwohl wir wieder drei Helferinnen waren, sind wir doch ziemlich rotiert, und da es sehr schwül war, lief uns der Schweiß nur so in Strömen.
    Von Faraz und ihrer Tochter gab es einen sehr innigen Abschied mit Umarmungen und Küsschen, die beiden waren auch zu goldig.
    Und da auch die andere Näherin mit zwei Töchtern auf "Transfer" geht, wird es wohl nächste Woche wieder etwas ruhiger.
    Dann schaffe ich hofenltihc auch mal wieder ein paar schöne Bilder.
    Liebe Grüße von Karin

    Die mit der Nähkampf-Ausbildung

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  • Ich danke euch, ja die Kids hatte viel Freude und sind ganz stolz darauf.


    Auch ist bei uns im Ort eine Familie, 3 Personen, Geschwister 2 Frauen und 1 Mann die super gut nähen können.
    der Bruder hatte in Afganistan wohl eine Firma, in der Kleidung hergestellt wurde, er kann super gut schneidern. Ich hoffe ich kann sie etwas unterstützen.
    Da der Mann bis ende August noch zum Unterricht geht, ist er kaum in unserer Nähgruppe.


    Die Frauen 16 und 17 Jahre können auch sehr gut nähen und unterstützen mich immer. Zahra hat zum Beispiel diese Rucksäcke ohne Schnittmuster hergestellt. Einfach klasse, was sie können.
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    die andere Schwester Fateme hat diesen Beutel auch einfach aus dem Kopf gemacht, gerade auch für dieses Alter einfach Bewundernswert wie ich finde.


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    Karin, ich finde es auch wirklich Bewundernswert, was ihr alles auf die Beine stellt und was bei euch alles so entsteht.


    Bei uns sind jetzt erst einmal Ferien es geht erst im August weiter.

  • Hallo zusammen,


    nachdem die letzten beiden Mittwoche sehr anstrengend und schweißtreibend waren, hatten wir letzten Mittwoch einen eher gemütlichen und ruhigen Nähtag.
    Sechs Näherinnen ließen die Maschinen schnurren, es gab keine großen Probleme mit den Maschinen, und die Frauen legten ein ziemliches Tempo vor, um allerhand Kleidungsstücke fertig zu bekommen.DSCI0501.jpg
    Diese sehr schlanke junge Frau war recht unerfahren im Nähen, wollte aber unbedingt die Ärmel einer Jacke aus der Kleiderkammer kürzer und enger machen. DSC_0219.jpgehrlich gesagt würde ich das für mich nie so machen (das wäre bei mir eher ein Fall für die Änderungsschneiderei) , aber nach einigem Hin-und Her einigten wir uns darauf, die Ärmel abzuschneiden, den Oberstoff vom Armloch ausgehend nach unten hin enger zu nähen, dann den Ärmel mit der Maschine zu säumen und das Futter von innen mit der Hand dagegen zu nähen. Alles in allem sehr „quick and dirty“, aber so war es für sie machbar, und sie war mit dem Ergebnis zufriedenDSCI0502.jpg
    Diese junge Frau hatte ihre Mama mitgebracht. Die Mutter wollte aber selber nicht nähen, sondern war ganz zufrieden damit, neben ihrer Tochter zu sitzen, ihr ab und zu zur Hand zu gehen, und ihr bewundernd zuzuschauen.DSCI0511.jpg Sie selbst könne nicht mehr gut genug sehen, um zu nähen. Außer dem leichten Pyjama für die Tochter entstand an diesem Nachmittag noch ein Einkaufsbeutel für die Mutter.DSCI0511.jpgDSCI0514.jpg
    Die Dame , die diese Tunika mit Kragen genäht hat, verbrachte erst einige Zeit bei der Stoffauswahl, schnitt dann in einer Ecke zu, und hat dann, noch bevor unserer zwei Stunden um wahren, das Teil mit Kragen fertig gestellt. Sie ist schon seit einigen Wochen bei uns, und Barbara und ich konnten feststellen, dass sie mittlerweile sehr viel entspannter wirkt als am Anfang, und den Nachmittag sichtlich genießt. christiane, erkennst du den Stoff?DSCI0512.jpg
    Diese junge Frau versuchte uns mit Händen und Füßen zu überreden, doch öfter als nur einmal die Woche zu kommen, oder doch zumindest ein paar Stunden länger, weil sie doch so viel zu nähen hätte. Sie holte noch ihren Mann als Übersetzer dazu, aber beide hatten dann doch Verständnis für uns, als wir erklärten, dass wir noch Beruf und Familie haben.DSCI0510.jpg
    Die kleine Maus ist ganz entzückend, leider kann ich euch das strahlende Dreckspatzenlächeln nicht zeigen, als Mama ihr die neuen Sachen zeigte. Leichte Pyjamas sind zur Zeit sehr gefragt, warum wohl. DSCI0515.jpg

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