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Zeitungsschau burda style 09/19

:D . Freuen würde ich mich über eine sachliche Diskussion zu Einzelmodellen, Modestrecken, Präsentation, Details usw. - andere Sichtweisen sind ja immer interessant. Doch nun zum Heft: Nach dem ersten Durchblättern: Wow!


Titelblatt


Es sind eine Menge wunderbar weiblicher Modelle darin, die sich allerdings wie üblich an die Frauen wenden, die sich gern modisch-elegant kleiden.


Für den landesüblichen Jeans+T-Shirt Look ist eher nix dabei.


Wie immer sind die Modelle unterschiedlichen Themen zugeordnet. Die erste Modestrecke heißt „into the blue“ - ganze Outfits in Blautönen, die sehr sehr schick sind. Die Kollektion „Bleibender Eindruck“ greift Elemente der 60er Jahre auf.


Unter „Power-Pastell“ findet man das, was der Name vermuten lässt – alles in den angesagten Pastelltönen.


In den Modellen in Plus-Größen 44 bis 52 soll man Vintage-Mode sehen – nun ja …


Ein „Trend-Schnitt“ (lange Weste in 36 bis 46) , ein Designer-Schnitt (Mantel in 36 – 44) und ein „Retro-Modell“ (Kostüm in 34 – 44) vervollständigen das Angebot an Erwachsenenschnitten.


Für Kinder gibt es Trachtenmode in den Größen 104 bis 128.



Der positive erste Eindruck des Heftes relativiert sich für mich bei der näheren Betrachtung.


Für meinen Geschmack sind zu viele Modelle mit überschnittenen Schultern und tief eingesetzten Ärmeln dabei. Nach meiner Erfahrung sitzt das selten wirklich gut – meistens bilden die NZ von Oberteil und Ärmel einen Wulst an einer Stelle, wo man den wirklich nicht haben will. Ich bin mir nicht sicher, ob das ein Entgegenkommen für Anfänger ist, denen es schwierig erscheinen mag, einen „normalen“ Ärmel einzusetzen, oder ob es der ganz große Modetrend der nächsten Jahre wird.


Die beiden Kleider 104 und 107 gefallen mir sehr gut, auch wenn sie leider nicht in meiner Größe sind. Die hinten gebundene Bluse 116 ist zwar nicht wirklich neu, aber durchaus chic. Bei der 60er-Jahre-Lackkunstlederjacke 111 hab ich tatsächlich ein echtes déjà vu - sowas war total angesagt, als ich in die achte oder neunte Klasse ging :D


Ansonsten lebt die 60er-Jahre Strecke von Stoffen und Mustern, unter Nr. 101 findet man allerdings auch noch eine sehr „couturige“ schwarze Jacke, die es verdient, sehr hochwertig gearbeitet zu werden.


Bei der Trendschnitt-Weste weiß ich nicht so recht... Trägt man sowas am Ende wirklich? Ich glaube eher nicht …


Der Designermodell-Mantel ist für meinen Geschmack ein wenig zu sehr gewollt originell – aber wer sich die Arbeit machen will hat etwas, was nicht jeder hat. Dagegen finde ich das rote Kostüm, das als Retro-Modell firmiert, einfach umwerfend. Es ist - wenn es gut gemacht wird - ein echtes Master Piece und an großen, schlanken Frauen mit dem passenden Styling ganz bestimmt ein echter Hingucker.


Die „Vintage“-Plusstrecke ist zwar quantitativ wieder mal sehr schmal angelegt (5 von 26 Erwachsenen-Modellen), aber mehr als ein Stück schaffe ich ja sowieso nicht im Monat. Die Bluse 124 ist nix neues – bis auf die Bindebänder am Handgelenk-Bündchen – ich seh die schon förmlich in der Suppe hängen...


Der rote Mantel 128 gefällt mir ganz gut, aber der Bubikragen? Andererseits ist er schön hoch zu schließen, wenn's wirklich kalt ist.


Der Blazer 127 mit dem gefältelten Kragen? Nein... Aber das Wickelkleid 125 hat es mir angetan – ich habe den Schnitt schon kopiert – das Ergebnis zeige ich euch, wenn es fertig ist.


Links

Alle Modelle der Ausgabe

Alle technischen Zeichnungen der Ausgabe


Herausgeber:

Verlag Aenne Burda GmbH & Co. KG

Hubert-Burda-Platz 2

77652 Offenburg

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