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    Supermarktkasse. In der Schlange vor mir ein Paar mit einer knapp 3-jährigen Großfresse (weiblich, Hello-Kitty-Look) im Korb. Erzählte den Altvorderen, wie was auf´s Band zu packen ist. Unter anderem lag da eine Flasche Rum zwischen den Lebensmitteln. Madame beobachtete die Kassiererin genau. Als sie die Flasche über den Scanner zog, kam total trocken und ohne eine Mine zu verziehen:


    „Mein Papa trinkt jeden Morgen zum Frühstück Schnaps!“


    Ich: *UMFALL*  ^^


    Also der Papa sah nicht ansatzweise so aus, als ob er zum Frühstück Rum verzehrt. Die Mutter auch nicht.


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    …dieser Drecks-Kaffeeautomat vom Bäcker gegenüber beim Milchaufschäumen eigentlich immer so ein räudiges Geräusch wie dieses ekelhafte Absaugteil beim Zahnarzt?


    So, wie viele böse Wörter waren das jetzt in einem Satz? ;)


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    Mein Lieblingsszenario des Monats:


    Endsiebziger, von Mutti in feinste, helle Stoffe (es MUSS irgendein Seniorenversandhaus geben, das selbigen das Hirn gewaschen hat – die haben alle die gleiche Klamotten an!) gehüllt, schickes, farblich abgestimmtes Basecap, die Hände aufm Rücken – natürlich mit Handgelenktasche. Im Schlenderschritt.


    Jeder Einzelhändler weiß, was auf ihn zukommt.


    Opi: „Sagnsema! Früher gabs ma…'“


    Ich: (röchelnd) „Entschuldigung, aber ich kann schlecht sprechen…“


    Opi: ???


    Ich: Kehlkopf-OP.


    Opi: (setzt den extremen Mitleids-Blick auf) „Dann ma gute Besserung!“


    Ich nicke dankbar.


    Es trollt sich. Eine halbe Stunde steht er noch bei der Blumenhändlerin nebenan. Ich grinse im Vorbeigehen in ihr panisches Gesicht.


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    Endfuffziger kommt rein und knallt mir ´ne Armbanduhr auf den Tisch.


    Kunde: Guten Tag, ich hätte gern eine neue Batterie.


    Ich: Wir haben keine Uhrenbatterien.


    Kunde: Warum nicht?


    Ich: Weil Sie in einem Schreibwarenladen sind.


    Kunde: Taschenrechnerbatterien.


    Ich: Fein, welche wollnse?


    Kunde: Na eine die da rein passt!


    Ich: Na denn machense ma auf die Uhr…


    Kunde: Da braucht man Spezialwerkzeug für!


    Ich: Ach?


    Aber immerhin: Im Ansatz gut mitgedacht… ;)


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    Namenskarten sind so blöde Grußkarten, auf denen ein Vorname steht und die vermeintliche Bedeutung dazu. Also wo der herkommt, was er bedeutet und was der „Namensträger“ für ein Mensch ist. So zum Beispiel:

    Quote

    Anne; hebräischer Name „Gottes Gande“, von hebr. „Hanna“.


    Hat eine starke Persönlichkeit, ist idealistisch und denkt fortschrittlich. Sie ist ein höflicher, ehrlicher Mensch und löst ihre Probleme durch ihre positive Lebenseinstellung. In ihrem Beruf ist sie sehr erfolgreich.


    Auf den Namen Anne kann man stolz sein.


    Also eigentlich steht immer das Gleiche drauf und naja… Es gibt einen Haufen Menschen, die den Mist kaufen und das auch noch toll finden.


    So, zum eigentlichen Thema: Kein Scherz und

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    Als Kind bin ich in einer typischen 1930er-Jahre-Siedlung direkt am Wasser groß geworden. Logisch, dass dort fast jeder ein Boot hatte. Und wo ein Boot war, war der Schnaps nicht weit. Ich erinner mich, dass die Skipper bei irgendwelchen Festen in den kleinen Häfen immer heftig einen weggekippt haben. Also nicht alle, aber es gab so Spezialisten, die immer wieder aufgefallen sind.


    Einige Gesichter erkenne ich ab und an wieder. Da läuft jemand an Dir vorbei und Du weißt sofort, wer das ist, obwohl Du den 30 Jahre nicht gesehen hast. Ich meine, die sind ja auch älter geworden. Schon böse, wenn man die dann trotzdem sofort erkennt.


    Es gab da einen Typen mit einer, naja, leicht ordinären Frau. Der hat mit seiner Olsch jede Party gerockt. Immer gute Laune, immer voll

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    Prämabel: Ich habe lange überlegt, ob ich das hier schreibe. Letztlich bin ich zu dem Entschluss gekommen, den Text zu veröffentlichen. Nicht, um anderen Angst zu machen, sondern einfach mal die Fakten auf den Tisch zu packen und/oder Augen zu öffnen. Es ist natürlich alles erstunken und erlogen und sollte sich die Ärztin hier wiedererkennen: Na und? Und sorry, es ist etwas länger und ich könnte noch doppelt so viel erzählen.


    Eine Freundin (nennen wir sie mal Kerstin) bat mich, sie zu einer Magenspiegelung zu begleiten. Bei der Terminvergabe wurde ihr gesagt, sie möge bitte eine Begleitperson mitbringen. Die Arschkarte steckte sie mir dann auch flott in die Tasche.


    Der Termin war um 8 Uhr morgens. 30 Kilometer Fahrt, sie war ein pures Nervenbündel. Voller Angst

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    Drei mal miteinander Verwandte Ureinwohner eines Dorfes mit 20 Kilometern Entfernung zur nächsten Ortschaft mit Straßenbeleuchtung stehen eine Viertelstunde vor mir und versuchen mir abwechselnd zu erklären, was sie benötigen. Während einer redet, glotzen mich zwei mit offenem (sic!) Mund an. ABWECHSELND!


    Sie wollten einen Nagelknipser.


    Manchmal bin ich so müde.


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    Kunde, Baujahr um 1950, typisch vorpommersche Optik. Von Mutti hübsch gemacht und muss auf eben diese warten.


    Kunde: Sie kennen sich doch hier aus!


    Ich: ???


    Kunde: Wo issn hier die Fischgaststätte?


    Ich: Hier war noch nie eine Fischgaststätte!


    Kunde: Ach, hier war noch nie eine Fischgaststätte…


    Ich: Nee, draussen, vor der Tür ist ein Fischimbiss.


    Kunde: Ach, draussen, vor der Tür ist ein Fischimbiss…


    Ich: Ja.


    Kunde: Aber ich hab schonmal hier drin gegessen.


    Ich: Ach, sie haben schonmal hier drin gegessen…


    Kunde: Ja, das war der Herr Sowieso.


    Ich: Ach, das war der Herr Sowieso….


    Kunde: Warum quatschen Sie mir eigentlich alles nach?


    Ich: Ach, ICH quatsche ihnen alles nach?


    :)


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