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Brother Scanncut CM 900

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  • Zwischenbericht Brother Scanncut CM 900


    Ich besitze ja seit ein paar Jahren bereits eine Silhouette Cameo. Damals gab es noch nichts vergleichbares von Brother, daher war ich gerne bereit, jetzt den CM 900 für den Nähpark zu testen.


    Ich schneide eigentlich meistens Flex- oder Flockfolie, gelegentlich auch Papier. Mit Stoff hatte ich mit der Cameo keine guten Erfahrungen gemacht, aber das brauch ich relativ selten, da ich weder patche noch quilte. Wenn ich doch mal Leder schneiden muss, nehm ich dafür gern die Big Shot, aber da braucht man ja für jedes Motiv eine Stanze.
    Wär doch schön, wen ich auch für Leder den Plotter nehmen könnte. Sollte der CM 900 das schaffen, wäre ich vielleicht sogar zu einem Austausch bereit.
    Ich konnte mir nicht so recht vorstellen, nur am Display des Geräts zu arbeiten und auch die Scanfunktion war mir nicht geheuer. Ich stand also dem Ganzen relativ skeptisch gegenüber (aber das kennt man ja von mir…) Mal sehen, was ich nach 8 Wochen so darüber denke.


    Als der Plotter ankam, war ich zuerst schon ein wenig überfordert. Wieder so viele neue Begriffe, welches Zubehör für was, registrieren, verbinden usw.
    Aber ich hab mir einen Nachmittag Zeit genommen und so nach und nach hat sich alles ergeben.


    Schick sieht er aus, das fanden auch meine Mann und meine Tochter. Mit der Kurzanleitung kam ich erst mal aus und so habe ich mir die Zuschnitte für eine kleine Geldbörse mit Hilfe der integrierten Dateien zusammengesucht. Das ging ganz ohne Anleitung (wenn man das Gerät auf Deutsch umgestellt hat).
    Zum Testen habe ich diese Rechtecke dann erst mal aus Papier geschnitten. Vorher einen Testschnitt, da hat sich gezeigt, dass ich die Messertiefe noch erhöhen muss. Dann gings ratzfatz und das Papier hat sich auch gut wieder ablösen lassen.
    Anschließend habe ich die Folie für Stoffschnitte aufgebracht und danach meinen Stoff.

    Aber der hat sich beim Ablösen teilweise total zerissen. Es blieb eine Menge auf der Matte zurück. Das Entfernen hat mich sehr viel Zeit gekostet und alles bekam ich auch nicht weg.
    Okay, anderer Stoff.

    Besser, der blieb auch ganz, aber die Schnittkanten waren zerfleddert.
    Neuer Versuch.

    War okay. Es liegt also teilweise am Stoff. Allerdings war dann kein weiterer Versuch mehr möglich, da die Folie zerschnitten war.

    Ja, ich habe auch hier einen Testschnitt gemacht und die Einstellungen entsprachen der Tabelle aus der Kurzanleitung. Aber nach dem Testschnitt hab ich nur geprüft, ob der Stoff durchgeschnitten ist. Die Folie hab ich nicht versucht abzuziehen, die sitzt auch sehr fest, so dass mir der Schaden erst beim Ablösen eines großen Stoffstückes aufgefallen ist.
    Ich muss ehrlich sagen, das war für mich erst mal nichts. Wenn es um mein Hobby geht, gibt’s für mich nur zwei Möglichkeiten bei einer Maschine:
    1. Es geht schneller bei gleicher Qualität
    2. Es sieht in der gleichen Zeit besser aus
    Hier trifft weder das eine noch das andere zu. Ich habe mich bei diesem Projekt für die Alternative entschieden: Ich habe alle Rechtecke mit dem CM 900 aus stabilerem Papier zugeschnitten und nehme das als Maß für meinen Stoff.
    Aber ehrlich gesagt, wollte ich so schnell doch nicht aufgeben. Von einer Maschine lass ich mich fertig machen. Also nochmal von vorne.


    Neue Folie. Petra vom Nähpark hat mir gesagt, ich kann die Folie ja auch zerschnitten drauf lassen, sie klebt ja trotzdem. Allerdings braucht man dann eine zweite Matte, wenn man zwischendurch doch mal was anderes schneiden will. Da ich die Matte mit der mittleren Klebekraft nicht so oft brauche, habe ich diese dann für Stoff genommen. Und für die Trägerfolie habe ich eine günstige Lösung gefunden. Ich habe mal aus Versehen statt Transferpapier Transferfolie bestellt, mit der ich aber meine normalen Vinyls nicht übertragen konnte, da die Klebekraft zu hoch ist und die Folie auch zu steif. Die sieht aber nicht nur genau so aus, wie die Klebefolie für Stoff von Brother, sie fühlt sich auch so an.


    Und es klappt! Nicht immer perfekt, aber die Ränder sieht man nach dem Nähen ja nicht mehr. Ob ich allerdings so schneller bin, als mit einer Vorlage aus Karton, das weiß ich noch nicht.
    Danach musste er mal was anderes geschnitten werden.

    Als nächstes Filz. Bis jetzt noch ziemlich dünner Stickfilz, aber das wär für mich schon mal eine Alternative zum Cutworktool für die Stickmaschine.


    Zwischendurch überleg ich immer, ob mir die Arbeit am Standalonegerät mit Display lieber ist, als ein Gerät, das mit USB mit meinem Laptop verbunden ist. Beides hat seine Vor- und Nachteile.
    Das Display ist relativ klein und ich hab so meine Probleme mit dem Touchpen. So gerade reagiert das Display nicht so gut.

    Hält man den Pen so schräg, geht’s super. Toll ist natürlich auch, dass man den CM 900 per WLAN verbinden kann. Ich werde mir auf jeden Fall noch Scanncutcanvas ansehen, das jedoch nicht auf meinem PC gespeichert wird, sondern über eine Cloud läuft. Auch nicht meine erste Wahl.
    Was mit beim Brother-Gerät fehlt, ist die Bereichsauswahl. Bei Silhouette kann ich dem Gerät sagen, dass ich mit DIN A 4 Papier arbeite, dann wird mir der Bereich in genau dieser Größe schattiert. So muss ich immer Kästchen abzählen, damit ich kein Teil ausserhalb platziere.
    Ein ganz großes Manko ist leider auch die Importfunktion. Ich arbeite viel mit JPG oder GIF, beide Formate kann ich mit Canvas nicht importieren, bräuchte also ein zusätzliches Programm (wenn es das gibt, das werde ich jetzt nicht suchen).


    An diesem Testnachmittag ist so einiges entstanden, was brauchbar ist, obwohl ich nur mit meiner Restekiste gearbeitet habe. Trotz der anfänglichen Befangenheit hab ich mich schnell mit ihm angefreundet.
    Dann kann man sich auf mal aufmachen, um neue Funktionen kennen zu lernen.

    Die Scanfunktion mit Direktschnitt. Es wurde mir zwar schon mal an einem Vorgänger vorgeführt, aber da hat es mich nicht so überzeugt. Daher hab ich einfach mal den Junior etwas mit Edding zeichnen lassen. Ohne Anleitung, einfach so, hat super geklappt mit dem Ausschneiden. Ich sah meine Sohn schon in Gedanken die leidigen Hausaufgaben mit Ausschneiden schwinden ;)
    Aber fürs erste hab ich ihm erst mal nur beim Referat geholfen:

    Scannen, durchklicken, Messer einstellen, schneiden.
    Prima!


    Das klappte so gut und der Brother Plotter ist da auch so leicht zu bedienen, dass am nächsten Tag gleich mal die Hausaufgabe damit ausgeschnitten wurde. ;)
    Aber ich habe auch weiter getestet. Dazu hab ich eine Bekannte eingeladen, die für ihre Puschen kleine Applikationen aus Leder ausschneiden muss. Ich dachte, vielleicht kann der Scanncut ihr da die Arbeit erleichtern.

    Aber es ging beim besten Willen nicht. Wir haben verschiedene Ledersorten getestet, verschiedene Messertiefen, Geschwindigkeiten und Druckeinstellungen. Keine Chance. Die einzige Möglichkeit wäre noch das Messer für Tiefschnitte, aber das hab ich leider nicht hier.


    Ehrlicherweise sei noch gesagt, mit der Cameo ging es auch nicht.

    Ich hab nämlich zeitweise beide Plotter gleichzeitig am arbeiten.
    Da tauchen immer wieder Sachen auf, die beim einen oder anderen besser sind. Definitiv ist das Einführen der Matte beim CM 900 einfacher und genauer. Dagegen gefällt mir bei der Cameo besser, dass durch die Software die Einstellungen je nach Materialart vorgeschlagen werden. Beim CM 900 muss man dagegen auf die Kurzanleitung schauen.


    Ein paar Wochen bleibt er noch da, ich werde den Bericht ergänzen.
    Bilder dazu gibts in meinem Blog, da werde ich am Ende auch den Bericht als PDF veröffentlichen. http://tanja711.blogspot.de/


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